Nachhaltigkeitsfonds: Gute Rendite mit reinem Gewissen

Umwelt-Themen wie die Energiewende liegen nicht nur im Trend, sie bieten auch gute Rendite-Chancen. Nachhaltigkeitsfonds eröffnen Anlegern hierzu alle Möglichkeiten.

Das steckt hinter Nachhaltigkeitsfonds

Bei ihnen handelt es sich um Offene Investmentfonds, deren Strategie nicht nur auf das Erreichen einer möglichst hohen Rendite zielt.

Nein, bei Finanz-Produkten dieser Art geht es gleichzeitig um ethische Aspekte.

Nachhaltigkeitsfonds werden auch als „ethisch-ökologische Fonds“ oder kurz als „Ethikfonds“ bezeichnet.

Ethisch orientierte Fonds kommen in 1. Linie als Offene Aktienfonds daher, seltener handelt es sich um Rentenfonds.

Sie orientieren sich an ethischen Prinzipien und investieren i. d. R. nur in solche Gesellschaften, die nachhaltig agieren.

Nach Angaben des Sustainable Business Institute (SBI) sind derzeit insgesamt 415 nachhaltige Publikumsfonds in Österreich, Deutschland und/oder der Schweiz zum Vertrieb zugelassen.

Das Investitions-Volumen beläuft sich summa summarum auf mehr als 70 Mrd. €. Gut aufgestellte Nachhaltigkeitsfonds sind auch für Privat-Anleger interessant, da sie sich als renditestark erwiesen haben.


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Bei ethischen Zielen kommt es auf den Standpunkt an

Neben dem finanziellen Ertrag der Anleger steht bei einem Fonds dieser Art die Unterstützung des jeweiligen ethischen Ziels im Vordergrund.

Das hierbei am häufigsten angewendete Prinzip ist das Ausschluss-Verfahren:

Unternehmen einzelner Branchen, Hersteller von speziellen Gütern oder Nutzer bestimmter Produktions-Verfahren können aus dem Investitionss-Spektrum ausgeschlossen sein.

Gesellschaften, die Ausschluss-Kriterien für Nachhaltigkeitsfonds erfüllen, können Betriebe der Waffen-Produktion, der Kernkraft- oder Chlorchemie-Industrie sein.

Darüber hinaus kann der Einsatz von Tierversuchen, Kinder- oder Zwangsarbeit – oder ganz allgemein Menschenrechts-Verletzungen – geächtet werden.

Auch das Prinzip der positiven Auswahl findet bei Nachhaltigkeitsfonds Anwendung: Dabei handelt es sich vielfach um Themenfonds zu den Anlagebereichen Wasser, Solar-Energie oder Abfall-Entsorgung.

Da Unternehmen dieser Branchen unmittelbar mit ethischen oder ökologischen Fragestellungen beschäftigt sind, gelten hierin investierte Fonds selbst als Ethik- oder Ökofonds.

Eingeschränktes Anlage-Spektrum als möglicher Nachteil

Die Streuung eines Anlage-Portfolios wird auch Diversifikation genannt. Auf diese Weise definiert sich die Größe des möglichen Anlage-Universums eines Fonds.

Eine Reduzierung jenes Anlage-Ununiversums durch ethische Regeln kann zu einer Veränderung des Risikos sowie der Rendite-Erwartungen führen.

Da so möglicherweise ganze Wirtschafts-Sektoren wegfallen, können entscheidende Anlage-Möglichkeiten zur Optimierung des Portfolios nicht genutzt werden.

Überdurchschnittliche Renditen bei Nachhaltigkeitsfonds nicht ausgeschlossen

Allerdings hat sich v. a. in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass gerade mit nachhaltigen Investments überdurchschnittliche Renditen erzielt werden konnten.

Nachhaltigkeitsfonds profitierten beispielsweise vom Atom-Ausstieg in Deutschland, der sogenannten Energiewende.

Die schwindende Bedeutung der Kernenergie nach der Erdbeben-Katastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 kann hier als Ursache angesehen werden.

Beispiele für besonders erfolgreiche Nachhaltigkeitsfonds sind der LYXOR UCITS ETF World Water D sowie der KBC Eco Fund Water (thes.).

Beide Fonds erzielten in den zurückliegenden 5 Jahren eine Performance von mehr als 100%.

Auch Sie als Privat-Anleger können von den ökologischen Trends profitieren.

1. Oktober 2014

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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