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Stichwort Existenzminimum: Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer

Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer dient dazu, das verfassungsrechtlich gebotene Existenzminimum für Arbeitnehmer und selbstständige Unternehmer zu sichern.

Damit ist der Grundfreibetrag eine Grenze, bis zu der der Staat keine Steuern auf das Einkommen erheben darf. Es ist für jeden Steuerzahler wichtig, diesen Grundfreibetrag und die Steuerregelungen zu kennen, um zu hohe Zahlungen oder Nachzahlungen vermeiden zu können.

Wichtiges über den steuerlichen Grundfreibetrag

Der Staat ist aufgrund des in der Verfassung verankerten Sozialstaatsprinzips dazu verpflichtet, mittellose Bürger zu unterstützen.

Außerdem schreibt die Verfassung vor, dass der Staat von einem Arbeitnehmer nur so viel Steuern verlangen darf, dass dieser mit dem restlichen Teil das Existenzminimum bestreiten kann.

Jeder einkommensteuerpflichtige Bürger in der Bundesrepublik Deutschland hat Anspruch auf diesen steuerlichen Grundfreibetrag. Die Höhe der zu zahlenden Einkommensteuer hängt von der Höhe des Verdienstes ab.

Die Bemessung des Grundfreibetrags richtet sich danach, ob eine Person alleinstehend oder verheiratet ist. Für Rentner gibt es außerdem gesonderte Regelungen zum steuerlichen Grundfreibetrag.

Aber auch für Rentner gilt grundsätzlich: Alle, deren Einkommen aus Renten, Immobilien oder Sonstigem den Grundfreibetrag nicht überschreiten, sind auch nicht steuerpflichtig. Dennoch sollten sich Steuerzahler beim Finanzamt darüber informieren, wie viele Steuern sie zahlen müssen.

Grundlage des Grundfreibetrags: Der Existenzminimumbericht

Der Grundfreibetrag stellt also sicher, dass Einkommen unter der Grenze des Existenzminimums nicht versteuert werden müssen. Die Bundesregierung erstellt alle zwei Jahre einen Existenzminimumbericht, nach dem der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer angepasst werden muss.

In dem Existenzminimumbericht wird untersucht, wie sich die Kosten für Ernährung, Kleidung, Hausrat, Miete und Heizung in den letzten zwei Jahren entwickelt haben. Wenn sich diese Kosten aus langfristiger Sicht erhöht haben, muss auch der Betrag zur Bestreitung des Existenzminimums angehoben werden.

Demzufolge wird auch der Grundfreibetrag angehoben. Die Berechnung des Existenzminimums erfolgt auf der Basis des geltenden deutschen Sozialhilferechts.

Bei der Berechnung werden folgende Komponenten berücksichtigt: Der Regelbedarf, der Bedarf für Bildung und Teilhabe von Kindern, Kosten der Unterkunft und Heizkosten einschließlich der Kosten für Warmwasserbereitung.

Zusätzlich garantiert der sogenannte Kinderfreibetrag, dass genügend Geld zur Verfügung steht, um die Kinderbetreuungskosten aufbringen zu können.

Damit soll die Deckung des Erziehungsbedarfs eines Kindes sichergestellt werden. Der steuerliche Grundfreibetrag geht mit dem Wandel der Zeit und wird an die steigenden Lebenshaltungskosten in Deutschland angepasst.

1. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.