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Börse: Geld sparen durch Wahl des richtigen Handelsplatzes

Wer eine Wertpapierorder aufgibt, muss auch den Handelsplatz auswählen.

Zur Wahl stehen der Direkthandel und diverse Börsen.

Mehr dazu: Die Börse: Wichtige Hintergründe für Einsteiger

Hier sollten Sie nicht einfach nehmen, was ihr Broker automatisch in der Ordermaske eingestellt hat.

Denn durch die Wahl des richtigen Handelsplatzes können Sie an der Börse Geld sparen.

Konkret gilt es, einen Handelsplatz mit günstigen Gebühren zu wählen.

Aber nicht nur die Gebühren, sondern auch der gebotene Kurs sollten im Fokus Ihrer Betrachtungen stehen.

An der Börse Geld sparen: Direkthandel möglichst meiden

Der erste Grundsatz lautet:

Kaufen oder verkaufen Sie ein Wertpapier nicht ohne vorherige Prüfung über den Dirkekthandel.

Bei diesem wird Ihre Order nicht über eine Börse abgewickelt.

Sondern die Banken selbst bauen ihre eigenen Wertpapierbestände über den Direkthandel auf und ab.


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Hierbei zahlen Sie zwar meist niedrigere Gebühren als im Börsenhandel. Aber dafür sind die Kurse häufig schlechter; schlicht und ergreifend deswegen, weil nicht – wie an einer Börse – alle bestehenden Kauforders mit den Verkaufsorders abgeglichen werden.

Die Folge sind häufig marktferne Preise. Es kann also passieren, dass Sie im Direkthandel ein Wertpapier viel teurer kaufen oder billiger verkaufen als im Börsenhandel.

Auf jeden Fall meiden sollten Sie den Direkthandel bei Fonds.

Denn das hieße, über die Fondsgesellschaft (Kapitalanlagegesellschaft, kurz KAG) zu kaufen. Und die verlangt zumindest bei Fondskäufen in der Regel einen Ausgabeaufschlag von bis zu 5,5 % der investierten Summe.

Hier ist eine Börse in aller Regel die günstigere Alternative.

Welche Börse für welche Orders am besten ist

Auch ohne die Option Direkthandel haben Sie noch genügend Auswahl. Zur Wahl stehen 7 deutsche Börsen. Ausländische Wertpapiere können Sie zudem an einer Auslandsbörse ordern.

Hier eine grobe Hilfe, welche Börse für welche Wertpapiere am besten ist:

  • Den elektronischen Börsenplatz Xetra wählen Sie für deutsche und ausländische Standardwerte.Auch börsengehandelte Fonds, die exchange-traded funds (ETFs), sind meist über Xetra am günstigsten. Denn die Börsencourtage ist hier niedriger als bei den anderen Börsen.
  • Die Frankfurter Wertpapierbörse wählen Sie außerhalb der Xetra-Handelszeiten (9:00 bis 17:30 Uhr) für alles, was Sie sonst über Xetra ordern würden. Auch für die Aktien kleinerer hessischer Unternehmen ist Frankfurt die richtige Wahl. Die Derivate-Plattform der Frankfurter Wertpapierbörse heißt Scoach und ist bei Optionsscheinen und Zertifikaten eine mögliche Alternative zu Stuttgart.
  • Die Börse Stuttgart wählen Sie idealerweise bei Derivaten (Optionsscheinen und Zertifikaten) und Anleihen. Auch baden-württembergische und Schweizer Aktiengesellschaften sind an diesem Handelsplatz oft günstig.
  • Die Börse München ist Ihre Wahl für bayerische und österreichische Werte.
  • Die Börse Hamburg hat sich auf Fonds spezialisiert. Und selbstverständlich können Sie dort norddeutsche Aktien oft günstig ordern.
  • Die Börse Berlin ist für Privatanleger in zweierlei Hinsicht interessant: Für ausländische Wertpapiere ist sie oft die preiswerte Alternative zu teureren Auslandsbörsen. Auch Fonds bekommen Sie dort oft günstig.
  • Die Börse Düsseldorf empfehle ich bei Fonds als Alternative zu Hamburg und Bremen. Zudem bekommen Sie dort die Aktien nordrhein-westfälischer Unternehmen oft günstig.

Mehr zum Thema: Börse: Karriere- und Aufstiegschancen auf einen Blick

Wie gesagt: Das sind nur Faustregeln. Welche Börse am günstigsten ist, entscheidet sich im Einzelfall. Aber mit diesen Informationen im Hinterkopf fällt es ihnen leichter, die richtige Wahl zu treffen.

25. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".