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Grundschuld löschen – in diesen Fällen geht´s auch ohne Notar

Kann man eine Grundschuld löschen ohne Notar? Diese Frage kommt spätestens dann auf, wenn deutlich wird, wie hoch die Kosten für eine Löschung sein können. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Es kommt ganz auf die Konstellation an.

Notar je nach Fall teilweise vermeidbar

Wer eine Grundschuld löschen will, kann den Notar zumindest teilweise vermeiden. Das wiederum ist abhängig von einigen Fallvarianten.

Zunächst kann man sich entscheiden, ob man eine Grundschuld vollständig, nur teilweise oder gar nicht löschen will. Letztere Möglichkeit besteht dann, wenn die Grundschuld anstatt sie zu löschen abgetreten wird.

Dies empfiehlt sich dann, wenn etwa eine andere Bank bessere Kreditkonditionen bietet und die Grundschuld auf sie einfach übertragen wird. Ähnlich beim Hausverkauf, wenn der Käufer eine Grundschuld übernimmt und sie nahtlos für einen Kredit zum Renovieren oder Umbau verwenden kann.


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Notarkosten sparen bei der Abtretung

Vorteil: Bei einer Abtretung entfallen Löschung und Eintragung einer neuen Grundschuld sowie die damit verbundenen Kosten.

Was den Notar angeht, so bedarf es hier weder der Beurkundung einer Löschungsbewilligung noch eines Löschungsantrags oder der Notarsurkunde für eine neue Grundschuld. Der Notar wird lediglich zur Beurkundung der Abtretungserklärung aktiv. Notarkosten bei einer Grundschuld über 150.000 €: 70 € ohne MwSt.

Teillöschung kostet mehr

Eine andere Möglichkeit ist die Teilabtretung bzw. Teillöschung. Wenn etwa 50.000 € abbezahlt sind, so kann dieser Betrag gelöscht werden. In diesem Fall muss zusätzlich zur Teilabtretungserklärung die Teillöschungserklärung beurkundet werden. Damit ist wieder der Notar im Spiel. Das kostet 32,59 € mehr als bei der Abtretung.

Kaum Einsparmöglichkeiten bei der Löschung

Bei einer vollständigen Löschung ohne Neubegründung müssen Löschungsantrag und –bewilligung beurkundet werden. Notarkosten: 2 Mal 70 €.

Bei diesen Vorgängen kann man durch Eigeninitiative vermeiden, dass der Notar beispielsweise Auswärtsgebühren von meist 50 € verlangt, weil er dafür eigens zur Bank geht. Die Formulare kann man selbst zum Notar bringen, oder auch zum Grundbuchamt, was weitere 28 € spart.

Sparkassen beurkunden ohne Notar

Ohne Notar geht es, wenn der Gläubiger keine Bank, sondern eine Sparkasse ist. Sparkassen sind „siegelberechtigt“ und können Löschungsanträge und –bewilligungen selbst beurkunden.

Das ergibt sich aus ihrer Stellung als öffentlich-rechtliche Kreditinstitute. Für die Freien Sparkassen gilt dies aber nicht. Sie sind privatrechtlich organisiert und unterstehen keiner Kontrolle durch die Gemeinde oder den Landkreis. Bei ihnen kommt man um einen Notar nicht herum.

Hessens Ortsgerichte ersetzten Notarsbeurkundung

Ebenso wenig, wenn eine Bank in der Grundschuld als Gläubiger eingetragen ist. Einzige Ausnahme: das Bundesland Hessen. Dort ist die öffentliche Beglaubigung von Unterschriften und Abschriften als Dienstleistung der Ortsgerichte geregelt, gerade auch was Grundstücke angeht. Die Unterschrift durch das Ortsgericht ersetzt die Notarsbeurkundung, die in allen anderen Bundesländern erforderlich ist. Die Gebühr beträgt meist 10 €.

Öffentlich-rechtliche Sparkassen und die hessischen Ortsgerichte sind die einzige Möglichkeit, eine Grundschuld ohne Notar zu löschen. Die Alternative zur einfachen Löschung ist allenfalls, die Grundschuld stillzulegen. Dafür ist nur die Verzichtserklärung und Löschungsbewilligung der Bank nötig. Der Vorteil: Die Grundschuld lässt sich bei neuem Kreditbedarf einfach wieder aktivieren – ebenfalls ohne Notarkosten.

10. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.