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Haben Sie’s gelesen? Immobilien in Städten sind überbewertet?!

Immobilienpreise sind der Dreh- und Angelpunkt des Immobiliengeschäfts. Was passiert, wenn die Preise als „überteuert“ beschrieben werden? Und das auch noch von der Deutschen Bundesbank. Droht jetzt eine Korrektur bei den Preisen?

Im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank von Oktober 2013 schreibt die Bundesbank über „Die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien seit dem Jahr 2010: Einflussfaktoren und regionale Abhängigkeiten“.

Die Kommentare in der Presse haben Sie bestimmt gelesen. Kennen Sie auch den Bericht der Bundesbank?

Die Reaktion der Presse auf den Bericht der Bundesbank ist es wert, dass wir uns einmal genauer mit den Aussagen der Bundesbank befassen.

In den kommenden Tagen wird es in meinen Beiträgen deshalb um Immobilienpreise, die Einschätzung der Immobilienpreise und die Entwicklung der Preise in den vergangenen Monaten gehen.

Die Überschriften in der Presse:

  • Immobilien bewegen sich jenseits von Gut und Böse (Handelsblatt)
  • Bundesbank warnt – Wohnungen in Innenstädten zu teuer (Frankfurter Allgemeine)
  • Bundesbank warnt schon vor einer Blase – Soll ich jetzt noch in Immobilien investieren? (Focus Online)

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  • Notenbank: Viele Immobilien sind überteuert (Badische Zeitung)
  • Bundesbank: Immobilien in Hamburg sind bis zu 20 Prozent zu teuer (Hamburger Abendblatt)

Wenn Sie nur auf die Überschriften schauen, dann sind Immobilien in Deutschland also 20% zu teuer. In der Badischen Zeitung steht zusätzlich die Schlussfolgerung, dass   „Preissteigerungen um bis zu 20 Prozent hält die Bundesbank für nicht gerechtfertigt.“

Die Ausgangslage kennen Sie:

Die Bundesbank schreibt: „Seit dem Jahr 2010 ist es zu einer Trendwende am deutschen Wohnimmobilienmarkt gekommen. Sie zeigt sich in kräftig steigenden Preisen, vermehrten Transaktionen und umfangreicher Neubauaktivität.“

„Der Befund, dass sich beispielsweise Geschosswohnungen im Durchschnitt sieben deutscher Großstädte seit 2010 insgesamt um mehr als ein Viertel verteuert haben, lässt Befürchtungen hinsichtlich eines breit angelegten Immobilienpreisbooms aufkommen, sollten sich die derzeit lokal wirkenden Impulse über das gesamte Land ausbreiten.“

Den Ökonomen reicht die Preisentwicklung allein nicht

Die reine Betrachtung der Preisentwicklung reicht den Ökonomen nicht. Stattdessen wendet die Bundesbank ein Modell an, um Unter- bzw. Übertreibungen bei den Immobilienpreisen einschätzen zu können. Verschiedene Einflussfaktoren werden untersucht.

Lassen Sie uns hier nicht ins Detail gehen (für Alle, die an den Details interessiert sind, empfiehlt sich die Lektüre des Monatsberichts Oktober 2013 der Deutschen Bundesbank Seite 13 bis 30).

Die Zusammenfassung für Sie: Was kommt bei der Modellrechnung heraus?

  1. Reihenhäuser weisen keine Besonderheiten aus, sind also weder über- noch unterbewertet
  2. Bei Geschosswohnungen ist es im Jahr 2012 zu Überbewertungen von rund 10% gekommen.
  3. In den sieben Großstädten könnten die Preise für Wohnungen das langfristige Gleichgewichtsniveau zuletzt sogar in einer Größenordnung von 15% bis 20% übertroffen haben.
  4. Die starken Preissteigerungen, und ggfls. Übertreibungen sind auf Städte begrenzt geblieben. Aber es gibt deutliche Hinweise darauf, dass das Umland der Städte auch stärker im Preis steigt.
  5. Außerdem scheint sich die Nachfrage eher auf Neubauten als auf Objekte im Wiederverkauf konzentriert zu haben.

Achtung: Es handelt sich um eine Modellrechnung. Die Aussagen der Bundesbank beziehen verschiedene Faktoren mit ein. Vor allem die demografische Entwicklung wird als Einflussfaktor genannt.

Was sollten Sie aus dem Bericht der Bundesbank  mitnehmen?

Die Preise für Wohnimmobilien steigen. Das wussten wir schon. Unter Verwendung von speziellen Modellrechnungen könnte sich eine Überteuerung von neu gebauten Eigentumswohnungen in den Großstädten andeuten. Die Preise könnten um bis zu 20% zu hoch sein.

Morgen schauen wir einmal, ob sich denn die Mieten von den Preisen abgekoppelt haben.

28. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.