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Goldman-Sachs Studie: Europa in der japanischen Falle

Die amerikanische Großbank Goldman-Sachs kommt bei Ihrer Analyse zu dem Ergebnis, dass Europa bereits hoffnungslos in der Falle sitzt. Die Situation sei mit der Japans nach dem dortigen Crash im Jahr 1990 vergleichbar.

Damals platzte in Japan eine Immobilien- und Aktienblase und führte dazu, dass das Land bis heute nicht mehr richtig auf die Beine kommt. Es kam zu 2 „verlorenen Dekaden“.

Diese dauerhafte Krise wird deshalb auch als „Japanische Krankheit“ bezeichnet, also einer Phase ohne Wachstum und mit ständig steigenden Staatsschulden. Nach der Studie kämpfen bereits jetzt viele Staaten im Euroraum mit der Japanischen Krankheit.

Dabei werden nicht nur Südländer wie Griechenland, Portugal und Italien genannt, sondern auch Länder wie Frankreich und Belgien. Ein Vergleich dieser Länder mit Staaten, die eine eigene Währung haben, kommt zum Ergebnis, dass diese Euro-Länder in den letzten 10 Jahre gravierende Wachstumsrückstände aufweisen.

Euro führt zu drastischen Wachstumseinbußen

Für Italien wird ein Minus von 27 Prozent, für Portugal eines von 21 Prozent und für Frankreich und Spanien von jeweils 18 Prozent angegeben. Das heißt, hätten diese Länder den Euro nicht eingeführt, stünden sie heute wirtschaftlich deutlich besser da.

Das zeigt auch bezogen auf die Wirtschaftsleistung pro Kopf. So hatte Italien im Jahr 2002 eine fast so hohe Wirtschaftsleistung pro Kopf gehabt wie Deutschland. Heute, 12 Jahre nach der Euroeinführung, sind es nur noch 76 Prozent davon. Goldman-Sachs sieht hier klare Parallelen zur Japan-Krise seit 1990.

Diese Zahlen zeigen Ihnen, dass gerade die ehemaligen Schwachwährungsländer, die lange Zeit als Gewinner der Einheitswährung galten, heute die Verlierer beim Euro sind. Aber auch für die starken Staaten wie Deutschland sieht es nicht viel besser aus.

Gerade in der Zeit um das Jahr 2005 waren wir durch den Euro Wachstums-Schlusslicht in Europa und werden heute durch die ganzen Bürgschaften und Rettungsaktionen für die Pleiteländer bedroht.

Daran wird sich – wie die Goldman-Sachs Studie deutlich zeigt – auf lange Sicht nichts ändern. Die Eurokrise ist keineswegs gelöst, sondern nimmt in zunehmendem Maß einen chronischen Charakter an. Das heißt für Sie, dass Sie sich auch weiterhin für eine langandauernde Eurokrise wappnen sollten.

Schon 2001 warnte ich vor der Eurokrise

Genau davor, dass der Euro am Ende allen schaden werde, habe ich bereits im Jahr 2001 in meinem Buch „Der Euro – Die Endlösung für Europa?“ gewarnt. Damals schrieb ich:

„Wie auch immer die Euro-Einführung ablaufen wird, ist bereits jetzt sicher, dass die Einheitswährung nicht lange Bestand haben wird. Wie jedes instabile System in der Natur letztlich zugrunde gehen muss, so muss auch der Euro und das ganze Schuldensystem zusammenbrechen.“

Diese Erwartung von mir bestätigt sich heute und ich bleibe dabei: Der Euro war von Anfang an eine Fehlkonstruktion, die nicht dauerhaft funktionieren wird.

8. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.