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Günstigerprüfung: Anlage KAP macht es möglich

Die „KAP“-Anlage hilft dabei, Versäumnisse bei den Freistellungsaufträgen zu beheben. Dabei gibt es 2 Fälle:

Fall 1: Zu niedriger Freistellungsauftrag

Falls Sie Ihren Freistellungsauftrag zu niedrig beantragt haben, können Sie Ihre Ansprüche auch noch nachträglich geltend machen. Zinserträge sind bis zu einer Höhe von 801 € bei Singles und 1.602 € bei Ehepaaren steuerfrei.

Fall 2: Eigener Steuersatz liegt unter 25%

Eine Jahressteuerbescheinigung kann auch dann sinnvoll sein, wenn Ihr Steuersatz unter dem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent liegt. In diesem Fall können Sie auf der Anlage KAP die Günstigerprüfung beantragen. Dadurch wird Ihr persönlicher Steuersatz für Ihre Zinserträge berücksichtigt. Eine Bescheinigung der Bank sollten Sie dann beantragen, wenn das zu versteuernde Einkommen aller Voraussicht nach eine Summe von 15.000 € nicht übersteigt

Bei Verheirateten verdoppelt sich diese Summe entsprechend auf 30.000 €. Dadurch können Sie sich zu viel gezahlte Abgeltungssteuer und Einkommenssteuer vom Fiskus zurückholen – die Anlage KAP macht’s möglich. Für Kapitalerträge haben Sie Freibeträge von 801 € für Ledige und 1.602 € für Verheiratete.

Bis zu dieser Höhe zahlen Sie keine Abgeltungssteuer. Nur: dies müssen Sie Ihrer Bank vorab mitteilen. Sie müssen einen Freistellungsauftrag erteilt haben, sonst führt die Bank die Steuer ab. Holen Sie sich diese im Fall des Falles jetzt wieder zurück.

Der Hintergrund: Freistellungsaufträge „vergessen“

Die „KAP“-Anlage hilft dabei – wer zu wenig Freibeträge bei einer Bank angegeben hat oder überhaupt keinen Freistellungsauftrag erstellt hat, kann den Mangel mit der „KAP“-Anlage beheben. Sie erhalten dann einfach die Abgeltungssteuer zurück.

Das kann sich lohnen. Ein kurzes Rechenbeispiel dazu: 800 € * 28% (inklusive Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) entsprechen 226 € Abgeltungssteuer. Wenn Sie sich die (und dann netto!) sichern, lohnen sich etwa 10 Minuten Aufwand sicher.

Verluste bei der einen, Gewinne bei der anderen Bank

In der Praxis teilen sich viele Investoren die Depots a) entweder nach dem Zeitpunkt der Investments oder b) nach den Risiken ein. Beides kann dazu führen, dass Sie in einem Geschäftsjahr auf einem Depotkonto Verluste erwirtschaften und auf dem anderen Gewinne. Sparen Sie mit der „KAP“-Anlage jetzt Abgeltungssteuer auf die Gewinne.

Die Institute gleichen die Daten nicht miteinander ab. Das führt dazu, dass die „Gewinner“-Bank Abgeltungssteuern abführt und die „Verlierer“-Bank die Verluste einfach nur vorträgt. Das heißt für Sie:

Steuererklärung gleicht Verluste und Gewinne aus

Falls Sie mehrere Wertpapierdepots bei verschiedenen Banken haben, füllen Sie die „KAP“-Anlage aus. Nur über diese werden die Steuern tatsächlich verrechnet.

GeVestor.de-Empfehlung: dafür brauchen Sie noch eine Verlustbescheinigung von Ihrem depotführenden Institut. Diese fügen Sie Ihrer Steuerbescheinigung an. Den Antrag auf diese Verlustbescheinigung (einfach per Telefon) müssen Sie auch dann stellen, wenn Sie mit einem Steuerberater zusammenarbeiten.

6. April 2010

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.