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Große Autohersteller springen auf den Elektro-Zug auf

Die Automobilbranche ist im Wandel. Große Automobilkonzerne wie Volkswagen, General Motors (GM) und Ford vollziehen einen Strategiewechsel und wollen alternativen Antriebssystemen mehr Platz in ihrer Modell-Palette einräumen.

Dabei setzen die großen Hersteller vornehmlich auf den Elektroantrieb. Allen voran der amerikanische Autobauer Ford, der bis zum Jahr 2020 nicht weniger als 4,5 Mrd. US-$ in die Elektromobilität investieren will.

Bis 2020 sollen 13 neue Elektroauto-Modelle auf den Markt kommen, 40% der Fahrzeuge im Ford-Produktportfolio sollen dann „elektrisch“ angehaucht sein. Anleger können vom Trend hin zu alternativen Antrieben profitieren, wenn sie sich frühzeitig bei den richtigen Unternehmen engagieren.

Tesla Motors – der Pionier unter den Elektroauto-Herstellern

Als Pionier und Vorreiter in Sachen Elektromobilität gilt zweifelsohne Tesla Motors rund um den charismatischen Firmenmitgründer Elon Musk. Das kalifornische Unternehmen hat von Anfang an kompromisslos auf den Elektroantrieb gesetzt und verfügt heute über die Elektroautos (Model S) mit der größten Reichweite (ca. 500 Kilometer).

Bis 2020 will Tesla seinen Absatz auf rund 500.000 Elektroautos im Jahr steigern. Bis dahin hofft Tesla Motors noch mindestens drei weitere Elektroauto-Modelle auf den Markt bringen zu können (Model 3, Model Y, neuer Tesla Roadster).

BMW setzt mit der i-Reihe auf alternative Antriebe

Bereits 21.000 verkaufte Fahrzeuge des Elektroautos BMW i3 in 2015 machen Hoffnung auf mehr. Auch bei BMW setzt man mit der i-Reihe (BMW i3, BMW i8) auf den Elektroantrieb, was alternative Antriebskonzepte angeht.

Vor allem beim Einsatz von leichten Materialien gilt BMW als Vorreiter, kommt der BMW i3 mit einer Fahrgastzelle aus Carbon daher. In den nächsten Jahren will BMW zudem eine Reihe neuer Plug-in-Hybrid Fahrzeuge auf den Markt bringen.

Audi und Volkswagen

Nach dem Abgas-Skandal holt man bei Audi und Volkswagen zum Rundumschlag aus. Deutschlands größter Autokonzern will künftig stärker auf CO2-freundliche Antriebe setzten: Das heißt Elektroautos (e-Golf), Plug-in-Hybrid Fahrzeuge (A3 Sportback e-tron, Q7 e-tron) bis zum Wasserstoff-Auto sollen künftig eine größere Rolle spielen.

Ab 2017 will Audi seinen Kunden für die heimische Garage ein induktives Ladesystem (Audi Wireless Charging) anbieten. In 2018 soll der Elektro-Crossover Q6 e-tron folgen.

Porsche bleibt seinem Terrain treu: Elektrosportwagen kommt

Porsche wird tatsächlich seine Elektro-Studie „Mission E“ realisieren. Der Elektro-Porsche mit einer Leistung von 600 PS und einer Reichweite von 500 Kilometern soll bis 2020 auf den Markt kommen.


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Durch eine neue 800-Volt-Ladeeinheit soll der Akku des Mission E binnen 15 Minuten wieder zu 80% aufgeladen sein. Interessant: Beim Porsche „Mission E“ soll auch eine Aufladung via Induktion möglich sein.

Daimler fährt zweigleisig: Elektro- und Wasserstoffautos

Daimler verzeichnete nach seinen Plug-in-Hybrid Autos zuletzt sogar eine höhere Nachfrage, als das Unternehmen eigentlich gerechnet hatte. Mit der B-Klasse Electric Drive bietet Daimler bereits reine Elektroautos an, fährt aber zweigleisig und setzt weiter auch auf Wasserstoffautos mit Brennstoffzellen.

In 2017 soll es eine größere Anzahl von Brennstoffzellenfahrzeugen von Daimler geben, so Daimler-Chef Dieter Zetsche. Zudem soll ein Elektroauto mit 400 bis 500 km Reichweite kommen.

Build Your Dream (BYD) – Elektroauto-Marktführer aus China

BYD ist mit Abstand der größte Elektroauto-Hersteller in China. Bis Oktober 2015 hat BYD laut Statistik mehr als 43.000 Elektroautos weltweit verkauft – ein Zuwachs von 222% gegenüber dem Vorjahr.

