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Handy aufladen beim Online-Banking – empfehlenswert?

„Internet-Banking macht’s möglich. Laden Sie Ihr Handy-Guthaben einfach online auf. Komfortabel und ohne zusätzliche Kosten.“

So oder ähnlich werben viele Mobilfunkanbieter und Banken. „Handy aufladen per Online-Banking – ist das empfehlenswert?“, fragt prompt eine Leserin. Um ehrlich zu sein, ich rate davon ab. Nichts spricht dagegen, hin und wieder das Handy online aufzuladen.

Ich warne aber davor, das mit regelmäßigen Beträgen zu tun oder auf einmal einen hohen Betrag von Ihrem Konto abbuchen zu lassen. Denn: Sie geben dem Mobilfunkanbieter damit einen zinslosen Kredit über die Aufladungssumme. Das Geld bringt nicht mehr auf Ihrem Konto Zinsen, sondern auf dem des Handyanbieters. Lediglich, wenn Sie viel telefonieren, ist dieser Kredit schnell wieder aufgebraucht. Dann aber empfiehlt sich ohnehin eine Flatrate.


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Auch das folgende Argument spricht gegen die Aufladung beim Internet-Banking: Sie haben keine Rechnung über den Aufladungsbetrag. Lediglich die Abbuchung sehen Sie auf Ihren Kontoauszügen. Aber umsatzsteuerpflichtige Selbstständige und Unternehmer sind im Nachteil: Aus der Online-Abbuchung geht die Mehrwertsteuer nicht hervor. Und damit haben sie auch keine Möglichkeit, die Vorsteuer beim Finanzamt geltend zu machen. Denn ohne Beleg akzeptiert der Fiskus dies nicht.

Wenn Sie übrigens eine regelmäßige Aufladung beenden oder den Betrag ändern wollen, ist dies meist recht umständlich. Der Mobilfunkanbieter fragt Sie nach Passwort und Benutzername. Und es ist nicht gesagt, dass es gleich beim ersten Mal funktioniert.

Eine Abbuchung zu stoppen, ist oft nur telefonisch möglich – und auch hier ist nicht gesagt, dass es gleich funktioniert. Mir ist selbst schon passiert, dass ich ein zweites Mal anrufen und mich massiv beschweren musste, weil fleißig weiter abgebucht wurde.

Kommen wir zuletzt zu der Frage, ob es möglich ist, einen einmal aufgeladenen Betrag nachträglich rückbuchen zu lassen. Das bieten manche Mobilfunkunternehmen an, aber nicht alle.

Meist müssen Sie mit der Rückbuchung bis zum Ende des laufenden Quartals warten. Wenn Sie also 200 oder 300 Euro haben auflaufen lassen, ohne diese Beträge laufend abzutelefonieren, dann freut sich der Handyanbieter über einen zinslosen Kredit in dieser Höhe.

Fazit: Lasssen Sie besser die Finger von dieser „bequemen“ Art und Weise, Ihr Handy aufzuladen. Bequem ist das vor allem für den Handyanbieter.

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14. Oktober 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".