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Hat das Fondsmanagement den Markt geschlagen? Diese Zahl zeigt es

Wer auf passive Indexfonds wie ETFs setzt, kommt mit ihm nicht in Berührung. Wer sich aber für aktiv gemanagte Fonds entscheidet, für den ist es eine wichtige Zahl: das Jensen Alpha.

Es zeigt, ob es dem Fondsmanagement gelungen ist, den Markt zu schlagen – schließlich lohnen sich die höheren Gebühren für aktive Fonds nur, wenn sie auch mehr Rendite bringen.

Jensen Alpha: Kennzahl für Überrenditen

So sollte ein Fonds mit Aktien ausgewählter großer deutscher Konzerne auf jeden Fall besser abschneiden als die einfache Wertentwicklung des Dax. Bei einem positiven Jensen Alpha von 12 beispielsweise liegt die Rendite 12 % über der des Index.

Ein Dax-ETF indes hat immer ein Alpha von 0, weil er dem Index 1 zu 1 folgt. Das gilt auch für alle anderen spezifischen Anlagestrategien, die beispielsweise auf Pharmawerten oder Titeln von Automobilzulieferern basieren. Je höher das Alpha, desto besser der Fonds.


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Dabei sind positive Werte alles andere als normal. Oft genug zeigt sich ein Jensen Alpha im Minusbereich. Über die Hälfte aller aktiven Fonds bemüht sich vergeblich, durch gezielte Titelauswahl und das Ausnutzen von Marktschwankungen den Vergleichsindex zu schlagen.

Zu dieser Erkenntnis kam auch der US-Ökonom Michael Jensen, der 1968 mit dem Alpha eine Kennzahl schuf, an der sich die Qualität des Fondsmanagements mit einem Blick ablesen lässt.

Das Anlagerisiko im Gepäck

Wenn also vom Alpha die Rede ist, so handelt es sich um das Jensen Alpha, beide Begriffe sind inhaltlich identisch. Die Benennung nach dem Gründer findet sich auch bei der Sharpe Ratio (William F. Sharpe) oder der Treynor Ratio (Jack Treynor), mit denen man unter verschiedenen Geldanlagen die bessere Variante herausfinden kann. Allen dreien ist eines gemein: Sie sind sogenannte risikoadjustierte Kennzahlen zur Darstellung der Performance.

Es macht nämlich wenig Sinn, einfach nur die Entwicklung von Fonds und Index zu vergleichen, ohne das Risiko zu berücksichtigen, das der Manager für den Anleger eingeht. Unter Risiko versteht man vor allem die Volatilität, also die Schwankungsbreite. Kombiniert man nun die Wertentwicklung mit einer Risikokennziffer, so erhält man eine risikoadjustierte Kennzahl.

Beim Jensen Alpha ist die Anfälligkeit eines Fonds gegenüber Marktschwankungen enthalten, ausgedrückt durch die Kennzahl Beta. Bei einem Beta von 1 schwankt der Fonds genauso wie der Referenzmarkt, bei einem Beta von 2 gleich doppelt so stark.

Keine Garantie für dauerhafte Mehrerträge

Die Rendite ist immer im Verhältnis zum eingegangenen Risiko zu sehen. Das Jensen Alpha ergibt sich folglich aus der Differenz zwischen der realisierten Risikoprämie und der erwarteten Risikoprämie aus dem Vergleichsindex. Es zeigt, ob die Renditen im Vergleich zum eingegangenen Risiko akzeptabel sind.

Bei einem Jensen Alpha von beispielsweise 20 kann man als Anleger davon ausgehen, dass sich das Investment lohnt. Doch Vorsicht: Überrenditen beziehen sich immer nur auf einen bestimmten Beobachtungszeitraum. Ein Jensen Alpha sagt nichts darüber aus, ob das Fondsmanagement vielleicht einfach nur Glück hatte.

So wie bei den anderen Fondskennzahlen, ist zudem ausschlaggebend, welcher Vergleichsindex gewählt wurde. Der Referenzmarkt muss weitgehend mit dem Anlageuniversum der Fonds übereinstimmen. Stehen mehrere zur Verfügung, so dürfte der Fondsanbieter denjenigen aussuchen, mit dem sich das beste Jensen Alpha ergibt.

12. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.