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Hätten Sie’s gewusst? Die Geschichte hinter Ihrer Kreditkarte

Der Einkauf im Supermarkt, das Bezahlen im Restaurant oder das Abheben von Bargeld an Bankautomaten –all diese Vorgänge sind mit einer kleinen Plastikkarte möglich, auf der ein paar Informationen gespeichert sind. Gerade wenn es um größere Beträge geht, ist eine Kartenzahlung angenehm und ist mal gerade kein Bargeld zur Hand, hilft das Kartenlesegerät aus.

So selbstverständlich die Kartenzahlung mittlerweile ist, so unbekannt ist ihre Geschichte. Dabei kamen bargeldlose Zahlungen schon vor vielen hundert Jahren vor, zum Beispiel im 14. Jahrhundert durch Schuldüberschreibungen über weite Distanzen. Im 15. Jahrhundert begann dann die europaweite Etablierung von Wertpapieren.

Bezahlen per Scheck erstmals 1876 möglich

Die erste bargeldlose Zahlung in Deutschland kann auf das Jahr 1876 zurückdatiert werden. Zu diesem Zeitpunkt führte die Reichsbank, die in diesem Jahr gegründet wurde erstmals eine Zahlung in Form von Überweisungsformularen und Schecks eingeführt. Da jedes Kreditinstitut sein Konto oder Depot bei der Reichsbank hatte, trafen sich ihre Vertreter regelmäßig, um die eingegangenen Schecks oder Überweisungen zu bearbeiten und die Werte zu verbuchen.

Durch die Einführung von Konten und dem damit verbundenen „Buchgeld“ konnte ein weiterer Schritt in Richtung bargeldlose Zahlung, war aber zu dieser Zeit noch den Reichen vorbehalten. Arbeiterlöhne wurden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bar bezahlt.


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Die erste Kreditkarte war an gastronomische Einrichtungen geknüpft

Die Erfindung der Kreditkarte und der damit verbundenen Kartenzahlung geht auf den US-Amerikaner Frank McNamara zurück. Im Februar 1950 kam die erste Diner’s Club Karte auf den Markt und konnte zu Beginn nur in Bars und Restaurants verwendet werden. Das Prinzip war einfach: Der Kunde lässt über seine Karte bei allen teilnehmenden Restaurants anschreiben und am Monatsende erhält er die Gesamtrechnung zuzüglich einer Servicegebühr.

Woran zu Beginn nur 27 gastronomische Einrichtungen teilnahmen, entwickelte sich durch den Einstieg des New Yorker Millionärs Alfred Bloomingdale im Jahr 1952 zu einem lohnenden Geschäft. Aus den anfänglichen 200 Karteninhabern wurde innerhalb kürzester Zeit ein milliardenschwerer Umsatz und das Prinzip der Kartenzahlung war erfunden.

Kartenzahlung: Die Geschichte gingt trotz Problemen mit der Zahlungsmoral weiter

Zwar blieb die Diner’s Club Karte zunächst elitär, parallel zu dieser Bewegung entwickelte aber die Bank of America im Jahr 1958 die erste Kreditkarte für die Massen. Über 60.000 Kunden in der Stadt Fresno in Kalifornien bekamen die erste Bankkarte zugeschickt und konnten ihre Einkäufe und andere Transaktionen dann ohne Bargeld regeln.

Die Bewegung weitete sich immer weiter aus und ab 1959 waren über 2 Mio. Karten im Umlauf, was sich recht schnell zur Katastrophe entwickelte. Viele Kunden beglichen ihre Schulden nicht und die Bank of America machte herbe Verluste.

Dennoch blieb das Geschäftsmodell erfolgreich und verschiedene Finanzgesellschaften fingen an, eigene Karten herauszugeben. 1966 konnte erstmals eine vom Kreditinstitut unabhängige Karte entwickelt werden und nach Mexiko, Japan und Europa expandieren. Die Mastercard war geboren und mit ihr auch Ableger wie das „Eurocash“, die erste EC-Karte. 1980 nahm dann die Zahl der Geldautomaten rasant zu.

Kreditkarteninstitute: Spannende Investitionsmöglichkeit für Privatanleger?

Heutzutage ist die Kartenzahlung nicht mehr wegzudenken und die Kreditinstitute feilen schon an neuen Möglichkeiten wie dem kontaktlosen Bezahlen, dem Bezahlen per Fingerabdruck oder per Smartphone. Auch die Chips in den Karten, die ursprünglich über Magnetstreifen funktionierten, können mittlerweile kleine Geldbeträge speichern mit denen bezahlt werden kann oder in Zigarettenautomaten zur Altersidentifikation genutzt werden.

Fast jede Bank bietet eine hauseigene Kreditkarte an und manche Institute sind sogar börsennotierte Weltkonzerne (z.B. Visa oder Mastercard), die für Privatanleger spannende Investitionsmöglichkeiten bieten können.

 

22. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.