von Jan Aalto

Goldnachfrage explodiert: Goldpreis weiter im Aufwärtsmarsch

Neue Daten für das gelbe Edelmetall

Gold: Rekordumsätze im Jahr 2011 treiben Goldpreise weiter

Das gelbe Edelmetall haussiert. Dies ist das Ergebnis der neueste Welt-Zahlen.

Veröffentlicht vom World Gold Council für das abgelaufene Jahr 2011. Denn:

Vor allem aus Investitionsgründen hat Gold im vergangenen Jahr die bekannte Rekordfahrt hingelegt, die Schmuckfrage hat sich bei weitem nicht so stark verändert. Verantwortlich dafür waren Investoren aus China, aus Indien sowie aus Europa.

Die Fakten sind eindeutig: die Nachfrage zog gleich um 5% gegenüber dem Jahr 2010 an. In Zahlen ausgedrückt: 1640,7 Tonnen Gold wurden nachgefragt. Im Detail sind die Zahlen noch interessanter, da China sich als der ganz große Treiber erwiesen hat.

Hongkong export Gold nach China

So hat China sein Gold auch massiv aus Hongkong bezogen. Gegenüber dem vorhergehenden Jahr hat das Land der Mitte den Import aus der ehemaligen britischen Kronkolonie verdreifacht.

Zudem ist die Nachfrage aus China insgesamt im vierten Quartal 2011 deutlich höher gewesen als die Nachfrage aus Indien - nach den Zahlen, die nachprüfbar sind.

China hat 2011 ingesamt 769,8 Tonnen Gold nachgefragt. Dies sind nach diesem Bericht immerhin 20% mehr als im Jahr zuvor. Profiteur dieser Nachfrage sind nicht nur "indirekt" Gold-Investoren, sondern ganz direkt Goldminen.

Goldminen sichern die Entwicklung

Goldminen haben im Jahr 2011 insgesamt soviel "produziert" wie noch nie zuvor. Gleich um 4% stieg die Menge des geförderten Goldes gegenüber dem Jahr zuvor an. Der Markt selbst stieg allerdings nicht so rasant, da die sogeannte Recycling-Aktivität sich um zwei % verringerte.

Dies deutet auf zwei Verhaltensweisen hin, die beide den bisherigen und den künftigen Goldpreis beeinflussen:

  • Goldinvestmentgüter wie Barren und Münzen wie auch Goldschmuck kommt weniger als in früheren Jahren auf den Markt.
  • Grund dafür ist die Sorge vor Krisen - oder der Glaube an steigende Kurse.
  • Neben dem geringeren Angebot steigt die Nachfrage, wie die Zahlen - etwa aus China - gezeigt haben. In der Summe sind daher die Goldpreise im vergangenen Jahr 2011 bereits beeindruckend gestiegen.
  • 2012 wird die Situation sich ausgehend von diesen Daten verschärfen. Denn:
  • Sowohl die Eurozone als auch die USA drucken weiter Papiergeld. Im Verhltnis zueinander spielt das noch keine wesentliche Rolle. In der Forma als "Geld" für Waren lässt sich die zunehmende Wertlosigkeit nicht lange leugnen - die Inflation wird die Preise antreiben.
  • Vor allem typische Sachwerte werden teurer werden. Dazu zählen Immobilien, Produktionsmittel und Maschinen - sowie Aktien.

GeVestor meint: Schon die aktuell stark steigenden Aktienkurse sind zu eime Gutteil sicher Auswirkungen der zunehmenden Geldmenge.

Wir gehen davon aus, dass die Billion Euro, welche unsere europäische EZB den Banken in wenigen Tagen zur Verfügung stellt, die Geldmenge weiter erhöhen.

Dies treibt den Goldpreis weiter - spätestens im zweiten Quartal. Auch die USA sinnieren bereits über  Konjunkturprogramme, die über weiteres Frischgeld finanziert werden.

Unsere Gegenmaßnahme: Investieren Sie wie gehabt - mit Aktien liegen Sie richtig, mit Goldwerten haben Sie die dauerhafte Alternative im Depot. Wir empfehlen einen Anteil in Höhe von 15% bis 20%.

 
 
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