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Grundfreibetrag für Rentner: Wer Steuern zahlen muss

Durch die neuen Steuer- und Rentenregelungen müssen auch Rentner seit 2005 Steuern zahlen. Nach dem neuen System werden sie nicht anders behandelt als alle anderen Bürger.

Bis 2005 musste nur eine sehr überschaubare Zahl von Rentnern Steuern zahlen. Das waren zum Beispiel diejenigen, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung hatten.

Durch die neue Regelung sind viele weitere Rentner steuerpflichtig geworden – einige sogar, ohne etwas davon zu wissen. Das liegt an der jährlichen Erhöhung des steuerpflichtigen Rentenanteils und an den Rentenerhöhungen. Ob man als Rentner Steuern zahlen muss oder nicht hängt von mehreren Begebenheiten ab.

Grundsätzlich sind alle, deren Einkommen den Grundfreibetrag für Rentner nicht überschreiten, auch nicht steuerpflichtig. Trotzdem ist es wichtig, sich genau zu informieren, ob und in welchen Fällen man als Rentner vom Finanzamt zur Kasse gebeten wird.

Der Grundfreibetrag für Rentner: Erklärung auf einen Blick

In Deutschland stellt man durch den sogenannten Grundfreibetrag sicher, dass ein Einkommen, das gerade so das Existenzminimum deckt nicht durch Steuern gemindert wird. Es gibt also ein steuerfreies Existenzminimum und einen Festbetrag, der abgezogen werden kann.

Bis zu einer bestimmten Grenze bleibt die Rente demnach steuerfrei. Dann ist auch keine Einkommenssteuererklärung nötig. Der Grundfreibetrag für Rentner wurde 2013 angehoben. Seitdem beträgt der Grundfreibetrag für Alleinstehende 8.130 € und für Verheiratete 16.260 €.

Wer Steuern zahlen muss

Um zu ermitteln, ob man als Rentner Einkommenssteuer zahlen muss, muss man zunächst die Höhe der Rentenzahlung wissen. Wenn die jährliche Gesamtsumme der Rentenzahlungen die Höhe des Grundfreibetrags von 8.130 € für Alleinstehende, bzw. 16.260 € für Verheiratete nicht überschreitet, ist  man als Rentner nicht einkommensteuerpflichtig.

Übersteigt die jährliche Rentenzahlung diesen Freibetrag, muss man als Rentner lediglich für den Anteil, der über dem Grundfreibetrag liegt Steuern zahlen.

Die Pflicht zur Steuererklärung hängt grundsätzlich davon ab, ob der Betroffene eine Pension bzw. Arbeitslöhne auf Steuerkarte bezieht oder ob es sich um einen Rentner ohne solche Einnahmen handelt.

Liegt die Bruttorente allerdings höher als der Grundfreibetrag, ist der Ehepartner berufstätig oder liegen andere Einkünfte vor, kommen Rentner an der Steuererklärung jedoch nicht vorbei.

Für Rentner ist es wichtig, diese neuen Steuerforderungen nicht einfach zu ignorieren. Im schlimmsten Fall schätzt das Finanzamt die Besteuerungsgrundlage und kann auf die so festgesetzte Steuer noch dazu einen Verspätungszuschlag fordern.

Viele Senioren müssen aber nach Abzug einiger absetzbarer Kosten, die die Steuerbemessungsgrundlage für die Rentenhöhe mindern, gar keine Steuern mehr Zahlen.

Zu den absetzbaren Kosten zählen Beiträge für die Krankenversicherung, Beiträge für Haftpflicht- und Unfallversicherungen, Ausgaben für Haushaltshilfen, Handwerker und Pflegedienste, Kirchensteuer, Parteibeiträge, Spenden, Ausgaben für Arztbehandlungen, Medikamente und Kuren und Ausgaben für Gewerkschaften und Rentenberater.

Nach Abzug dieser Kosten bleibt für viele Rentner nicht mehr als der Grundfreibetrag übrig und sie sind somit wieder von der Steuerlast befreit.

11. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.