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Haushaltsnahe Dienstleistungen: jetzt besser absetzbar

Mieter können ihre Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen jetzt in noch größerem Umfang gegenüber dem Finanzamt geltend machen.

Das gilt auch, wenn Ihre Mieter nur anteilig über die Betriebskostenabrechnung an diesen Kosten beteiligt sind.

Voraussetzung: Sie als Vermieter oder Verwalter haben diese Leistungen ordnungsgemäß gezahlt und Ihren Mietern bescheinigt. Haben Sie das nicht, können Ihre Mieter unter Umständen Schadensersatz fordern.

Haushaltsnahe Dienstleistungen können Ihre Mieter in der Einkommensteuererklärung 2010 bis zu einem Betrag von 4.000 € geltend machen, Handwerkerleistungen erstmals bis maximal 1.200 €.

Seit 2009: bessere Absetzbarkeit für Handwerkerleistungen

Von den erhöhten Beträgen für Handwerkerleistungen können Ihre Mieter nur profitieren, wenn die in Rechnung gestellten Arbeiten auch im selben Jahr erbracht wurden.

Waren die Arbeiten bereits Ende 2008 fertig gestellt und haben Sie nur die Rechnung in 2009 gezahlt, gelten für diese Leistungen noch die alten, geringeren Abzugsbeträge in Höhe von 600 €.


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Lediglich Arbeitskosten der Handwerker ansatzfähig

Wie bisher auch, werden die Steuervorteile nur für die Arbeits- und Fahrtkosten gewährt. Achten Sie deshalb darauf, dass in den Rechnungen, die Sie von den Handwerkern erhalten, die Arbeits- und Fahrtkosten immer von den Materialkosten getrennt ausgewiesen sind.

Und stellen Sie die Kosten auch getrennt in Ihre Betriebskostenabrechnungen ein.

Keine Steuererleichterung bei Barzahlung

Zahlen Sie die erhaltenen Rechnungen niemals in bar. Geltend machen können Ihre Mieter nämlich nur Zahlungen, die nachweislich auf ein Konto des Auftragnehmers eingegangen sind.

Die Richter des Bundesfinanzhofs haben entschieden, dass es nicht genügt, wenn der Handwerker den Erhalt des Geldes durch eine Quittung bestätigt (BFH, Urteil v. 20.11.08, Az. VI R 14/08).

Anforderungen des Finanzamts bei Betriebskostenabrechnung berücksichtigen

Damit Ihre Mieter in den Genuss der Steuerermäßigungen kommen, müssen Sie in Ihrer Betriebskostenabrechnung die folgenden Angaben machen:

  • alle im Kalenderjahr bargeldlos bezahlten Beträge für Dienst- und Handwerkerleistungen
  • den Anteil der steuerbegünstigten Kosten (Arbeits- und Fahrtkosten)
  • den Anteil des jeweiligen Mieters an den steuerbegünstigten Kostenpositionen, errechnet anhand der vereinbarten Verteilungsschlüssel

Schadensersatzansprüche des Mieters bei fehlender Sorgfalt

Befolgen Sie unbedingt die Anforderungen, die die Finanzämter an die Absetzbarkeit der Ausgaben für Dienstund Handwerkerleistungen stellen.

Gehen Ihren Mietern nämlich Steuererleichterungen verloren, weil Sie Rechnungen bar gezahlt oder die erforderlichen Angaben in Ihrer Betriebskostenabrechnung nicht dargestellt haben, machen Sie sich unter Umständen schadensersatzpflichtig.

Ihr Mieter kann dann von Ihnen den Betrag verlangen, der ihm bei ordnungsgemäßer Geltendmachung von seiner Steuerschuld abgezogen worden wäre.

Das gilt allerdings nur, wenn Ihnen die geforderten Angaben möglich waren. Haben Sie beispielsweise einen Handwerker erfolglos aufgefordert, seine Rechnung nach Arbeits- und Materialkosten aufzuschlüsseln, können Sie auch Ihren Mietern die entsprechenden Arbeitskosten nicht bescheinigen.

In einem solchen Fall sind Sie natürlich nicht schadensersatzpflichtig.

13. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.