von Janne Joerg Kipp

Griechenland: Anleihen-Rendite steigt auf unglückliche 13 %

Rolf Morrien optimiert mit seinen Hinweisen Ihr Depot. Die Rendite in diesen Depots liegt weit höher - und ist im Gegensatz zu Griechenland-Anleihen-Renditen "echt".

Bemerkenswerter, aber schlechter Rekord aus Griechenland.

Trotz der Eingriffe der Eurozone. Trotz der Eingriffe aus China:

die Anleiherendite explodiert jetzt Anfang März. Die Kurse schlittern extrem ins Minus. Nicht kaufen, meinen wir.

Schlechtester Wert seit Euro-Einführung

Tatsächlich sind die aktuellen Renditen für Griechenland-Anleihen auf einem Rekordniveau. Noch nie seit der Euro-Notierung in Europa vor 12 Jahren standen solche Anleihen - aus Griechenland - so niedrig wie aktuell. Das bedeutet einfach: investieren Sie nicht. Ähnlich hohe Renditen erzielen Sie anders.

Magazine wie "Fokus Monet" hatten in Deutschland mehrfach für diese Anleihe(n) geworben. Wir haben an dieser Stelle mehrfach gewarnt - zu Recht, wie die aktuellen Daten und vor allem der Trend zeigen.

Handel findet kaum noch statt

Inzwischen können Sie die Anleihe(n) auch kaum noch verkaufen. Der Markt ist "dünn", so Händler. Dies drückt die Preise weiter.

Griechenland ist und bleibt aber gefordert, Geld zu organisieren. Rechnen Sie daher mit verlockenden Zinsangeboten von knapp 9%. Wir meinen aber: Zeichnen Sie nicht.

Die Eurozone lässt Griechenland-Anleihen inzwischen fast schon fallen. Garantierte Schuldenübernahmen wird es nicht mehr geben - auch vor 2013 nicht.

Wer hohe Zinsen kassieren möchte, kann dies mit Empfehlungen, wie sie auch Rolf Morrien im "Depot-Optimierer" ausspricht, mit einem Genussschein auf Bertelsmann. Zwar betragen die Zinsen "nur" etwa 7% (als Rendite), dafür aber sind sie vergleichsweise sehr sicher.

Irland-Krise geht ebenfalls weiter

Hintergrund der neuen Bankenhilfen über 50 Milliarden Euro in Irland - und etwas weniger in Portugal - ist ein Abkommen namens "ELA" "Emergency Liquidity Assistance". Hiernach kann jede Zentralbank nach eigenem Gusto Geld an eigene Banken verleihen. Im Nachhinein dann haften wir.

Die Zentralbanken sind verpflichtet, diese Kredite nur in Notfällen auszureichen - und dies auch nur begrenzt. Doch wenn das Geld dann weg ist, ist es weg. Das ist ein alltäglicher, normaler Vorgang.

Kredite durch nichts besichert

Unsere kleine Zwischenüberschrift täuscht über die Wahrheit leider nicht hinweg: die Banken müssen Kredite absichern. Sie hinterlegen eigene Wertpapiere. Das Problem ist nur: deren Qualität ist umstritten.

Setzen Sie aus kaufmännischer Vorsicht gleich einen Wert von nahe "0" ein, liegen Sie wahrscheinlich am besten. Damit umgehen die Banken nach dem "ELA" sämtliche Sicherheitsprüfungen der Europäischen Zentralbank.

Irland und die EZB verfolgen damit aktuell unterschiedliche Ziele. Irland will nur seine Banken retten, allerdings auf Kosten unser aller Sicherheit. Achtung: investieren Sie weiterhin auf keinen Fall in - hoch"rentable" - Staatsanleihen.

Diese werden zu teuer bleiben. Denn: Deren Kurse sacken weiter durch. Wir erinnern an Griechenland. Vor fast einem Jahr betrug die Rendite schon mehr als 30%....

 
 

Autor:

Janne Joerg Kipp

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage. Aktuelle Hinweise und Empfehlungen zur Vorsorgeoptimierung erhalten Unternehmer und Entscheider im kostenlosen Newsletter Wirtschaft Vertraulich.