Goldene Woche: der neue Renditestar

Goldpreis zieht wieder an - ein Einstiegssignal

Goldpreis zieht wieder an - ein Einstiegssignal

Wer vorsorgen will, kommt an „Gold“ nicht vorbei - oder an anderen Ersatzwährungen. Diese Meinung konnten Sie an dieser Stelle oft lesen.

Die ablaufende Woche zeigt, warum: Gold ist dieser Tage selbst bei fallenden Kursen nicht mehr krisenanfällig.

Ein wichtiges Signal dieser Woche kam aus der technischen Ecke: Gold ist wieder im Aufwärtstrend. Wer langfristig vorsorgen möchte, kann Gold weiter kaufen.

Goldpreis über 1.600

Entscheidend für viele technisch orientierte Analysten oder Investoren war in der vergangenen Woche, dass der Goldpreis über 1.600 Dollar pro Unze gestiegen ist. Vorher drohte das Edelmetall unter die Marke von 1.500 Dollar zu rutschen - Ende nach unten offen.

So befürchteten viele Skeptiker, die Gold für eine sinnlose Zockerei halten. Das Hauptargument gegen Vorsorge-Investitionen in Gold: Es wirft keine Zinsen ab. Ob Sie Gold mögen oder nicht, dieses Argument ist - leider - Unsinn. Denn:

Auch Geld wirft keine Zinsen ab. Überhaupt: nichts wirft Zinsen ab. Zinsen entstehen aus Verträgen, nicht aus dem zugrundeliegenden Geld. Das ist keine Haarspalterei, sondern ein wichtiger Unterschied.

So könnte auch Gold Zinsen bringen - Hauptsache, es existiert ein Leihgeschäft mit Gold, für das jemand Zinsen zahlt. Sie können zudem davon ausgehen, genau das passiert an den Märkten - mindestens zwischen großen Investoren und Banken.

Gold: Vorsorge-Beimischung

Aus diesem Grund spricht im schlechtesten Fall zumindest nichts gegen den Kauf von Gold als Vorsorge-Währung. Gold ist seit mehreren Jahrtausenden - also auch vor unserer Zeitrechnung - durchgehend Währung gewesen.

Eine berühmte Rechnung zeigt, dass ein Anzug im römischen Reich genauso viel - in Gold gerechnet - kostet wie heute. Die Rechnung ist bei Lichte betrachtet zwar falsch, weil die einzelnen Qualitäten nicht verglichen werden können und die verwendeten Stoffe andere sind, aber Orientierung bringt dieser Vergleich.

Als Vorsorge-Beimischung ist Gold daher in aller Regel geeignet, wenn Sie es nicht als Hauptbestandteil im Depot haben und zum Verkauf gezwungen wären. Denn: Schwankungen wird es beim Goldpreis wie in den vergangenen Jahren immer reichlich geben.

Erfreulich blieb in der vergangenen Woche die Entwicklung an den Aktienmärkten. Den ersten Gewinnen dieses Jahres in der ersten Woche folgte in den vergangenen Tagen der nächste kleinere Aufschwung - sowohl in den USA als auch bei uns in Deutschland. Die Zeichen sind positiv.

Aktienbörsen im Aufschwung

In den USA wird die Kraft nach den vorliegenden Daten aus der letzten Handelswoche reichen, dass der Dow Jones sogar bis 13.000 steigen kann.

Die ersten Unternehmensdaten - wie von Alcoa - waren zwar schwach, die Börsen aber blieben fest. Das zeigt, wie stark die Aktien aufgrund der Geldschwemme und den niedrigen Zinsen für Anleihen inzwischen geworden sind.

Der Dax stabilisierte sich auf deutlich über 6.000 Punkten. Dies gelang jetzt schon zum neunten Mal in Folge, daher ist auch der Frankfurter Index ersichtlich krisenfest.

Da der Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bis dato noch nicht einmal bewertet wurde, werden in den nächsten Wochen nach dieser positiven Handelswoche weitere fundamental orientierte Investoren und Großanleger wie Versicherungen oder Fonds kommen.

* Das KGV bleibt bei etwa 9 und ist eine Einladung für die nächsten Wochen.

* Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ist auch nach dieser Woche mit 1,45 noch niedrig und bietet ausreichend Puffer nach unten.

* Die Dividendenrendite für die anlaufende Saison von Hauptversammlungen bleibt beim Dax in Höhe von etwa 3,5%. Auch dies ist deutlich attraktiver als die Marktzinsen.

Daher haben die vergangenen Handelstage die Aktien weiter gestärkt. Wer sich vor den Entwicklungen in Südeuropa schützen möchte, fährt mit Gold und Aktien nach dieser Woche weiterhin bestens.

 
 
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