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Grundfreibetrag ab 2013: Stufenweise Erhöhung

Der Grundfreibetrag ist ein festgesetzter Betrag, der sicherstellt, dass bis zu einer bestimmten Grenze keine Steuern auf Einkommen erhoben werden dürfen. Damit wird sichergestellt, dass jedes Einkommen unter dem Existenzminimum nicht durch Steuern gemindert wird.

Der neue Existenzminimum-Bericht der Bundesregierung sieht vor, dass der Grundfreibetrag ab 2013 schrittweise erhöht werden muss.

Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer: Wie er zustande kommt

Die Einkommensteuer ist eine Personensteuer. Ihre Bemessungsgrundlage ist das Einkommen des einzelnen Steuerpflichtigen. Grundsätzlich bemisst sich die Einkommensteuer nach der Höhe des Gesamteinkommens. Auf dieses wird ein einheitlicher Steuertarif angewendet.

Die Rechtsgrundlage für die Einkommensteuer ist das Einkommensteuergesetz (EStG). Die Einkommenssteuer ist hauptsächlich vom Leistungsfähigkeitsprinzip geprägt. Dieses Prinzip legt auch fest, dass das Existenzminimum steuerfrei gelassen werden muss.

Dieses Existenzminimum ist die Grundlage für den Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer. Er geht auf das in der Verfassung verankerte Sozialstaatprinzip zurück, das den Staat verpflichtet, mittellose Bürger finanziell zu unterstützen.

Daher darf der Staat von einem Arbeitnehmer oder einem selbstständigen Unternehmer nur so viele Steuern verlangen, dass dieser mit dem Rest noch das Existenzminimum bestreiten kann.

Personen, deren Einkommen grundsätzlich unter dem Grundfreibetrag liegt, müssen keine Steuern zahlen. Alle anderen müssen den Teil ihres Einkommens versteuern, der über den Grundfreibetrag hinausgeht.

Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer: Erhöhung 2013 und 2014

Da die Lebenshaltungskosten in den letzten Jahren weiter gestiegen sind, wurde der Grundfreibetrag mehrfach angehoben. Auch der neue Existenzminimumsbericht der Bundesregierung fordert erneut eine Anhebung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer.

Die Bundesregierung hat den Anpassungsbedarf frühzeitig erkannt und mit dem Gesetzentwurf zum Abbau der kalten Progression eine Erhöhung des Grundfreibetrags vorgeschlagen. Ab dem 1. Januar 2013 liegt der Grundfreibetrag für Alleinstehende bei 8.130 € und für Ehepaare bei 16.260 €.

Damit wurde der Grundfreibetrag im Vergleich zum Vorjahr um 126 € erhöht. Ab dem Jahr 2014 wird der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer erneut angehoben und zwar auf 8.354 € für Alleinstehende und 16.708 € für Verheiratete.

Das ist eine Erhöhung des Grundfreibetrags um weitere 224, insgesamt also 350 €, zwei Euro mehr als im Existenzminimumbericht gefordert. Für Rentner gelten gesonderte Einkommensteuerregelungen.

Am Eingangssteuersatz von 14 % ändert sich nichts. Personen, deren Einkommen den neuen Grundfreibetrag von 8.130 € also nicht überschreitet, sind von der Einkommenssteuer befreit.

21. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.