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Grundsteuer: Erstattung nur für Gebäude

Ganz zentrale Voraussetzung ist zunächst einmal, dass es sich bei Ihrem Vermietungsobjekt um ein bebautes Grundstück handelt.

Sicherlich ist das typische Vermietungsobjekt ein Mehrfamilienhaus.

Bedenken Sie jedoch, dass über diese Voraussetzungen unbebaute Grundstücke ausscheiden. Sofern Sie daher bei einem unbebauten Grundstück eine Ertragsminderung erleiden mussten, können Sie nicht mit einem Grundsteuererlass rechnen.

Sie dürfen die Ertragsminderung nicht verschuldet haben

Das Gesetz schreibt vor, dass Sie als Vermieter und Steuerschuldner der Grundsteuer die eingetretene Ertragsminderung bei Ihren Mieteinkünften nicht verschuldet haben.

Sie dürfen auch keinerlei Einflussmöglichkeiten auf die Ursache oder die Gründe für die Ertragsminderung gehabt haben. Dies ist beispielsweise bei Hochwasser, Erdbeben, Hagelschäden, Wirbelstürmen oder anderen Naturkatastrophen der Fall.

Struktureller Leerstand ist nicht Ihre Schuld

Falls der Leerstand oder auch nur die Ertragsminderung bei Ihrer Immobilie auf strukturelle, wirtschaftliche Schwierigkeiten der gesamten Region zurückzuführen sind, kann dies nicht zu Ihren Lasten gehen.


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Schon 2007 haben sowohl der gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes in seinem Beschluss vom 24.04.2007 als auch der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 24.10.2007 entschieden, dass nicht nur atypische und vorübergehende Ertragsminderungen, beispielsweise aufgrund einer Naturkatastrophe, den teilweisen Grundsteuererlass rechtfertigen(Az. GmS-OGB-1/07 und BFH II R 5/05).

Vielmehr bekommen Sie auch einen Teil der zuvor entrichteten Grundsteuer wieder, wenn der Leerstand oder die Mindereinnahmen Ihrer Immobilie auf strukturelle Schwierigkeiten der gesamten Region zurückzuführen sind.

Unter strukturellen Schwierigkeiten versteht man dabei, wenn die komplette Umgebung in wirtschaftlicher Hinsicht „schwächelt“.

So errechnen Sie die Höhe Ihrer Grundsteuererstattung

Die Höhe Ihrer Grundsteuererstattung hängt dabei wesentlich davon ab, wie hoch Ihre Ertragseinbußen waren. Zwei Möglichkeiten sind dabei gegeben:

  1. Wenn Sie eine Minderung Ihrer normalerweise erzielten Jahresmiete von mehr als 50% in Kauf nehmen mussten, erhalten Sie immerhin 25% der gezahlten Grundsteuer zurück. Die genaue Höhe der Ertragsminderung ist durch Gegenüberstellung der tatsächlich erzielten Jahresmiete des zu betrachtenden Jahres zur üblicherweise erzielten Jahresmiete zu ermitteln. Wenn Sie daher nicht über 50% Mieteinbußen haben, erfolgt auch keine teilweise Erstattung der Grundsteuer.
  2. Falls Sie überhaupt keine Miete mehr erzielen konnten, weil die Immobilie ganzjährig leer stand, können Sie 50% der gezahlten Grundsteuer zurückverlangen. Diese 50% stellen jedoch die Obergrenze der Grundsteuererstattung dar.

Achten Sie auf den fristgemäßen Antrag

Sind die genannten Voraussetzungen erfüllt, trennt Sie nur noch ein Antrag von der teilweisen Rückerstattung Ihrer Grundsteuer. Stellen Sie den Antrag immer an die Behörde, die den Grundsteuerbescheid erlassen hat.

In aller Regel sind dies die jeweiligen Gemeinden, lediglich in den Stadtstaaten wie Berlin oder Hamburg kann der Bescheid auch vom Finanzamt kommen.

Unbedingt zu beachten ist jedoch die Fristgebundenheit des Antrags. Diesen müssen Sie nämlich bis zum 31. März des Folgejahres (für 2009 also bis zum 31.03.2010) stellen. Wer die Frist nicht einhält, hat keine Chance auf eine Rückerstattung, denn eine Verlängerung der Frist ist nicht möglich.

Stichtag 31. März: Reduzieren Sie Ihre Grundsteuer bei Mietausfällen

Wie jedes Jahr sollten Sie als Vermieter prüfen, ob nicht eine teilweise Grundsteuererstattung für das vergangene Jahr möglich ist. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind die Voraussetzungen schnell erfüllt.

Ein solcher Grundsteuererlass ist von Gesetzes wegen grundsätzlich immer dann möglich, wenn Sie mit Ihrem Vermietungsobjekt eine wesentliche Ertragsminderung hinnehmen mussten. Was unter einer „wesentlichen Ertragsminderung“ zu verstehen ist, definiert das Gesetz genau.

Leider sind hier die Kriterien im Gegensatz zu früher ein wenig strenger geworden. Worauf Sie im Einzelnen achten müssen, finden Sie hier:

14. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.