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Hausbau: Diese Vorbereitungen sollte man treffen

Als Bauherr kommt man nicht umhin, sich um einige Dinge selbst zu kümmern. Wie stressfrei das eigene Traumhaus zur Wirklichkeit wird, hängt von einer guten Vorbereitung ab. Hierbei ist es wichtig den Dialog mit der Baufirma und dem Bauleiter zu suchen. Mann kann alle zur Verfügung stehenden Kommunikationsmöglichkeiten wie E-Mail, Telefon etc. nutzen, denn so können viele Fragen schnell geklärt werden.

Bauablaufplan – eine hilfreiche Checkliste

Am besten lässt man sich von der Baufirma einen Bauablaufplan erstellen. Dieser hilft dabei auf der Baustelle nicht den Überblick zu verlieren du sollte in etwa so aussehen:

 

Bauablaufplan

Achtung: Auf einigen Baustellen können sich Gewerke verschieben oder ganz wegfallen. Baut man beispielsweise ohne Keller, fällt die Kellergeschossdecke weg.


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Danach kann man dann die eigenen Aufgaben koordinieren und den Baufortschritt nachverfolgen. Somit hat man ebenfalls die Möglichkeit, früh zu erkennen, ob es Probleme bei der Baufirma gibt. Geraten Gewerke in Verzug oder passiert lange nichts auf der Baustelle, sind dies oftmals erste Anzeichen für eine finanzielle Schieflage der Firma.

Beispiel: Hausbauplan wird nicht eingehalten

Familie Müller baut eine Doppelhaushälfte mit 200 m² Wohnfläche inklusive Keller. Neben dem Keller soll das Haus 2 obere Etagen (EG und OG) haben. Baubeginn war März 2014. Die Fertigstellung ist für Dezember 2014 geplant. Bis April stehen nur der Keller und das EG. Im April wird an der oberen Etage gemauert.

Laut Bauzeitenplan wäre bereits der Einbau der Fenster an der Reihe. Der Bauträger bzw. dessen Architekt meint, es sei alles im Rahmen. Das Traumhaus wird im August 2014 fertig. Die Bauherren werden langsam nervös, da sie bei Besuchen auf der Baustelle nur 2, 3 Arbeiter sehen. Die Müllers überlegen, jetzt schon Druck auf die Firma zu machen. Macht das Sinn?

Man investiert viel Geld und legt große Hoffnung darauf, dass die Baufirma damit den eigenen Haustraum verwirklicht. So auch Familie Müller. Dass Bauherren angesichts solcher Verzögerungen bereites nervös werden, ist vollkommen nachvollziehbar. Verstärkt wird das schlechte Gefühl, wenn bei Baustellenbesichtigungen nur einige wenige Maurer vor Ort sind.

Der Rohbau ist nicht nur die Hülle des Hauses, sondern auch das statische Grundgerüst. Wände, tragende Elemente, Dachstuhl und die Geschosse bilden das Stützwerk des Hauses. Bei einer Grundfläche von 200 m² können Bauherren rund 4 Wochen Bauzeit dafür einplanen. Bei Fertighäusern ist die Bauzeit selbstverständlich deutlich kürzer.

Im Fall von Familie Müller macht es somit keinen Sinn, bereits jetzt Druck auszuüben. Man sollte mit dem Bauleiter in Kontakt bleiben und sich ggf. einen überarbeiteten Bauzeitenplan aushändigen lassen. Bei den Abschlagszahlungen sollte man darauf achten, dass Bautenstand und Abschlagszahlungen übereinstimmen.

Checkliste – so behält man alles im Blick

Vor und während der Bauphase kommt man immer wieder mit Behörden und Versorgungsunternehmen in Kontakt. Man muss Genehmigungen beantragen oder einholen, Anträge und Anfragen stellen und auch auf dem Grundstück sind einige vorbereitende Arbeiten fällig. Damit man nicht den Überblick verliert, kann die Checkliste durch die Vorbereitungszeit helfen.

Man kann sich auch einen Ordner anlegen, damit man jederzeit alle wichtigen Papiere wiederfindet.

 

 

25. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sascha Biel
Von: Sascha Biel. Über den Autor

Buchautor, Betriebswirt, Journalist und ehemaliger Bauherr, der von Problemen beim Bauantrag bis zur Insolvenz der Baufirma alle Bauherrenprobleme aus eigener Erfahrung kennt.