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Grundfreibetrag für 2014: Die Änderungen im Überblick

Der Grundfreibetrag in Deutschland stellt sicher, dass Einkommen, die am Rande des Existenzminimums liegen, nicht durch Steuern gemindert werden.

Der neue Existenzminimumbericht der Bundesregierung gibt vor, den Grundfreibetrag ab 2013 zu erhöhen. Für Arbeitnehmer und selbstständige Unternehmer bedeutet das, dass sie bei den Abgaben entlastet werden.

Das Wichtigste über den Grundfreibetrag

Aufgrund des in der Verfassung verankerten Sozialstaatsprinzips ist der Staat dazu verpflichtet, bedürftigen Bürgern zu helfen. Außerdem darf der Staat von Arbeitnehmern nur so viel Steuern verlangen, dass mit dem restlichen Teil des Einkommens noch das Existenzminimum gesichert ist.

Die Höhe der zu zahlenden Einkommenssteuer hängt in Deutschland von der Höhe des Einkommens ab. Ist der Verdienst eines Arbeitnehmers allerdings so gering, dass er gerade noch zur Sicherung der persönlichen Existenz ausreicht, darf der Staat überhaupt keine Steuern verlangen.

Diese Grenze nennt man den Grundfreibetrag. Einkommen, die den Grundbetrag nicht überschreiten, sind daher nicht steuerpflichtig. Der Grundfreibetrag gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige, Auszubildende und Rentner und seine Höhe orientiert sich an den Regelsätzen für Hartz IV-Leistungen sowie an den durchschnittlichen Kosten für Unterkunft und Heizkosten.

Alle zwei Jahre erstellt die Bundesregierung einen Existenzminimumbericht, der untersucht, inwieweit sich die Kosten für Nahrung, Kleidung, Hausrat, Miete und Heizung entwickelt haben.

Der Grundfreibetrag für 2013 und 2014

Der neue Existenzminimumbericht der Bundesregierung sieht vor, dass der Grundfreibetrag erhöht werden muss. Dies soll in zwei Stufen geschehen, indem der Grundfreibetrag zunächst 2013 angehoben und dann 2014 erneut erhöht wird.

Im Februar 2013 wurde der Grundfreibetrag für 2013 rückwirkend zum 1. Januar 2013 um 126 € auf 8.130 € für Alleinstehende und 16.260 € für Ehepaare angehoben. Der Grundfreibetrag für 2014 steigt außerdem nochmals um weitere 224 € auf 8.354 € für Alleinstehende und 16.708 € für Verheiratete.

Insgesamt erhöht sich der Grundfreibetrag also um 350 €. Das sind 2 € mehr, als im Existenzminimumbericht gefordert wurden. Steuerzahler, deren Einkommen unterhalb dieses Grundfreibetrags liegt, müssen keine Steuern an das Finanzamt zahlen.

Grundsätzlich hängt der Grundfreibetrag von der jeweiligen Steuerklasse ab. Für Personen mit der Steuerklasse 1 gilt ein Grundfreibetrag. Ehepartner mit der Steuerklasse 3 profitieren von 2 Grundfreibeträgen für beide Ehepartner zusammen.

Für Verheiratete mit der Steuerklasse 4 dagegen gibt es für jeden Ehepartner einen eigenen Grundfreibetrag. Arbeitnehmer oder Selbstständige, die in die Steuerklasse 5 fallen, haben gar keinen Freibetrag.

11. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.