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Hausordnung: Lärmbelästigung kann vermieden werden

Das Thema der Ruhezeiten ist in der Hausordnung einer der wichtigsten Punkte.

Lärmbelästigung ist ein häufiger Streitpunkt zwischen den verschiedenen Parteien in einem Mietshaus.

Daher sollte der Vermieter in der Hausordnung genau festlegen, welche Ruhezeiten einzuhalten sind.

Kommt es dann zu Uneinigkeiten, kann der betroffene Mieter den anderen Mieter auf die Hausordnung hinweisen.

Dabei ist der Vorteil, dass der Vermieter nicht eingeschaltet werden muss.

Die Hausordnung ist nicht willkürlich festgelegt und beachtet auch die Interessen der Mieter, daher kann der Vermieter bei einem Verstoß eine Abmahnung erteilen. Bei groben Verstößen kann sogar die Kündigung ausgesprochen werden.


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Eine ordentliche Kündigung ist allerdings nur dann möglich , wenn ein Mieter mehrmals in kurzer Zeit durch Lärmbelästigung auffällt. Normalerweise ist die Abmahnung aber ausreichend, um einen Mieter zur Vernunft zu bringen.

Die fristlose Kündigung lässt sich nur dann durchsetzen, wenn der Mieter auch weitere Rechte der anderen Parteien verletzt hat oder sein Verhalten den anderen Mietern nicht zumutbar ist.

Hausordnung: Das gilt bei Lärmbelästigung

Normalerweise werden in die Hausordnung die gesetzlich vorgesehenen Ruhezeiten aufgenommen.

Das umfasst die Mittagsruhe von 13-15 Uhr, die Nachtruhe von 22-7 Uhr und die Sonntagsruhe.

Vermeidbarer Lärm sollte grundsätzlich auch vermieden werden.

Der Vermieter kann aber auch hiervon abweichende Regelungen machen, die dann auch für die Mieter bindend sind. Allerdings muss er die Interessen der Mieter wahren und darf kein Willkür walten lassen.

Einige Bereiche kann er in der Hausordnung auch gar nicht abdecken: Die Hausordnung darf zum Beispiel Kinder nicht am Spielen hindern, auch wenn es dabei im Garten oder vor dem Haus laut werden kann.

Das Spielen kann nur aus Sicherheitsgründen untersagt werden, wenn es beispielsweise in den Kellerräumen oder in der Tiefgarage nicht gefahrlos möglich ist.

Hausordnung: Bestimmte Lärmbelästigungen sind hinzunehmen

Musizieren kann bei der gegebenen räumlichen Nähe in einem Mietshaus auch zu Streit führen. Dabei werden etwa 2 Stunden tägliches Üben als zumutbar angesehen.

Generell gilt: Je lauter das Instrument ist, desto kürzer sollte die tägliche Übungszeit ausfallen. Der Lärm, den ein Schlagzeug verursacht, muss beispielsweise nicht für die tägliche Dauer von 2 Stunden hingenommen werden.

Auch die Benutzung von Werkzeugen kann schnell zu Lärmbelästigung der Anwohner führen. Dazu kann der Vermieter in der Hausordnung Vorschriften machen. Normalerweise wird hier die Nutzung von lauten Werkzeugen und Geräten zu den Ruhezeiten verboten.

Das gilt allerdings nur dann, wenn Mieter oder Vermieter selbst arbeiten. Wird durch professionelle Handwerker am Haus gearbeitet, kann die Mittagsruhe von 2 Stunden meist nicht eingehalten werden, weil das effizientes Arbeiten behindern würde.

Bei Uneinigkeiten bezüglich der Hausordnung sollte der Vermieter generell immer versuchen, ein klärendes Gespräch zu führen. Gerichtsverhandlungen sind nämlich nicht nur teuer, sondern schaden auch dem friedlichen Miteinander der Mietparteien.

6. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.