Die nächste Runde des Duells der sozialen Netzwerke ist eröffnet. Facebook reagiert auf die Liveschaltung des Google Netzwerks google+ und bietet seinen Benutzern ab sofort neue Möglichkeiten bei der Organisation der Freundeslisten.
Der Druck wächst und wächst, denn die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Der Neurivale Google+ wartet mit sogenannten Kreisen auf, in die man Freundeslisten aufteilen kann.
Ob Familie, Freunde oder Bekannte, die Organisation läuft über wenige Klicks. Von dem Ergebnis profitiert die Privatsphäre des Benutzers, die man bei google+ einfacher optimieren und kontrollieren kann.
Facebook kontert nun mit ähnlich ausgerichteten Features, die Teil der Grundausstattung werden sollen. Angaben über Familie, Arbeit und Gruppenzughörigkeit dienen dem sozialen Netzwerk als Informationsquelle um individuelle Freundeslisten erstellen zu können.
Wettbewerb um das Private
Die Idee sei bei Facebook schon vor längerer Zeit ins Auge gefasst worden, so Software-Leiter Mike Schroepfer. Das Angebot würde kontinuierlich erweitert. Ziel der neuen Facebook-Funktion ist die Unterteilung der gesamten Freundesliste in untergeordnete Listen.
Der Benutzer hat die Möglichkeit, nur bestimmte Einträge mit einer Liste zu teilen und dadurch die eigene Privatsphäre mehr als früher zu erhalten. Außerdem ist es möglich, fremden Nutzern bei Facebook zu folgen und so Einträge zu lesen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Pinnwandeinträge von Prominenten sind schnell und einfach abrufbar. Eine Funktion, die man bislang von dem erfolgreichen Kurznachrichtendienst Twitter gewohnt war.
Die Umstellungen bei Facebook werden in den folgenden Wochen abgeschlossen sein. Auch der Bereich Datenschutz wird an offizieller Stelle abgestimmt.
Die Anwältin Erin Eagan wurde von Facebook zur Datenschutzbeauftragten des Großunternehmens ernannt. Die deutsche Erika Mann wird unterdessen die Leitung der neuen Brüsseler Vertretung übernehmen, die den engeren Kontakt zu EU-Institutionen pflegen soll
Neue Herausforderung für Larry Page
Wenn man an Google denkt schaute man in den letzten Wochen immer wieder auf seinen neuen CEO Larry Page. Wie gut kann Page die Herausforderungen meistern, die er im April als neuer Google-Boss aufgenommen hat?
Besonders der Start von google+ kann als Erfolg verzeichnet werden.
Der Markt der sozialen Netzwerke bleibt weiterhin umkämpft und vor allem Facebook und Google+ rüsten für die Zukunft auf.
Börsengang verschoben
Trotz der Neuerungen, die Facebook-Benutzer in der nächsten Zeit erwarten können, hat das Unternehmen seinen Börsengang verschoben.
Einen offiziellen Termin hat es bislang nicht gegeben, setzten Experten auf das Frühjahr 2012. Voraussichtlich soll der Börsenstart des Unternehmens frühestens in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres ablaufen.
Die Produktionsentwicklung solle in den kommenden im Vordergrund stehen, nicht etwa Aktiengeschäfte, berichtete die Financial Times und beruft sich auf engere Kreise des Unternehmens, dass Gründer Mark Zuckerberg den ganz großen Erfolg brachte.


