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Greenshoe: Aktien-Nachschub zum gleichen Kurs

Unter dem Begriff „Greenshoe“ vermutet nicht jeder sofort einen Fachausdruck aus dem Börsenbereich. Doch viele Neuemissionen – also die erstmalige Ausgabe einer Aktie – werden von diesem Wort begleitet.

Fällt die Nachfrage nach Aktien höher aus als das Angebot, können die am Börsengang beteiligten Banken (genannt Konsortialbanken) weitere Wertpapiere ausgeben. So ist der Greenshoe – benannt nach der amerikanischen Schuhfirma „Green Shoe Manufacturing Company“ – zum Beispiel für Anleger interessant, die beim Börsengang nicht schnell genug zugeschlagen haben.

Greenshoe als Reserve bei Erstausgabe von Aktien

Der Greenshoe ist eine sogenannte Zuteilungsreserve. Diese Reserve wird vorher zwischen dem Herausgeber der Aktie und der am Börsengang beteiligten Bank (Konsortialbank) abgesprochen.

Vor allem kommt dieser bei einer stark nachgefragten Neuemission zum Tragen, bei denen die Nachfrage höher ausfällt als das Angebot. Für den Herausgeber besteht dann durch den Greenshoe die Möglichkeit, weitere Aktien oder Anleihen auf den Markt zu werfen. Somit wird die Nachfrage befriedigt und gleichzeitig auch der Kurs stabilisiert.


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Diese Option kann bis zu 6 Wochen nach dem Börsengang ausgeübt werden. Anleger müssen dabei nicht fürchten, übervorteilt zu werden: Die zusätzlichen Wertpapiere werden zum Originalpreis und zu den gleichen Konditionen herausgegeben wie die Aktien und Anleihen zum Börsenstart.

Beispiel für Greenshoe – Deutsche Telekom

Die amerikanische Schuhfirma „Green Shoe Manufacturing Company“ war das erste Unternehmen, das bei ihrem Börsengang eine Aktienreserve in der Hinterhand hielt, um eine erhöhte Nachfrage befriedigen zu können. Zwar verschwand die Firma von der Bildfläche, das Verfahren eroberte jedoch die Börsenwelt.

Ein Beispiel aus Deutschland: Auch die Deutsche Telekom machte sich das Verfahren zu eigen. Als deutlich wurde, dass die T-Aktie einen guten Börsenstart erreichen würde, legte die Deutsche Telekom 100 Millionen Aktien als Greenshoe nach.

Kursstabilität ist ein Vorteil des Greenshoe

Die Flexibilität, mit der Herausgeber und Banken auf Angebot und Nachfrage am Börsenmarkt regieren können, kann als großer Vorteil gesehen werden. Bei einer starken Nachfrage wird das Angebot erweitert, bei einem schwachen Kursverlauf wird der Greenshoe einfach nicht eingesetzt.

Die Sicherung der Kursstabilität ist ein weiterer Vorteil des Greenshoes. Steigt die Nachfrage über das Angebot, werden zusätzliche Aktien auf den Markt geworfen und starke Kursschwankungen können vermieden werden.

Allerdings sollten Anleger auch ein Augenmerk auf die Herkunft der Aktienreserve achten. Häufig besteht der Greenshoe aus Altbeständen zum Beispiel von Investoren oder Konsortialbanken.

Manchmal wird die Reserve jedoch auch durch eine zusätzliche Kapitalerhöhung des Aktienunternehmens emittiert. Diese neuen Aktien lassen bei Anlegern schnell den Eindruck entstehen, dass ihre Aktienanteile verwässert werden.

Fazit: Greenshoe stärkt Flexibilität

Greenshoes kommen bei Neuemissionen häufig zur Anwendung. Emittenten können mit diesem Verfahren flexibel auf eine starke Nachfrage reagieren. Auch stabile Aktienkurse können mit einem Greenshoe geboten werden. Für Anleger bedeutet ein Greenshoe oft die Gelegenheit für eine gute Kapitalanlage.

28. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.