MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Griechenland-Krise – welche Branchen sind immun gegen die Krise?

Die Griechenland-Krise beherrscht seit Wochen und Monaten die Schlagzeilen der Wirtschaftsgazetten. Viele Anleger sind verunsichert und fragen sich, wie sich die Schuldenproblematik der Griechen auf die Wirtschaft in Europa auswirken wird.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 250 Mrd. US-$ spielt Griechenland in der Eurozone (BIP von 11.681 Mrd. US-$ in 2015, IMF-Schätzung) nur eine untergeordnete Rolle.

Zwar ist Deutschland der größte Handelspartner von Griechenland, jedoch ist der Handel zwischen Deutschland und Griechenland in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken und hat sich von 2008 bis Ende 2014 nahezu halbiert. Dennoch überwiegt bei vielen Anlegern die Verunsicherung und viele Börsianer fragen sich, welche Branchen immun gegen die Griechenland-Krise sind.

Gesundheits- und Medizintechnik auch in Krisenzeiten gefragt

Eine Branche, die sicherlich nahezu unbeschadet aus der Griechenland-Krise hervorgehen dürfte, ist die Gesundheits-, Pharma- und Biotechbranche. Der Grund: Trotz der Griechenland-Krise besteht weiter akuter Bedarf an medizinischer Versorgung. Hiervon profitieren zum Beispiel große Pharma-Titel wie zum Beispiel die Bayer AG, Roche oder die amerikanische Eli Lilly und Co.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Auch die Biotechnik-Branche wird inzwischen als eine Art „sicherer Hafen“ angesehen. Der Grund: Die Patente vieler großer Biotechnikfirmen (Gilead, Amgen, Celgene, Biogen) laufen in den nächsten Jahren aus und die Entwicklung eigener Medikamente ist langwierig und kostspielig.

Daher werden in der Branche trotz Griechenland-Krise weiter Premium-Preise gezahlt, wie der jüngste Einstieg von Celgene beim US-Biopharmaunternehmen Juno Therapeutics beweist. Celgene zahlte bei seinem Einstieg nahezu das Doppelte gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Konsumgüter- und Nahrungsmittelindustrie werden kaum tangiert

Die wichtigsten Grundnahrungsmittel und Alltagsprodukte werden auch in Krisenzeiten gekauft. Hiervon profitieren unter anderem die Top 5 der Konsumgüter-Hersteller wie die deutsche Henkel, die amerikanische Procter & Gamble und die Schweizer Nestlé.

Daher notieren Konsumgüter-Werte wie die niederländisch-britische Unilever trotz der Griechenland-Krise weiter nahe an ihren Rekordhöchstständen. Eine Trendwende ist auch hier vorerst nicht in Sicht, erobern die großen Konsumgüter-Hersteller dieser Welt zunehmend auch die Schwellenländer.

Griechenland-Krise – in sozialen Netzen wird eifrig diskutiert

Die Griechenland-Krise ist auch ein großes Thema in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter – zumindest in Europa. Speziell beim Thema Griechenland gehen die Meinungen – Stichwort Grexit – stark auseinander.

Den Anlegern kann dies aber egal sein, denn wie schon bei der Fußball-WM profitieren soziale Netzwerke von besonderen Ereignissen, die medial aufgebauscht werden. Als Hauptprofiteur dürfte insbesondere Facebook gelten, zumal das soziale Netz zuletzt seinen Videobereich stark ausgebaut hat.

Cyber-Kriminalität hält die Welt in Atem

Ganz unabhängig von der Griechenland-Krise dürfte sich auch der Bereich Cyber Security entwickeln. Vor allem nach dem Einbruch in das IT-Netz des Bundestages ist Cyberkriminalität wieder ein wichtiges Thema, dem sich vor allem Unternehmen stellen müssen.

Die Folge: Die Investitionen werden gerade in diesem Bereich in den nächsten Jahren weiter kräftig steigen – ganz unabhängig von der Griechenland-Krise. Daher notieren Spitzen-Unternehmen aus diesem Bereich wie Palo Alto Networks, Check Point Software, Proofpoint und Imperva weiter auf Rekordniveau.

Fazit: Viele Branchen sind von der Griechenland-Krise nicht oder nur begrenzt betroffen. Der Grund hierfür ist, dass Griechenland nicht wirklich systemrelevant ist und sich insbesondere deutsche und andere international tätige Großkonzerne inzwischen soweit diversifiziert haben, dass ein Exporteinbruch in einem Absatzland nicht gleich zu einer existenziellen Krise führt.

3. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands