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Goldpolitik: Warum Zentralbanken den Goldpreis drücken

In Krisenzeiten ist Gold ein gefragtes Wertaufbewahrungsmittel, dass zusätzlich vor hoher Inflation schützt. Gerade dann verhindern Zentralbanken einen Anstieg des Goldpreises.

Gold ist keine sinnvolle Geldanlage. Über viele Jahrzehnte stagniert sein Kurs weitgehend, während Immobilien, Anleihen und Aktien Erträge liefern oder auch im Preis steigen.

Doch wenn die Risiken für die Geldstabilität groß sind, greift bei Gold eine Schutzfunktion: Es ist weder von einem Zahlungsversprechen abhängig noch verliert es seinen Wert durch Inflation. Gold schützt somit bei Finanzkrisen mit Ausfallrisiken und bei stärkerer Geldentwertung.

Auffällig ist jedoch, dass Gold weder von der Finanzmarktkrise 2008 noch von der Eurokrise 2011 profitierte, sondern ganz im Gegenteil zusammen mit den Aktien fiel.

Anteil der Zentralbanken an der weltweiten Goldmenge.

So, wie Zentralbanken die kurzfristigen Zinssätze bestimmen und in großem Stil Anleihen kaufen, um deren Kurse zu festigen, nehmen sie auch systematisch Einfluss auf den Goldmarkt. Das können sie, weil sich in ihren Tresoren Gold in Höhe des Vielfachen des Jahresverbrauchs befindet.


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Schätzungen zur Folge wurden bisher etwa 170.000 Tonnen Gold gefördert, wovon das meiste heute noch vorhanden ist. Dem stehen eine jährliche Minenproduktion von derzeit etwa 2.800 Tonnen und ein jährlicher Verbrauch durch Industrie, Schmuck und Zahnmedizin von ca. 2.400 Tonnen gegenüber. Bei den Zentralbanken lagern nach offiziellen Angaben etwa 31.000 Tonnen Gold.

Ziel der Goldpolitik der Zentralbanken ist vor allem, in Krisenzeiten die Märkte zu beruhigen.

Gerüchte über Interventionen der Zentralbanken

Seit Jahren kursieren Gerüchte, die Zentralbanken würden im Goldmarkt intervenieren. Sie wollten unkontrollierte Anstiege des Goldpreises verhindern und würden dafür sogar Teile ihrer Bestände des edlen Metalls verkaufen. Doch wieso sollten Zentralbanken Gold drücken?

Sie halten sehr viel Gold und müssten daran interessiert sein, dass die Kurse steigen, denn das wäre ihr Gewinn. Auch Zentralbanken sollten die ihnen anvertrauten Mittel sowohl sicher als auch rentabel anlegen. Oder gibt es eventuell Gründe, die dagegen sprechen?

Gründe für eine Intervention am Goldmarkt

Wenn der Goldpreis steigt, denken Anleger und Sparer typischerweise, die Währungen seien schwach, es drohe Inflation oder sie befürchten gar Schlimmeres wie einen Totalverlust ihres Vermögens durch Bankenzusammenbrüche.

Umgekehrt wirkt es vertrauenserweckender, wenn Gold nicht steigt. Die Inflationserwartung wird gemindert, wenn der bekannteste Indikator für die Preisentwicklung keine Warnzeichen von sich gibt.

Es liegt also im Interesse der Zentralbanken, dass Gold nicht bzw. nicht unkontrolliert steigt. Das gilt vor allem bei Finanzmarktkrisen. Es stabilisiert die Märkte, wenn Gold schwach ist.

Gold wird so als Krisen-Investment uninteressant, die Gelder strömen in die verbleibenden Anlageklassen, vor allem in Staatsanleihen. Anschließend fließen sie auch wieder schneller in die Aktienmärkte zurück.

Umgekehrt stelle man sich vor, der Goldpreis würde in Zeiten von Unsicherheit stark steigen. Das würde suggerieren, es gäbe größere, unkontrollierbare Probleme. Dies könnte die Panikstimmung an den Märkten verstärken.

Die Zentralbanken haben also genügend Gründe, sich gerade in schwierigen Marktphasen einen fallenden Goldpreis zu wünschen.

Welche Instrumente die Zentralbanken einsetzen, um den Goldpreis zu drücken, erfahren Sie im zweiten Teil dieses Beitrags.

2. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.