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Hebel-Zertifikate: Die Vor- und Nachteile

Nach dem Run der deutschen Anleger auf Investmentfonds und bei dem hierzulande besonders breiten Markt für Optionsscheine hat sich in den letzten Jahren gerade in Deutschland ein sehr großer Markt für sogenannte Hebel-Zertifikate ausgebildet.

Inzwischen können Sie in Deutschland mehr als 6.500 solcher Zertifikate erwerben.

Wie Optionsscheine können Sie Hebel-Zertifikate sowohl zur Renditeoptimierung als auch zur Absicherung bestehender Positionen einsetzen. Beide Finanzinstrumente besitzen eine Hebelwirkung, die Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes vervielfacht.

Hebel-Zertifikate: Eine Übersicht

Den größten Teil davon machen derzeit die Discount-Zertifikate aus, mit denen Sie eine Aktie unterhalb des aktuellen Kurses erwerben, dafür aber von der möglichen Wertsteigerung der Aktie nur bis zu einem bestimmten Kurs profitieren können.

Eine weitere Gruppe bilden die so genannten Reverse Convertibles-Zertifikate, die man auch (irreführenderweise) als Aktienanleihen bezeichnet. Diese garantieren Ihnen feste Zinsen von beispielsweise 8 oder 10%.

Dafür hat die emittierende Bank aber das Recht, Ihnen am Laufzeitende entweder den eingesetzten Nominalbetrag oder eine vorher genau festgelegte Anzahl in Aktien zurückzugeben, wenn ein bestimmter Kurs unterschritten wird.

Ein weiterer Teil sind so genannte Basket-Zertifikate, mit denen Sie auf einen bestimmten, vom Emittenten ausgesuchten Aktienkorb setzen.

Eine ebenfalls große Gruppe bilden die Index-Zertifikate. Damit investieren Sie in ein Instrument, das sich fast genau parallel zum jeweiligen Index, beispielsweise zum DAX oder Euro Stoxx 50, entwickelt.


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Da es mehr als 90% aller Investmentfonds nicht dauerhaft gelingt, ihren jeweils als Benchmark definierten Index zu schlagen, stellen IndexZertifikate für Sie in vielen Fällen also eine sinnvolle Alternative zu Investmentfonds dar.

Auf der anderen Seite nehmen Ihnen solche Index-Zertifikate aber auch die Chance, den jeweiligen Index zu schlagen.

Bei diesem Mangel setzen die Hebelzertifikate an, die als echte Finanzinnovation betrachtet werden können.

Denn sie ermöglichen es Ihnen – ähnlich wie dies bei IndexOptionsscheinen der Fall ist – an der Aufwärts (=Long-Hebelzertifikat) oder Abwärtsbewegung (= Short-Hebelzertifikat) eines Indexes oder einer Aktie überproportional teilzuhaben.

Hebel-Zertifikate: Risiko Knock-Out

Bei Hebel-Zertifikaten müssen Sie auf der Hut sein: Berührt der Kurs des Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff oder Wechselkurs) eine festgelegte Schwelle oder fällt darunter, so tritt sofort der Knock-Out ein.

Das bedeutet für Sie, dass der Schein sofort wertlos verfällt oder bestenfalls ein Restbetrag (bei Scheinen mit eingebautem Stop-Loss) ausbezahlt wird.

Hebel-Zertifikate: Sicherheitsabstand zum Knock-Out beachten

Achten Sie bei Hebel-Zertifikaten darauf, einen ausreichend großen Sicherheitsabstand zwischen aktuellem Kurs und Knock-Out-Schwelle zu wählen.

Nehmen Sie im Zweifelsfall lieber einen Schein mit geringerem Hebel, der dafür einen höheren Sicherheitspuffer aufweist.

Hebel-Zertifikate: Vorteile gegenüber Optionsscheinen

Auf den ersten Blick sind Hebel-Zertifikate gegenüber Optionsscheinen aufgrund der Knock-Out-Gefahr im Nachteil. Dem stehen jedoch eine Reihe von Vorteilen gegenüber.

Erstens besitzen Hebel-Zertifikate keine Laufzeitbegrenzung. Zweitens sind hier die Hebel meist größer. Und drittens hat die Volatilität keinen Einfluss auf die Preisbildung bei Hebel-Zertifikaten.

Da dieses Kriterium entscheidet, welches Produkt in welcher Börsenphase für Anleger geeigneter ist, möchte ich etwas näher darauf eingehen.

Optionsscheine oder Hebel-Zertifikate?

Die Antwort auf diese Frage hängt in erster Linie von der Volatilität (Schwankungsintensität) ab. Denn diese besitzt Einfluss auf den Kurs eines Optionsscheins, nicht jedoch auf den eines Hebel-Zertifikats.

Dabei gilt: Je stärker die erwarteten Schwankungen des Basiswerts, desto teurer wird der Optionsschein.

Es ist also besser, Optionsscheine zu kaufen, wenn die Schwankungen an den Börsen gering sind und zukünftig wieder zunehmen werden, dies führt zu steigenden Kursen beim Optionsschein.

Umgekehrt fällt der Kurs des Optionsscheins, wenn die Schwankungen abnehmen.

In stürmischen Phasen sind Hebel-Zertifikate daher die bessere Alternative, in ruhigen Zeiten Optionsscheine. Allerdings ist bei Hebel-Zertifikaten der konsequente Einsatz von Stoppkursen notwendig, um das Risiko des Knock-Outs zu minimieren.

Prinzipiell gilt: In den meisten Fällen ist eine Option einem Optionsschein vorzuziehen.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

13. Dezember 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.