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Gold steuerfrei kaufen: Nur unter diesen Bedingungen

Unter den Sachwerten glänzen Edelmetalle mit Wertbeständigkeit, auch um System- oder Währungskrisen vorzubeugen. Empfohlen wird eine Beimischung von 10 % bis 20 % des Anlagevolumens.

Zur Auswahl stehen entweder Platin, Palladium, Rhodium oder die Klassiker Silber und Gold. Für letztere spricht eine leichtere Handelbarkeit auf einem breiten Markt.

Gold ist steuerfrei – unter Voraussetzungen

In der Endauswahl zählt ein entscheidender Vorteil: Unter bestimmten Voraussetzungen ist Gold steuerfrei. Das macht sich schon beim Kauf bemerkbar. Anders als bei Platin und Silber wird auf Goldbarren und Goldmünzen derzeit keine Mehrwertsteuer erhoben. Gold gilt als reines Edelmetall und wird auch als Währung eingesetzt.


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Bei Silber hingegen geht der Fiskus von seinem verbreiteten Einsatz als Industriemetall aus, weshalb er 19 % Mehrwertsteuer verlangt. Das gilt mittlerweile auch für Münzen, die bis 2013 noch zum reduzierten Satz besteuert wurden. Doch nicht in allen Fällen ist Gold steuerfrei.

Bedingungen für entfallende Mehrwertsteuer

Die erste Bedingung ist der Gehalt. Bei Barren gilt eine Reinheit von mindestens 995 Tausendstel. Bei Münzen liegt der Mindestgoldgehalt bei 900 Tausendstel. Sie müssen zudem nach dem Jahr 1800 geprägt sein und im Herkunftsland früher oder heute noch als Zahlungsmittel gelten. Die dritte Bedingung: Der Verkaufspreis darf höchstens 80 % über dem des Goldgehalts liegen.

Aber auch beim Verkauf sind Gewinne bei Gold steuerfrei, sofern es sich um physisches Gold handelt. Weil es anders als Wertpapiere keine Erträge wie Zinsen oder Dividenden abwirft, fällt ein Gewinn ohnehin schon nicht unter die Abgeltungssteuer.

Freibetrag beim Verkaufsgewinn

Er ist allenfalls in der Einkommenssteuer anzugeben, jedoch nur, wenn er den jährlichen Freibetrag von 600 € übersteigt. Selbst in dem Fall ist der Gewinn beim Verkauf von Gold völlig steuerfrei, wenn man es zuvor ein Jahr lang gehalten hat. Bei höheren Beträgen entscheidet also die Spekulationsfrist.

Die gibt es jedoch nicht bei Goldaktien oder Minenfonds. Fonds und Wertpapiere unterliegen der Abgeltungssteuer. Das gilt auch für Zertifikate oder generell für Gold-ETCs, bei denen man kein physisches Gold kaufen und lagern muss.

Weitere Ausnahme: Xetra-Gold ist steuerfrei

Eine Ausnahme hat der Bundesfinanzhof am 12. Mai 2015 (Az. VIII R4/15) gemacht: Gewinne bei Inhaberschuldverschreibungen wie Xetra-Gold werden wie beim Verkauf von physischem Gold behandelt und sind nach einem Jahr steuerfrei. Entscheidend für diese Art von Gold-ETCs war, dass sie keine Geldleistung, sondern eine Sachleistung in Form der Auslieferung von physischem Gold verbriefen, mit dem diese Fonds außerdem besichert sind.

Dass ein Anleger sich stattdessen auszahlen lassen kann, tut der Sache keinen Abbruch. Die Gerichtsentscheidung lässt sich aber nicht ohne weiteres auf ähnliche Gold-ETCs oder Zertifikate übertragen. Häufig verbriefen sie eine Auslieferung erst ab einer bestimmten Gewichtsklasse. Die Merkmale sind im Detail äußerst verschieden.

Als Anleger sollte man sich also vorab genau erkundigen, ob das erfreuliche Bundesfinanzhof-Urteil auch auf die gewünschte Goldanlage zutrifft. Insgesamt ist nämlich völlig offen, ob es der Fiskus für alle Steuerpflichtigen anerkennt oder als Einzelfall betrachtet und auf der Abgeltungssteuer besteht.

17. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.