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Goldminen: Auf die Reserven kommt es an

Der deutlich niedrigere Goldpreis in diesem Jahr hat auch mittelfristige Folgen für die Goldminen. So stellen die Minen regelmäßig Produktionspläne für die Lebensdauer der Mine auf. Hierzu wird ein Durchschnittspreis beim Gold herangezogen.

Nach dem aktuellen Rückgang erwarten beispielsweise die Experten von Scotia Capital, dass die Firmen jetzt nur noch einen Durchschnittspreis zwischen 1.200 und 1.350 Dollar pro Feinunze für die langfristige Planung heranziehen werden.

Niedrigerer Goldpreis: Was sich verändert – und für wen

Damit ändern sich auch die Zahlen für die Ertragskraft einzelner Minen. Doch bei dieser Basis rechnen die Scotia Capital Experten auch damit, dass die Firmen mit einem hohen Anteil an Tagebauminen hier deutlich anfälliger für Goldpreisänderungen sind, als die Betreiber von gängigen Untergrundminen.


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Für die Experten ist aber auch klar, dass sich die Margen bei einigen Produzenten verbessern werden. Das liegt wohl auch an der Verarbeitung der hochgradigen Vorkommen innerhalb der Minen. Hier haben die Anbieter mit einem hohen Anteil an Untergrundminen eine deutlich größere Chance.

Die riesigen Tagebauminen mit niedrigen Goldgehalten sehen die Scotia Capital Experten daher eher kritisch – falls sich der Goldpreis nicht deutlich erholen sollte.

Daher sind weitere Anpassungen an die Produktionspläne auf jeden Fall bei diesen Unternehmen deutlich wahrscheinlicher. Laut Scotia Capital fallen von den großen Namen Barrick Gold und Newmont Mining in diese Gruppe. Bei den mittelgroßen Produzenten bietet IAM Gold hier ein größeres Risiko.

Mit den niedrigeren Goldpreisen kommen nach Einschätzung der Experten andere Produzenten deutlich besser klar. Dazu gehört von den großen Produzenten Goldcorp. Bei den mittelgroßen Produzenten überzeugen vor allem Eldorado Gold, Yamana Gold und auch die beiden südafrikanischen Produzenten AngloGold Ashanti und Goldfields.

Kinross Gold bleibt unter Druck – die Qualität der Reserven birgt Risiken

Ein weiterhin großes Risiko für die Zukunft sehen die Scotia Capital auch bei Minenwerten mit hohen Anteilen an Goldreserven im Tagebausektor. Hier sticht ein Wert hervor, der zuletzt schon stark an der Börse gelitten hatte: Kinross Gold. Bei diesem Produzenten machen die Tagebaureserven mehr als 90% aus.

Zwar liegen in der Regel die Produktionskosten im Tagebau deutlich unterhalb der Werte einer Untergrundmine – doch das Problem sind dabei ganz klar die Mineralisierungen: Es ist eben schon ein Unterschied, ein Vorkommen mit einem Durchschnitt von 1 gr/t auszubeuten oder eine stabile Untertage-Mineralisierung von 4 gr/t nutzen zu können.

Was das für Sie als Anleger bedeutet

An dieser Auflistung der verschiedenen Faktoren wird für Sie vor allem eins deutlich: Gewinne mit Goldaktien sind kein Selbstläufer.

Als Investor müssen Sie auf viele verschiedene Faktoren schauen, um auch wirklich die besten Werte herauszupicken. Größe allein ist dabei aber noch kein ausreichendes Kriterium für die Investition – das mussten die Anleger bei Kinross Gold schmerzlich erfahren: Diese Aktie hat als einer der Top 10 Goldproduzenten der Welt innerhalb von drei Jahren rund 71% an Wert verloren.

21. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.