Damit wuchs BYD im Bereich alternative Antriebe als Unternehmen deutlich schneller als alle anderen ausländischen Hersteller. Der Plug-in-Hybrid BYD Tang ist der Verkaufsschlager des Unternehmens, gefolgt vom BYD Qin und den beiden reinen Elektroautos BYD e5 und BYD e6.

General Motors (GM) und Opel setzen auf den Massenmarkt

Auch General Motors (GM) setzt klar auf alternative Antriebe und speziell auf den Elektroantrieb. Als Speerspitze gilt der Chevy Bolt EV, ein reines Elektroauto, das Ende 2016 auf den Markt kommen soll.

Der Chevy Bolt EV soll eine Reichweite von 320 Kilometern haben und rund 30.000 US-$ kosten. Bei der GM-Tochter Opel war man bislang mit dem Elektroauto Opel Ampera am Start, in 2016 soll ein deutlich kleinerer und kostengünstiger Nachfolger kommen.

Karma Automotive – der Herausforderer aus Kalifornien

Karma Automotive ist eine Tochter des chinesischen Automobilzulieferers Wanxiang Group und sitzt wie Tesla Motors ebenfalls in Kalifornien. Die vormals unter Fisker firmierende Karma Automotive versucht mit einem patentierten EVer Antrieb (zwei Elektromotoren, ein Benzinmotor) sowie einem regenerativen Bremssystem eine höhere Reichweite für seine Fahrzeuge zu erzielen.

Rein elektrisch schafft der Fisker Karma (408 PS) nur 83 km, schaltet sich der Benzinmotor hinzu, wird über einen Generator der Akku geladen und es stehen weitere 400 km Reichweite zur Verfügung.

Faraday Futures – der große Unbekannte

Über Faraday Futures ist bislang nur wenig bekannt. Lediglich, dass das Unternehmen in 2016 für 1,0 Mrd. US-$ eine neue Fabrik im US-Bundesstaat Nevada bauen will, um Elektroautos zu fertigen.

Im Januar 2016 pünktlich zur CES will Faraday Futures dann ein erstes Elektro-Konzeptfahrzeug präsentieren. Das Unternehmen beschäftigt eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 400 Mitarbeiter, darunter ehemalige Tesla- und BMW-Manager.

Nissan: meistverkauftes Elektroauto der Welt wird überarbeitet

Der Nissan Leaf ist das meistverkaufte Elektroauto auf der Welt. Seit der Markteinführung im Jahr 2010 konnten die Japaner mehr als 180.000 Nissan Leaf weltweit absetzen.

In 2016 soll eine neue Version des Nissan Leaf mit einer größeren Batterie (30 kWh) kommen, wodurch das Elektroauto dann eine Reichweite von 250 km schaffen soll – ein Zuwachs von 26% gegenüber dem Vorgängermodell.

Toyota setzt auf den Hybrid und auf die Brennstoffzelle

Nichts ist unmöglich bei Toyota – die Japaner sind klar im Aufwind. Der Toyota Prius ist das weltweit erfolgreichste Hybrid-Auto, inzwischen wurden über 3 Mio. Fahrzeuge dieses Typs weltweit verkauft. Der Toyota Prius war das erste Großserienmodell überhaupt mit integriertem Hybridantrieb.

In 2016 soll die vierte Generation des Toyota Prius kommen und zwar mit noch weniger Verbrauch (3,5 Liter Super auf 100 Kilometer). Inzwischen bietet Toyota den Hybridantrieb in vielen Modellen seiner Marken Toyota und Lexus an. Mit dem Toyota Mirai setzen die Japaner aber auch auf ein Wasserstoffauto – der Toyota Mirai ist das erste Großserienfahrzeug mit Brennstoffzelle.

Fazit: Alternative Antriebe gewinnen bei allen Unternehmen an Bedeutung

Branchenkenner wie Marco Piffaretti (Elektroauto-Pionier aus der Schweiz) gehen davon aus, dass schon in den nächsten 20 Jahren die Hälfte aller Fahrzeuge elektrisch auf den Straßen unterwegs sein wird.

Auch bei den großen deutschen Automobilherstellern setzt man klar auf die Elektromobilität, wenn um alternative Antriebssysteme geht. Im Konsortium „Initiative CharIN“ engagieren sich Daimler, Porsche, Opel, Volkswagen, BMW und inzwischen auch Audi um ein einheitliches Ladesystem.

Bis 2017 sollen im Rahmen des Förderprojektes der Bundesregierung SLAM (Schnellladenetz für Achsen und Metropolen) 400 neue Ladestationen entstehen.

Der Paradigmenwechsel in Automobilindustrie eröffnet nicht nur den einzelnen Autoherstellern neue Chancen, sondern auch Anleger, die sich frühzeitig bei den richtigen Unternehmen bzw. Vorreitern der Branche engagieren.

2. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands