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Goldpreis-Chartanalyse: Wie sich das Edelmetall entwickeln kann

Bei der Goldpreis-Chartanalyse gibt es einige Dinge zu berücksichtigen. Natürlich können Anleger bestimmte Widerstände und Unterstützungen im Chart einzeichnen – allerdings ist Gold ein heiß umkämpfter Rohstoff und es gibt zahlreiche Tücken.

Vor allem den großen Banken ist daran gelegen, den Goldpreis niedrig zu halten, weil ein steigender Goldpreis ein Anzeichen dafür ist, dass der Glaube in das Papiergeld sinkt.Das Gold der Notenbanken: Funktion und Bedeutung

Etwas vereinfacht ausgedrückt, wollen die Banken eher, dass Gold fällt, während Privatanleger, die Gold als Inflationsschutz kaufen, am Erhalt ihrer Kaufkraft und steigenden Kursen interessiert sind. Dass bei diesem Spiel langfristig nicht alle Parteien gewinnen können, sollte klar sein.

Gold im 5-Jahre-Chart

Wie man in folgendem Chart gut erkennt, hat die grüne 200-Tageslinie lange als Unterstützung funktioniert. Man kann sich also grob an ihr orientieren. Erst in der Seitwärtsphase seit Mitte 2011 wurde sie mehrmals durchbrochen.

Gold-Tageschart-2009-2013

(Quelle: Guidants.com)


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Seit Anfang 2013 notieren die Kurse teilweise sehr deutlich unter der 200-Tage-Linie. Eine so hohe Distanz zu diesem gleitenden Durchschnitt gab es lange nicht. Das kann man wiederum positiv werten für den Goldpreis, so dass die 200-Tage-Linie bald erneut eine gewisse Anziehungskraft ausüben sollte.

Dafür muss aber erst noch die blaue 50-Tageslinie durchbrochen werden. Die Sicht auf die letzten 5 Jahre zeigt, dass der Kurs oft um diesen exponentiellen Mittelwert schwankt.

Die EMA50 wird schneller erreicht, wobei das offensichtlich nichts darüber aussagt, ob danach die Kurse weiter steigen. Bis die SMA200 erreicht wird, kann es noch ein paar Monate dauern kann. Momentan gibt es außerdem fundamental kein Anzeichen dafür, warum der Goldpreis kurzfristig nach oben schießen müsste. Die 5 wichtigsten Einflussfaktoren auf den Goldpreis

Im Chart ist auch noch ein Fibonacci-Retracement eingezeichnet. Ein altes Tief von Ende 2008 bis zum Allzeithoch 2011 markiert die Strecke. Das 61,8%-Retracement ist dabei noch nicht abgearbeitet, so dass durchaus Kurse von – zumindest kurzfristig – unter 1.150 $ im Gold möglich erscheinen.

Wer also bereits auf steigende Kurse setzen möchte, sollte seinen Stopp auf jeden Fall unter dieser Marke einplanen, um mehr Sicherheit zu haben. Alternativ kann man auch erst bei diesem Punkt in den Markt gehen und als Stopp das Tief vom Januar 2010 bei rund 1.040 $ wählen.

Gold: Bodenbildung

Eine Bodenbildung im Goldpreis sollte man als geduldiger Investor auf jeden Fall abwarten können. Seit Oktober 2012 kennt der Goldpreis nur eine Richtung – und zwar nach Süden. Auf der Abwärtsstrecke gab es ein paar Zwischenerholungen, die aber meist mit Aussagen von Zentralbankenchefs oder Politikern verknüpft werden können. Somit sind solche Pressetermine meist für kurzfristige Investoren extrem interessant.

Als Privatanleger kann man sich dabei aber eher die Finger verbrennen. Noch sieht es nämlich nicht nach einer Bodenbildung aus. Die nachfolgende Goldpreis-Chartanalyse seit Oktober 2012 zeigt, dass Gold aus einem Abwärtskanal im April 2013 nach unten ausgebrochen ist und aktuell dabei sein könnte, einen neuen Abwärtskanal auszubilden.

Gold-Tageschart-Abwärtskanal-2013

(Quelle: Guidants.com)

Sollte der neue Kanal wieder nach oben aufgelöst werden, ist es denkbar, dass sich die Kurse wieder am vorherigen Kanal orientieren.

Goldpreis-Chartanalyse: Fazit

So bullisch man für den Goldpreis fundamental sein kann – aktuell gibt es keine Anzeichen, dass die Kurse kurzfristig stark steigen werden. Wer physisch investieren oder nachkaufen will, kann sich über die derzeit guten Preise freuen. Saisonal steigt Gold grundsätzlich eher in der zweiten Jahreshälfte und besonders zwischen August und November. Jedoch sollte man sich nicht alleine darauf verlassen.

Es gibt wichtige Durchschnittslinien bei der Goldpreis-Chartanalyse, an denen man sich orientieren kann. Kurzfristige Investitionen sollte man deshalb als Kleinanleger vermeiden und sich eher langfristig gute Einstiegspunkte aussuchen – auch um physisch in Form von Münzen und Barren eine Sicherheit aufzubauen.

13. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.