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Hausordnung für Mieter – Ein Muss, ein Kann oder ein Soll?

Beim Thema Hausordnung ist mancher Vermieter ratlos:

Brauche ich überhaupt eine Hausordnung?

Und was kann ich eigentlich darin regeln?

Darf ich auch in einem schon lange vermieteten Haus nachträglich noch eine Hausordnung einführen?

Hier finden Sie die für Sie passende Lösung.

Hausordnung stellt verbindliche Regeln für Zusammenleben auf

Sie kennen das sicher aus Ihrer Vermietungspraxis: Mieter beschweren sich über Mitbewohner, die nachts die Haustür nicht verschließen oder während der Mittagsruhe zu Hammer und Bohrer greifen.

Mietparteien streiten über das Reinigen der Flure und Treppen oder über die Benutzung des gemeinsamen Waschraums. Solchen Konflikten begegnen Sie mit einer Hausordnung, denn in dieser stellen Sie verbindliche Regeln für das Zusammenleben der Bewohner Ihres Mietshauses auf.

Muss ich eine Hausordnung aufstellen?

Nein, kein Gesetz verpflichtet Sie als Vermieter, in Ihrem Mietobjekt eine Hausordnung einzuführen.

Auch ohne eine Hausordnung sind Ihre Mieter verpflichtet, pfleglich mit den gemieteten Räumen und Einrichtungen im Haus umzugehen und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Die Hausordnung bietet Ihnen und Ihren Mietern jedoch folgende Vorteile:

  • In der Hausordnung können Sie festlegen, was die allgemeine Pflicht zur Rücksichtnahme ganz konkret für Ihre Mieter bedeutet. So beugen Sie Konflikten zwischen den Mietern vor.
  • Kommt es dennoch zu Auseinandersetzungen zwischen den Mietern, haben Sie mit einer Hausordnung überzeugende und rechtlich verbindliche Argumente zur Streitschlichtung an der Hand.

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  • Die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen können Sie bedarfsgerecht regeln.
  • Ihr Mietvertragsformular wird nicht mit Detailregelungen überfrachtet, sondern bleibt knapp und übersichtlich. Potenzielle Neumieter werden nicht durch einen Paragrafendschungel abgeschreckt.

Was genau kann ich in der Hausordnung regeln?

Die Regelungen, die in einer Hausordnung üblich und sinnvoll sind, lassen sich in 4 verschiedene Bereiche unterteilen:

Regeln zum reibungslosen Zusammenleben der Bewohner

Mit diesen Vorgaben konkretisieren Sie die Pflicht der einzelnen Hausbewohner, gegenseitig aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Regelungen zu Ruhezeiten, Hausmusik, Tierhaltung, Beschränkung des Grillens mit Holzkohle auf den Balkonen, Rauchverbot im Treppenhaus und ggf. im Aufzug

Bestimmungen zur Nutzung der Gemeinschaftseinrichtungen

Hier legen Sie fest, zu welchen Zeiten oder unter welchen Bedingungen gemeinschaftliche Einrichtungen Ihres Hauses von den einzelnen Mietern genutzt werden dürfen.

Nutzung von Garten, Grillplatz, hauseigenem Kinderspielplatz, gemeinschaftlicher Waschküche, Fahrradkeller

Vorschriften zum Schutz des Gebäudes

Damit treffen Sie in Ihrer Hausordnung Vorsorge für den sorgsamen Umgang Ihrer Mieter mit dem Gebäude und den einzelnen Einrichtungen.

Regelungen zur Reinigung des Treppenhauses oder anderer gemeinschaftlicher Flächen, zur Müllentsorgung, zum richtigen Heizen und Lüften, um Schimmelbefall zu vermeiden, und zum Schutz vor Sturm- oder Frostschäden

Regeln für Sicherheit und Ordnung

Hier geht es insbesondere um die Vermeidung von Brandgefahr und den Schutz vor Einbruch und Diebstahl.

Verbot der Lagerung von Brennstoffen im Gebäude, Regeln zum Verschließen der Hauseingangstür zur Nachtzeit und zum Verschließen der Fenster bei Abwesenheit des Mieters.

Tipp: Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse Ihrer Mieter

Lassen Sie sich bei der Zusammenstellung der Regelungen für Ihre Hausordnung von den Anforderungen des jeweiligen Gebäudes und den Bedürfnissen Ihrer Mieter leiten. Wie groß ist Ihr Gebäude?

Welche Gemeinschaftseinrichtungen sind vorhanden? Wo kam es in der Vergangenheit häufiger zu Konflikten und besteht deshalb ein besonderes Regelungsbedürfnis? Passen Sie Ihre Hausordnung an diese individuellen Gegebenheiten an.

Was darf ich nicht in die Hausordnung schreiben?

Zunächst einmal gehören in die Hausordnung keine Regelungen zur Mietzahlung oder zu Schönheitsreparaturen, also zu solchen Themen, die nur das einzelne Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem jeweiligen Mieter betreffen.

Die Hausordnung behandelt das Miteinander der Hausbewohner.

Außerdem dürfen Sie in die Hausordnung keine Regelungen aufnehmen, die gegen ein gesetzliches Verbot verstoßen oder die Rechte Ihrer Mieter unzulässig stark beschränken.

Was zum allgemein üblichen Nutzungsverhalten in einer Wohnung zählt, können Sie Ihrem Mieter weder durch Vereinbarungen im Mietvertrag noch im Rahmen einer Hausordnung verbieten.

In eine Hausordnung gehören deshalb vor allem nicht:

  • Verbot, nachts zu baden oder zu duschen
  • Verbot oder Einschränkung der Übernachtung von Besuchern
  • Verbot jeglicher Tierhaltung, einschließlich der Haltung von Kleintieren
  • Verbot des Aufstellens von Gartenmöbeln oder Sonnenschirmen auf Balkonen oder im Garten, wenn Sie im Mietvertrag die Gartennutzung erlaubt haben

Die Folge einer unzulässigen Regelung in der Hausordnung: Ihr Mieter muss sich nicht an die betreffende Regel halten. Die Hausordnung im Übrigen bleibt aber wirksam.

5. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.