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Grün und fair: Mit ethischen Standards lässt sich Geld verdienen

Korruption und Kinderarbeit, Umweltgefährdung oder Waffengeschäfte, wer als Anleger diese Probleme vermeiden will, bevorzugt nachhaltige Aktien.

Die Kunst besteht darin, keine Renditeverluste durch ein einseitiges Investment zu riskieren und soziale bzw. ökologische mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit zu verbinden.

Nachhaltige Aktien mit besserer Performance

Tatsächlich schließen sich Profit und Verantwortungsbewusstsein nicht aus. Im Gegenteil. Eine Reihe von Untersuchungen zeigt, dass nachhaltige Aktien langfristig deutlich besser abschneiden als der Marktdurchschnitt. Einer Studie der führenden grünen Rating-Agentur Oekom Research zufolge lag deren Performance zwischen 2004 und 2011 ganze 15% über der des Vergleichsindex MSCI World. Bestätigt wurde dieses Ergebnis durch eine jüngere Untersuchung der Universität Oxford.

Doch was bedeutet Nachhaltigkeit? Ja nach Land und Kultur sind die Wertvorstellungen im Detail mitunter verschieden. Wer nicht gerade in ethische Fonds investieren und sich nicht von der Beratung nachhaltiger Banken abhängig machen will, kann sich an Nachhaltigkeitsindizes orientieren. Der Öko-Aktienindex nx-25 oder der Natur-Aktien-Index (NAI) etwa selektieren Unternehmen nach einer Liste mit etlichen Positiv- und Negativkriterien.


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Eine andere Möglichkeit ist, beispielsweise auf der Website der Frankfurter Börse unter der Rubrik Nachhaltigkeit zu recherchieren. Hier findet man auch Bewertungen, die sich nicht nur an Fundamentaldaten orientieren, sondern zusätzlich an Kennzahlen wie ökologische und soziale Verträglichkeit.

Agenturen setzen ethische Standards

Was das im Einzelnen ist, wird unter anderem von spezialisierten Rating-Agenturen benannt. Zwei der bekannteren sind Eiris in London oder Oekom Research in München. Sie setzen mit stets weiterentwickelten Kriterien Standards, die internationale Beachtung finden.

Inhaltlich aber sind Zuordnung und Abgrenzung alles andere als einfach. Wie weit geht die Verantwortung in der Wertschöpfungskette? Ist Alkohol in jedem Fall ein kontroverses Geschäftsfeld? Lässt sich Geschlechterdiskriminierung gar an Frauenquoten festmachen?

Vieles ist im Fluss und es gibt bis heute keinen einheitlichen Katalog zur ethischen Bewertung. Abgeleitet von den drei Grundpfeilern Kultur-, Sozial- und Naturverträglichkeit kommen die Agenturen auf gut 850 Einzelkriterien, aus denen 100 ausgefiltert werden.

Nachhaltigkeit als Risikomanagement

Auf dieser Grundlage sortieren sie dann auch Unternehmen, die negativ oder positiv auffallen. Zu den bisherigen Negativkandidaten zählen Exxon Mobile, Bayer, Apple oder Toyota. Es geht um Umweltaspekte genauso wie Menschenrechte und Arbeitsbedingungen bei Zulieferern, aber auch die faire Behandlung von Minderheitsaktionären. Positiv bewertet wurden etwa Linde, BASF, SAP oder Puma. Die Liste ändert sich in regelmäßigen Abständen, die Firmen nehmen sie zusehends ernst.

Unabhängig von individuellen ethischen Schwerpunkten haben für Anleger Unternehmen, die sich nach den ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) richten, einen handfesten Vorteil: Mit Nachhaltigkeit betreiben sie Risikomanagement, vor allem zur Vermeidung unangenehmer Überraschungen mit Kapital- und Imageverlust.

Prominente Katastrophen sind die havarierte Ölbohrplattform Deep Water Horizon, die eingestürzte Nähfabrik in Bangladesh, Stichwort inhumane Arbeit in der Textilbranche, oder die Korruptionsaffäre bei Siemens. Allein schon wegen der Reaktionen der Investoren achten immer mehr Unternehmen auf Nachhaltigkeit.

Insgesamt finden Anleger nachhaltige Aktien in den verschiedensten Bereichen, was eine breite Risikostreuung erlaubt. Die reine Konzentration auf Umwelttechnik oder Erneuerbare Energien wäre eine riskante Einschränkung. Das haben nicht zuletzt die vielen Pleiten von Solarfirmen und Windparkbetreibern gezeigt.

27. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.