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Grundsteuer: Nebenkostenabrechnung darf sie einbeziehen

In Deutschland erheben die Gemeinden für Immobilien und Grundstücke eine Grundsteuer.

Die Gemeinden können ihre Höhe bestimmen, indem sie den Hebesatz festlegen.

Dieser wird mit dem vom Finanzamt bestimmten Steuermessbetrag multipliziert.

Außerdem kann der Gemeinderat auch entscheiden, keine Grundsteuer zu erheben.

Grundsätzlich ist es meistens so, dass in städtischen Bereichen höhere Hebesätze gelten als in ländlichen Gegenden.

Die Bewertung erfolgt aber nicht willkürlich: Das Bewertungsgesetz und das Grundsteuergesetz schreiben vor, wie die Berechnung der Grundsteuer zu erfolgen hat.

Grundsteuer: Nebenkostenabrechnung nach § 2 Betriebskostenverordnung

Die Grundsteuer stellt einen der größeren Posten der Nebenkostenabrechnung dar. Für Vermieter ist daher § 2 der Betriebskostenverordnung besonders interessant:


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Danach zählen die laufenden öffentlichen Lasten eines Grundstücks zu den umlagefähigen Nebenkosten. Dazu gehört ausdrücklich die Grundsteuer.

In der Nebenkostenabrechnung sollte der Vermieter daher die Grundsteuer mit einbeziehen, um nicht allein auf den Kosten sitzenzubleiben.

Grundsteuer muss in Nebenkostenabrechnung enthalten sein

In § 556 des Bürgerlichen Gesetzbuchs finden sich Regelungen bezüglich der Betriebskosten.

Grundsätzlich kann vereinbart werden, dass der Mieter Betriebskosten trägt. Dafür ist aber eine eindeutige Regelung im Mietvertrag notwendig.

Wird so eine Regelung nicht getroffen, kann der Mieter an den Kosten nicht beteiligt werden.

Daher müssen bezüglich der Umlegung der Grundsteuer entsprechende Formulierungen im Mietvertrag enthalten sein. Gibt es Unklarheiten im Vertrag, so geht das immer zu Lasten des Vermieters, sodass er allein für die Grundsteuer aufkommen muss.

Das lässt sich vermeiden, indem schon im Mietvertrag auf § 2 der Betriebskostenverordnung verwiesen wird.

Die Grundsteuer wird meist nach dem Flächenmaßstab umgelegt. Das heißt, sie wird anteilig nach der Wohnfläche der einzelnen Wohnung auf den Mieter umgelegt.

Dieser sogenannte Verteilerschlüssel muss auch im Mietvertrag festgelegt werden. Der Flächenmaßstab ist als gesetzlicher Maßstab vorgesehen, andere Verteilerschlüssel können aber auch vertraglich bestimmt werden.

Bei etwa gleicher Größe der Wohnungen beispielsweise kann die Aufteilung auch nach Anzahl der Wohneinheiten erfolgen.

Grundsteuer wird bei Eigentumswohnung für Wohneinheiten erhoben

Bei Eigentumswohnungen wird die Grundsteuer nicht für das ganze Gebäude, sondern für die einzelnen Wohneinheiten erhoben.

Handelt es sich bei einer vermieteten Wohnung um eine Eigentumswohnung, ist die Umlage der Grundsteuer daher besonders einfach, da kein Verteilerschlüssel benutzt werden muss.

Umlage der Grundsteuer muss vereinbart werden

Für Vermieter ist also wichtig: Damit sie nicht auf der Grundsteuer sitzen bleiben, muss die Umlage im Mietvertrag eindeutig geklärt werden. Nach § 2 der Betriebskostenverordnung zählt die Grundsteuer als laufende öffentliche Last zu den umlagefähigen Nebenkosten.

Daher sollte im Mietvertrag auf diese Verordnung Bezug genommen werden, um Unklarheiten zu vermeiden.

26. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.