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Graham: Sicherheitsmarge und andere wichtige Regeln

Lieber Value-Anleger,

In „Security Analysis“ hat der Urvater der Wertpapieranalyse, Benjamin Graham, verschiedene Prinzipien für den Investor aufgestellt. Sie haben davon sicherlich schon gehört. Am wichtigsten ist die so genannte Sicherheitsmarge (Margin of Safety): Der innere, oder auch wahre Wert eines Unternehmens sollte über dem derzeitigen Marktwert liegen. Erst wenn der Börsenkurs deutlich unter dem wahren, inneren Wert notiert – es sich also um ein unterbewertetes Unternehmen handelt – gelangt das Unternehmen auf die Kaufliste.

Börse ist nichts als Mathematik

Graham entwickelt Methoden und Regeln, die jeder Anleger nachvollziehen und auch anwenden kann. Wertpapieranalyse ist für ihn keine Kunst, sondern ein Zweig der Mathematik. Sein Ansatz ist rein mathematisch und hat den großen Vorteil der Objektivität und der Regelhaltigkeit.

„Ein Investment liegt vor, wenn nach gründlicher Analyse in erster Linie Sicherheit und dann eine zufriedenstellende Rendite steht.“

Graham kaufte grundsätzlich nur, wenn der börsennotierte Marktwert unter dem inneren, wahren Unternehmenswert lag. Sein Motto:

„Zahle nur 50 Cent für einen Dollar.“

Dann wartete Graham so lange, bis der Markt den wahren Wert erkannte. Übrigens: Nichts anderes tut sein Schüler Warren Buffett bis heute!

Grahams Regeln für den Anleger

  • Achte nicht allzu sehr auf den Gesamtmarkt! Auch in einem teuren Markt gibt es Sonderangebote.
  • Kaufe niemals eine Aktie, nur weil sie gerade gestiegen oder gefallen ist.
  • Kaufe eine Aktie, als würdest Du das ganze Unternehmen kaufen. Strebe nicht nach dem schnellen Gewinn. Suche nach Unternehmen, deren Aktien Du ein ganzes Leben lang halten kannst.
  • Suche nach spezifischen Zeichen für Value (Wert). Die attraktivsten Aktien haben ein unterdurchschnittliches KGV, eine hohe Dividendenrendite, und ihre Gewinne haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt.
  • Konzentriere Dich auf Qualität. Anfänger sollten nur Standardwerte mit langjährigem Gewinnwachstum kaufen.
  • Diversifiziere mit Aktien und Anleihen. Mindestens 25% des Geldes sollte in Cash und Anleihen liegen. Halte mindestens 8 Aktien.

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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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  • Vor allem: Denke selbst und sei geduldig. Die größten Gewinne kommen aus unterbewerteten Wachstumsaktien, die 5 Jahre oder länger gehalten werden.

Grahams Kriterien zur Bewertung von Aktien

  • Die Ertragsrendite sollte mindestens doppelt so hoch sein wie die durchschnittliche Rendite von Anleihen.
  • Das KGV der Aktie sollte weniger als 40% des höchsten KGV der vergangenen 5 Jahre betragen.
  • Die Dividendenrendite sollte mindestens 2 Drittel der Anleihenrendite betragen.
  • Der Aktienkurs sollte nicht mehr als 2 Drittel des Buchwertes betragen.
  • Die Börsenkapitalisierung des Unternehmens sollte höher sein als sein als 2 Drittel des Nettoumlaufvermögens.

Grahams Kriterien zur Sicherheit

  • Das Fremdkapital sollte das Eigenkapital nicht übersteigen.
  • Das Umlaufvermögen sollte mindestens doppelt so hoch sein wie die kurzfristigen Verbindlichkeiten.
  • Das Fremdkapital sollte geringer sein als das zweifache Netto­umlaufvermögen.
  • Das Gewinnwachstum sollte in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich mindestens 7% betragen haben.
  • In den letzten 10 Jahren sollten Gewinnrückgänge nicht mehr als zweimal bis 5% betragen haben.

Mehr zum Thema: Benjamin Graham und seine Theorien

Grahams Verkaufsregeln

Verkaufe, wenn

  • die Aktie über 50% gestiegen ist
  • die Dividende ausfällt
  • durch das Absinken der Gewinne pro Aktie der Zielkurs so stark fällt, dass der aktuelle Kurs 50% über dem neuen Ziel-Kurs liegt

oder

  • die Aktie 2 Jahre gehalten wurde und keines der Kriterien eine Verkaufsentscheidung bewirkt hat.

All diese wichtigen Kriterien (und viele mehr) finden sie in übersichtlicher Form in meiner Aktien-Analyse.

Gute Investments wünscht Ihnen

Ihr

Volker Gelfarth

5. November 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.