von Heiko Böhmer

Goldminen Aktien: Auch 2012 mit großem Potenzial

Viele Goldminenbetreiber sind weiterhin günstig bewertet

Viele Goldminenbetreiber sind weiterhin günstig bewertet

Die große Korrektur beim Gold ist vorerst ausgeblieben.

Der Absacker Ende Dezember gehört schon wieder der Vergangenheit an. Jetzt hat sich der Goldpreis wieder im Bereich um 1.700 Dollar etabliert.

Und das von vielen Experten schon ausgerufene Ende des Bullenmarktes beim Gold bleibt auch aus.

Grundsätzlich hat sich die Lage an den Finanzmärkten in diesem Jahr etwas beruhigt. Doch unter der Oberfläche brodelt es weiter. Das zeigen in diesen Tagen die zähen Verhandlungen um den Schuldenschnitt in Griechenland.

Und mit Portugal ist schon das nächste Euro-Land in massiven Problemen. Das zeigen die ständig steigenden Renditen der Anleihen. Sie sehen also: Gold als sicherer Hafen in der Geldanlage wird auch 2012 weiterhin gefragt sein.

In der Vergangenheit haben Goldaktien in Boomphasen sehr oft eine deutliche besser Performance gezeigt, als der Rohstoff selbst. Aktuell sieht das anders aus. Viele große Goldminen treten auf der Stelle oder verlieren sogar an Wert.

Doch das Aufholpotenzial ist auf jeden Fall vorhanden. Bei 1.700 Dollar sind viele der großen Goldminen extrem profitabel. Bei den reinen Produktionskosten sind Margen von 1.000 Dollar und mehr bei vielen Minen zu finden.

Doch an der Börse spielen diese Aktien nur eine Nebenrolle. Dabei schütten Goldproduzenten mittlerweile sogar wieder Dividenden aus. Auch das ist ein klares Zeichen für die gute Substanz bei diesen Werten.

Vorsicht: Nicht alle Produzenten bieten die gleichen Chancen

Doch kann man nicht einfach jeden großen Produzenten kaufen, in der Hoffnung, dass bei der kommenden Flut alle Aktien mit nach oben gespült werden. Wichtig sind einige Kriterien, die von den Produzenten erfüllt werden müssen. Nur dann ist auch eine sichere Basis gegeben, dass sich der Erfolg einstellen kann.

Grundsätzlich bleibt das Minengeschäft ein risikoreiches Business – so viel muss jedem Investoren klar sein. Wie schnell auch in diesem Sektor Vertrauen verspielt werden kann, zeigt ein Blick auf Kinross Gold, einen der großen Produzenten.

Auf Sicht eines Jahres hat die Aktie 34% an Wert verloren. Im gleichen Zeitraum hat der Dow Jones Index um 6% und ein Konkurrent wie Goldcorp sogar um 15% zugelegt. Kinross Gold hat Mitte Januar erfahren, wie hart die Börse sein kann.

Nach Meldungen über Verzögerungen beim neuen Tasiat Projekt in Mauretanien sackte die Aktie stark ab. Laut Angaben des Managements wird sich die Entwicklung des Projekts um sechs bis neun Monate verschieben. Das sorgt für Befürchtungen über das zukünftige Produktionswachstum.

Goldcorp hingegen hat in den vergangenen Monaten die eigene Wachstumsstrategie mehrfach bestätigt. Danach will Goldcorp in diesem Jahr 2,6 Mio. Unzen Gold produzieren. Bis 2016 soll dieser Wert um fast 70% auf dann 4,2 Mio. Unzen steigen.

Ob Goldcorp da auf einem guten Weg ist, werden schon die nächsten Quartalszahlen zeigen, die in der kommenden Woche auf dem Programm stehen und die ich Ihnen hier vorstellen werde.

 
 
Bildquelle: Kautz15 - Fotolia

Autor:

Heiko Böhmer

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