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Goldpreismanipulation durch die USA und China

Für bodenständige Anleger ist Gold ein Investment zur Absicherung. Aktuell liegt der Preis wieder über der Marke von 1.300 $, nachdem er Ende letzten Jahres auf 1.180 $ abgerutscht war. Als Gründe werden verhaltene Konjunkturdaten und ein schwächelnder Dollar genannt.

Nach mehrheitlicher Meinung wird mit einem Anstieg auf bis zu 1.400 $ gerechnet. Doch wie real sind eigentlich derartige Notierungen? Wieviel ist Gold denn tatsächlich wert?

Goldpreis – Aufsichtsbehörden aktiv

Anlass für diese Fragen geben unter anderem jüngste Meldungen über mögliche Preismanipulationen. Die Aufsichtsbehörden untersuchen, inwieweit die 5 Banken, die jeden Tag per Telefonkonferenz in London den Referenzpreis für Gold festlegen, den Kurs manipuliert haben. Und das seit 2004.

Die Anleger sind aufgeschreckt. Eine Sammelklage wurde bereits eingereicht. Im Visier ist auch die Deutsche Bank, die sich jetzt rasch aus dem exklusiven Goldfixing-Zirkel zurückgezogen hat.

Diese Nachricht ist Wasser auf die Mühlen von populären argwöhnischen Analysten und Systemkritikern wie Dimitri Speck oder Paul-Craig Roberts, ehemals stellvertretender US-Finanzminister.


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Nach deren Erkenntnis wird der Goldpreis systematisch gedrückt. Zentral geht es um den Erhalt des Dollar als Papier- und Leitwährung. Nicht zuletzt werden Rohstoffe wie Öl aber auch Gold in Dollar gehandelt. Und tatsächlich scheint der Goldpreis regelmäßig einen unerklärlichen Dämpfer zu bekommen.

Wenn der Goldpreis nicht zu den Daten passt

Diese Rückschläge sind zwar nur minimal, können aber die Markt-Psychologie beeinflussen und auch Abwärtstrends auslösen, die nicht zu den Rahmendaten passen. Im letzten Jahr ist der Preis um rund 30% abgestürzt. Dabei war die Verfassung der globalen Ökonomie unverändert kritisch. Auch hat sich nicht viel an der Staatsverschuldung der USA, Japans und der Politik des billigen Geldes geändert.

Ob hier Banken und Hedgefonds tricksen, mag Spekulation sein, zumal der Markt bekanntermaßen nicht immer rational ist und auf Höchststände üblicherweise Korrekturen folgen.

Fakt hingegen ist der Gold Reserve Act von 1934. Mit ihm kann die US-Notenbank über einen Stabilisierungsfonds mit Einverständnis der Regierung am Goldmarkt intervenieren und die eigene Währung stützen. Die Bilanzen der Notenbanken sind ohnehin aufgebläht.

China als Preistreiber und Preisbremser

Allerdings, Manipulationen können die Marktkräfte auf Dauer nur bedingt beeinflussen. Zu den aktuell größten Preistreibern gehört China. Nach Angaben der China Gold Association ist die Nachfrage nach Gold 2013 im Vorjahresvergleich um 41% auf 1.176 Tonnen gestiegen. Das meiste geht in die Schmuckindustrie.

Nach China gehen derzeit rund 40% des weltweiten Goldangebots. Damit ist das Reich der Mitte der größte Goldkäufer. Eine ungeklärte Größe ist hierbei der Zukauf durch die Zentralbank. Bekannt ist lediglich, dass die Goldbestände als Gegengewicht zum Dollar massiv aufgestockt werden.

Externe Schätzungen gehen von ca. 500 Tonnen im letzten Jahr aus. Würden die Größenordnungen offiziell bekannt, würde auch der Goldpreis sofort steigen und die Zukäufe verteuern.

Mit seiner Geheimniskrämerei trägt also auch China zur Preismanipulation bei. All dies zeigt: Goldanleger werden auch weiterhin mit der Tatsache leben müssen, dass der Preis politisch beeinflusst wird. Gleichzeitig zeigt dies aber auch, dass Gold gefragt ist und ein stabiles, wertvolles Investment darstellt.

Der „heimliche Preis“ ist jedenfalls höher als der offizielle. Und reale Preissteigerungen sind aufgrund steigender Nachfrage und wachsender Geldmengen unausweichlich.

3. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.