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Goldpreis – Barren ohne Abgeltungs- und Mehrwertsteuer

Der Goldpreis, der täglich durch die Nachrichten geht, bezieht sich rein auf eine Feinunze Gold.

Für denjenigen aber, der sein Geld in die internationale Krisenwährung Gold investieren will, hängt der Goldpreis, den er als Anleger tatsächlich zahlt, von weiteren Faktoren ab.

Er ist beim Kauf von Barren anders als bei Münzen. Und wiederum anders beim sogenannten Papiergold in Form von Wertpapieren, Zertifikaten, Gold-ETFs oder Fonds.

Goldpreis – langfristig gute Entwicklung

Der Goldpreis hat sich langfristig gut entwickelt. Auch wenn er sich von seinen Höchstständen von 2012 wieder verabschiedet hat, so notiert er dennoch mehr als dreimal so hoch wie um die Jahrtausendwende.

Damals kostete die Feinunze (31,1 g) im Schnitt um die 400 $. Aktuell sind es etwas über 1.300 $.

Mit Blick auf die letzten 13 Jahre hat sich Gold somit deutlich besser entwickelt als Aktienindizes wie DAX oder Dow Jones.

Zwar ist auch der Goldpreis immer wieder unter Druck, doch erstens ist Gold vor allem eine langfristige Anlage. Und zweitens zählt die Sicherheit.

Mehr dazu: Gold: Jahrtausende alte Geldanlage mit Krisenschutz

Ein Investment in Gold lohnt sich also. Fragt sich nur, in welcher Form – Barren, Münzen oder „Papiergold“? Dabei geht es um Zusatzkosten bzw. Aufschläge, die zum Goldpreis hinzuzurechnen sind.

Mit Papiergold sind Goldfonds oder Goldaktien gemeint. Zwar ist deren Erwerb günstiger als bei physischem Gold, doch sie sind weniger sicher. Auch bei Zertifikaten und sogar bei Gold-ETCs besteht ein gewisses Restrisiko.


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Selbst die Besicherung von Gold ETCs durch pysisches Gold ist im Konkursfall nur ein schuldrechtlicher Anspruch. Zudem unterliegen alle Kursgewinne durch einen gestiegenen Goldpreis beim Verkauf der Abgeltungssteuer.

Anders hingegen der direkte Erwerb von Goldbarren und Münzen. Bei Gold, das physisch erworben wird, gilt eine einjährige Spekulationsfrist. Der Kauf von Barren und Münzen ist außerdem mehrwertsteuerfrei.

Gold – Preisfrage: Barren oder Münzen?

Nun stellt sich die Frage: Barren oder Münzen? Gundsätzlich kommen in beiden Fällen Aufschläge hinzu. Die aber hängen von der Größe und der Herstellung ab.

Bei Münzen ist der Aufschlag höher, denn sie werden einzeln geprägt. Und, je geringer das anteilige Goldgewicht, desto höher ist er.

Bei 1/20 Unzen-Münzen beträgt der Aufschlag zum Goldpreis bis zu 20%. Bei 1/10 Unzen-Münzen (ca. 3 g) sind es immer noch über 10%. Der Goldpreis müsste somit entsprechend zulegen, um den Aufwand wettzumachen.

Goldpreis – Barren mit weniger Aufschlag

Barren hingegen sind einfacher herzustellen. Ab 100 Gramm werden sie nicht mehr gestanzt, sondern gegossen. Beim Kauf eines 100-Gramm-Barrens kommen lediglich 2% Aufschlag hinzu. Damit ist der direkte Kauf von Goldbarren ungleich attraktiver.

Mehr dazu: Goldbarren richtig kaufen

Zu kaufen gibt es Goldbarren bei Banken, Herstellern oder spezialisierten Goldhändlern.

Mehr dazu: 5 Kauf-Tipps für Goldmünzen und Goldbarren

Banken verlangen in der Regel ein Konto. Ansonsten sind Barzahlungen bis zu 15.000 € anonym. Alles darüber ist meldepflichtig. Und diese Grenze ist schnell erreicht. Beim aktuellen Goldpreis liegt sie bei ca. 460 Gramm.

Zum Vergleich: Das optische Symbol für Gold, der Standardbarren mit 400 Unzen bzw. rund 12,5 Kilogramm, ist derzeit grob 400.000 € wert.

Goldbarren auch für den kleineren Bedarf

Der Normalanleger jedoch dürfte sich eher für geringere Mengen interessieren. Interessant sind zum sogenannte Tafelbarren. Die gibt es in Größen von 50 und 100 Gramm. Hier lassen sich bei Bedarf 1-Gramm-Stückchen ohne Materialverlust herausbrechen.

Zum anderen gibt es Lösungen wie die von Anbietern wie Bullion Vault oder GoldMoney.

Der Anleger erwirbt keinen Einzelbarren, sondern nur einen Anteil von einem Standardbarren. Der wiederum bietet den Vorteil, dass der Aufschlag zum Goldpreis nur 1% beträgt.

Der Aufschlag ist aber nicht das einzige. Goldbarren müssen schließlich sicher gelagert werden.

Da dies unter dem eigenen Kopfkissen weniger empfehlenswert ist, sollte das beim Anbieter geschehen. Die Lagerkosten für eine Goldanlage von 10.000 € zum Beispiel liegen zwischen ca. 60 € und 75 € pro Jahr.

Goldpreis – Zinsaussichten machen Druck

Der Goldpreis selbst wird von mehreren Faktoren beeinflusst.

Mehr dazu: Die 5 wichtigsten Einflussfaktoren auf den Goldpreis

Der jüngste Kursabfall geht zum einen auf die Andeutung steigender Zinsen durch die amerikanische Federal Reserve Bank zurück.

Der Dollar, mit dem Gold gehandelt wird, konnte zulegen und Gold wird als Fluchtwährung offenbar weniger attraktiv. Außerdem setzen Überproduktionen in einigen Ländern dem Goldpreis zu.

21. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.