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Handelsplatz für Derivate

In Deutschland gibt es 2 Börsenplätze, die sich auf Derivate spezialisiert haben: Stuttgart und Frankfurt.

Beide Börsen stehen im direkten Wettbewerb und haben daher sehr ähnliche Konditionen. Marktführer ist – anders als bei den Aktien – die Börse Stuttgart, die ich Ihnen heute genauer vorstellen möchte.

Das Handelssegment Euwax (European Warrant Exchange) wurde 1999 an der Börse Stuttgart als Plattform für den Handel mit verbrieften Derivaten (Optionsscheine, Zertifikate) eingerichtet.

Mit weit über 100.000 gelisteten Zertifikaten und Optionsscheinen ist die Euwax zurzeit das größte europäische Handelssegment für Derivate.

Die Euwax hat 2 Stärken: Die große Anzahl an handelbaren Derivaten und die zahlreichen freiwilligen Serviceleistungen für Anleger. Aufgrund dieser Vorteile empfehle ich beim Kauf von Optionsscheinen und Zertifikaten oft den Handelsplatz Stuttgart (Euwax), auch wenn Frankfurt in vielen Bereichen aufgeholt hat.


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Die Vorteile auf einen Blick:

Der Emittent, also die Bank, die ein Wertpapier ausgegeben hat, verpflichtet sich gegenüber der Euwax, laufend handelbare An- und Verkaufspreise zu stellen.

Beim Handel mit Zertifikaten und Optionsscheinen ist es daher nicht erforderlich, dass Ihnen ein anderer Anleger Wertpapiere verkauft oder abkauft. Der Emittent tritt als Handelspartner auf und ist verpflichtet, ständig aktuelle Kurse zu stellen.

Die Emittenten, die in Stuttgart handeln wollen, verpflichten sich, pro Transaktion ein Mindestvolumen zu stellen, um die Liquidität des Wertpapiers zu garantieren.

Dieses Handelsvolumen muss bei Hebelprodukten (Optionsscheine, Hebel-Zertifikate) mindestens 3.000 Euro betragen.

Für Anlageprodukte (Strategiezertifikate, Aktienanleihen etc.) gilt sogar ein Mindestvolumen von 10.000 Euro oder mindestens 10.000 Stück des Wertpapiers (der Emittent hat hier das Wahlrecht).

In der Praxis heißt das: Wenn Sie Optionsscheine im Wert von bis zu 3.000 Euro kaufen oder verkaufen möchten, muss der Emittent Ihnen aktuell angemessene Kurse stellen und auch als Handelspartner auftreten. Die Volumen von 3.000 und 10.000 Euro sind nur Mindestbeträge. Die Emittenten können auf freiwilliger Basis deutlich mehr anbieten.

Es gibt allerdings 3 Ausnahmen:

a) besondere Umstände wie technische Störungen,

b) besondere Marktsituationen (zum Beispiel Terroranschläge) und

c) vorübergehender Ausverkauf der Emission (dann stellt der Emitte  nt nur einen Rückkaufkurs).

An der Euwax gilt das „Best-Price-Prinzip“. Wenn Wertpapiere an einem Referenzmarkt (zum Beispiel Börse Frankfurt) günstiger angeboten werden, dürfen die Wertpapiere in Stuttgart nicht teuer als in Frankfurt gehandelt werden.

Damit Sie kontrollieren können, ob Sie tatsächlich den besten Preis erhalten haben, stellt die Euwax kostenlos ein Archiv mit den Ankaufs- und Verkaufspreisen rückwirkend bis November 1999 zur Verfügung. Die Internet-Adresse lautet: www.boerse-stuttgart.de. Für alle Streitfälle gibt es an der Stuttgarter Börse eine unabhängige Prüfstelle.

11. Februar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.