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Grundsteuer: Umlagefähige Nebenkosten

Die Grundsteuer ist eine laufende öffentliche Last des Gebäudes.

Nach § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) darf sie deshalb als Betriebskosten in der Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt werden.

Die Auflistung der Betriebskosten muss die Grundsteuer ausdrücklich enthalten, damit sie umgelegt werden kann.

Sie wird zunächst pauschal für das ganze Gebäude berechnet.

Mit der Nebenkostenabrechnung wird sie dann anteilig auf die einzelnen Wohneinheiten verteilt.

Grundsteuer: Umlage nach dem Flächenmaßstab

Meistens wird die Grundsteuer nach dem Flächenmaßstab anteilig für die einzelnen Wohnungen berechnet.

Das heißt, der prozentuale Anteil der Wohnungsfläche an der Gesamtfläche des Gebäudes ist gleichzeitig der fällige Anteil der Grundsteuer.

Grundsteuer auf verschiedene Arten umlagefähig

Es sind aber auch andere Verteilerschlüssel zulässig, um den Wohneinheiten ihren entsprechenden Anteil an der Grundsteuer zuzuordnen. Im Mietvertrag muss geregelt sein, welcher davon Anwendung finden soll.


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Mit der Unterzeichnung des Vertrags akzeptiert der Mieter die vom Vermieter gewählte Art der Aufteilung.

Neben dem Flächensmaßstab kann die Aufteilung der Grundsteuer auch nach der Anzahl der Wohneinheiten erfolgen.

Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die einzelnen Wohnungen in ihrer Größe annähernd gleich sind.

Eine weitere Möglichkeit der Aufteilung ist die Umrechnung nach der Personenzahl.

Dies ist aber eher für verbrauchsabhängige Nebenkosten üblich und wird nur selten auf die Umlegung der Grundsteuer angewendet.

Mieter hat Recht auf nachvollziehbare Nebenkostenabrechnung

Die Grundsteuer stellt einen der größeren Posten in der Nebenkostenabrechnung dar. Sie ist damit neben den Energiekosten, Warmwasser, Straßenreinigung und Müllbeseitigung einer der wesentlichen Bestandteile der Betriebskosten.

Der Mieter hat das Recht auf eine verständliche und übersichtliche Aufstellung der Nebenkosten. Daher muss auch die Grundsteuer nachvollziehbar auf die einzelnen Wohnungen aufgeteilt werden.

Bei Eigentumswohnungen fällt die Grundsteuer direkt für die einzelnen Wohneinheiten an. Der Hausverwalter berechnet dem Eigentümer ein Hausgeld, das für Instandhaltung und Betrieb der Wohnung anfällt.

Darin ist die Grundsteuer nicht enthalten, sie fällt gesondert an.

Im Falle der Vermietung einer Eigentumswohnung ist die Umlage der Grundsteuer daher besonders einfach. Der Vermieter kann den Grundsteuerbescheid als Grundlage seiner Berechnung verwenden.

Dies muss aber im Mietvertrag vereinbart worden sein.

Grundsteuer ist umlagefähig

Die Grundsteuer zählt also zu den umlagefähigen Nebenkosten, da sie eine laufende öffentliche Last des Gebäudes darstellt.

Allerdings muss der Mieter sie nur dann anteilig zahlen, wenn sie in der Nebenkostenabrechnung nachvollziehbar und übersichtlich für die einzelnen Wohneinheiten berechnet wird.

Bei der Berechnung sind verschiedene Verteilerschlüssel zulässig. Je nach Art des Wohngebäudes kann der am besten Passende gewählt werden.

Im Mietvertrag muss geklärt werden, welcher im Mietverhältnis Anwendung finden soll.

7. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.