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Hebesatz: Grundsteuer variiert von Gemeinde zu Gemeinde

Die Höhe der Grundsteuer ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

Die Erhebung der Grundsteuer erfolgt aber nicht willkürlich, denn das Grundsteuergesetz und das Bewertungsgesetz geben die Schritte für die Berechnung eindeutig vor.

Die unterschiedlich hohen Grundsteuererhöhen ergeben sich aus dem individuellen Hebesatz der Gemeinden.

Dieser Hebesatz wird mit dem am Ende der Berechnung ermittelten Grundsteuermessbetrag multipliziert.

Mit der Festlegung dieses Faktors können die Gemeinden ihre Steuereinnahmen beeinflussen. Das ist sehr wichtig für den Haushalt der Gemeinden, denn die Grundsteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Allerdings dürfen Gemeinden die Hebesätze auch nicht zu hoch ansetzen, um als Standort keine Attraktivität einzubüßen. Sie können sich sogar dazu entscheiden, keine Grundsteuer zu erheben.

Hebesatz entscheidend für Grundsteuer

Nachdem vom Finanzamt der Einheitswert des Gebäudes bestimmt und daraus der Grundsteuermessbetrag berechnet wurde, erfolgt die endgültige Bestimmung der Grundsteuer durch die Anwendung des Hebesatzes der entsprechenden Gemeinde.

So ergibt sich die Höhe der Grundsteuer für die einzelne Immobilie.


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Die Gemeinden legen die Höhe der Hebesätze selbst fest, sodass es hier bei verschiedenen Gemeinden zu erheblichen Unterschieden kommt.

Innerhalb der Gemeinde wird aber immer der gleiche Hebesatz angewandt.

Bestimmt wird dieser Hebesatz von der Gemeindevertretung, die ihre Entscheidung meist von der finanziellen Lage der Gemeinde abhängig macht.

Dabei muss die Gemeindevertretung generell zwischen zwei Argumenten abwägen: Ein hoher Hebesatz erhöht natürlich einerseits die Höhe der Steuereinnahmen.

Andererseits kann er dazu führen, dass sich Immobilienkäufer und Unternehmer für andere Standorte entscheiden, die durch niedrige Hebesätze attraktiver sind.

Ein niedrigerer Hebesatz dagegen senkt die Einnahmen der Gemeinde aus der Grundsteuer, steigert allerdings die Attraktivität des Standorts für Unternehmer und Immobilieninteressenten.

Siedeln sich deswegen Unternehmen in der Gemeinde an, steigen ihre Einnahmen aus der Gewerbesteuer an.

Hier folgen die Gemeinden ihren eigenen Philosophien, weshalb sich in Deutschland stark variierende Hebesätze finden.

Manche Gemeinden setzen beispielsweise so sehr auf die Gewerbesteuer, dass sie fast keine Grundsteuer verlangen.

Hebesatz: Grundsteuer in städtischen Gemeinden am höchsten

In städtischen Gemeinden werden meist höhere Hebesätze angesetzt als in ländlichen Bereichen.

Auffallend ist, das in Deutschland nicht nur boomende Städte wie Berlin hohe Hebesätze verwenden, sondern auch Städte in finanziell prekären Lagen wie beispielsweise Duisburg.

Hier sollen die Einnahmen aus der Grundsteuer erhöht werden.

Das wird kritisch gesehen, weil so in Städte, die bereits in einer ungünstigen Lage sind, weitere Attraktivität verlieren.

Hebesatz: Bei Gewerbesteuer gilt Mindesthebesatz

Bis 2004 war es oft so, dass Gemeinden den Hebesatz für die Gewerbesteuer auf null herabgesetzt haben, sodass dort keine Gewerbesteuer anfiel.

Das hat zu Steueroasen geführt, die nun nicht mehr erlaubt sind:

Mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wurde ein Mindesthebesatz von 200% für die Gewerbesteuer für verfassungsgemäß erklärt. Seit dem 1.1.2004 müssen die Gemeinden daher den Mindesthebesatz für die Gewerbesteuer erheben.

24. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.