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Grundpfandrecht löschen kann teuer werden und ist häufig nicht nötig

Wer eine Immobilie baut oder kauft, muss hierfür meist einen Kredit einer Bank in Anspruch nehmen. Im Gegenzug muss der Bank in aller Regel eine sogenannte Grundschuld gewährt werden, welche als Sicherheit zu verstehen ist.

Sollte der Kreditnehmer seinen Zahlungen nicht nachkommen können, kann die Bank auf diese Weise ihre Interessen durchsetzen und die Immobilie notfalls zwangsversteigern lassen.

Wenn der Kredit getilgt ist, lassen viele Kreditnehmer das Grundpfandrecht löschen, was zunächst kein Problem und ihr gutes Recht ist. Doch nicht in jedem Fall ist dies auch sinnvoll.

Grundpfandrecht – was genau dahinter steckt

Die Grundpfandrechte sind in Deutschland gesetzlich geregelt. Hierzu zählen neben der Grundschuld auch die Hypothek und die Rentenschuld.

Am weitesten verbreitet zur Absicherung eines Immobilienkredits ist jedoch die Grundschuld. Diese wird im Grundbuch eingetragen und sichert dem Kreditgeber Zugriff auf das Grundstück zu, falls der Kreditnehmer zahlungsunfähig wird.


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Da die Immobilienfinanzierung ohne einen Kredit – und damit ohne eine Grundschuld –  für die meisten Menschen nicht möglich ist, stellt die Grundschuld einen sehr wichtigen Baustein in der Finanzierung dar.

Das Grundpfandrecht bzw. die Grundschuld lässt sich erst dann aus dem Grundbuch löschen, wenn der Kredit vollständig getilgt ist. Viele Eigenheimbesitzer tun dies dann auch unverzüglich, was aber nicht immer die richtige Entscheidung ist.

Gründe für eine Löschung der Grundschuld

Die Gründe dafür, dass Eigentümer das Grundpfandrecht löschen lassen, sobald der Kredit abbezahlt ist, sind unterschiedlich. Bei vielen Menschen ist es einfach das gute Gefühl, mit der Löschung die Immobilie nach langen Jahren endlich richtig und vollständig zu besitzen.

Bei anderen Eigentümern ist es die Angst, dass die Bank trotz erfolgter Kredittilgung Zugriff auf die Immobilie haben könnte. Diese Sorge ist jedoch unbegründet, da die Bank für eine Zwangsversteigerung nachweisen müsste, dass der Eigentümer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen ist.

Man kann sich als Eigentümer jedoch zusätzlich von der Bank eine kostenlose Verzichtserklärung und Löschungsbewilligung aushändigen lassen. Damit bestätigt die Bank die komplette Tilgung des Kredits.

Grundschuld bei Verkauf der Immobilie und bei Neukredit

Vielfach wird auch angeführt, dass eine Immobilie mit ungelöschter Grundschuld einen niedrigeren Wiederverkaufswert habe. Doch auch dies ist in der Regel nicht richtig. Wenn der Käufer die Grundschuld neu eintragen lassen muss, zahlt er hierfür meist mehr Geld, als er für eine Übernahme der bestehenden Grundschuld zahlen müsste.

Lässt der vormalige Eigentümer die Grundschuld also eingetragen, so kann dies dem Käufer der Immobilie eine Ersparnis von mehreren hundert Euro einbringen.

Wenn man das Grundpfandrecht löschen lässt, sollte man zuvor einen weiteren Punkt bedenken: Auch ein späterer Kredit könnte über die noch eingetragene Grundschuld abgesichert werden. Ist in Zukunft beispielsweise mit größeren Sanierungsmaßnahmen zu rechnen, ist dies ein Aspekt, der durchaus eine Rolle spielen sollte.

Löscht man erst die Grundschuld, um sie später für einen neuen Kredit neu eintragen zu lassen, würden auf diese Weise unnötige Kosten entstehen, denen keine Vorteile gegenüberstehen.

Fazit: Es kann zwar ein gutes Gefühl sein, durch die Löschung der Grundschuld einen Schlussstrich zu ziehen. Mögliche Kostenersparnisse durch die Nichtlöschung sollten jedoch bedacht werden.

7. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.