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Hedgefonds: Funktionsweise der Renditemaximierung

Entscheidend ist, was unten herauskommt: Hedgefonds wollen nicht vergleichsweise gut anlegen – sie zielen auf absoluten Ertrag.

Und dafür gehen Hedgefonds-Manager mitunter weiter als ihre Kollegen von den etablierten Investment- oder Pensionsfonds. Das „Hedgen“, das so genannte Absichern, das die Fonds im Namen tragen, spielt dabei nicht zwingend die wichtigste Rolle.

Hedgefonds funktionieren, indem sie traditionelle Sicherungsinstrumente wie Derivate oder Termingeschäfte zu zentralen Mitteln ihrer Strategien machen.

Der konservativ geprägte Anleger kauft Aktien in der Erwartung von Kurssteigerungen. Und er sichert sich über den Kauf gegenläufiger Optionen gegen Kursverluste ab.

Hedgefonds suchen Kursverlierer

Hedgefonds-Strategien setzen dagegen oft gezielt auf fallende Kurse. Insbesondere die Finanzkrise brachte das Hedgefonds in Verruf. Deren Manager suchen nicht nur nach Gewinnern, sondern auch nach potenziellen Kursverlierern.


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Die Funktionsweise von Hedgefonds basiert in solchen Fällen auf dem alten Börsenspruch „Das Geld ist nicht weg, es ist nur woanders.“

Denn ist ein Papier ausgemacht, das voraussichtlich im Kurs sinkt, so leihen sich Hedgefondsmanager dieses Papier und verkaufen es. Ist der Kurs dann gefallen, decken sich die Manager mit dem nun billigeren Papier ein und geben es an die ausleihende Partei zurück.

Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis abzüglich der Gebühren stellt in diesem Fall den Gewinn dar. Setzt man diesen mit dem eingesetzten eigenen Kapital ins Verhältnis, so erhält man eine Marge, die deutlich über den meisten sonst am Markt zu erzielenden liegt.

Darin liegt der Reiz von Hedgefonds. Die Anlagerichtlinien sind nicht so streng wie bei den klassischen Investmentprodukten, und auch bei den Anlageklassen gibt es kaum Grenzen.

Hedgefonds: Funktionsweise über Anlageklassen hinweg

Ob Aktien, Rohstoffe, Devisen oder Renten – die Funktionsweise von Hedgefonds lässt sich auf so ziemlich alle Assets anwenden. Auch nationale Grenzen sind kein Hindernis. Im Gegenteil.

Hedgefonds nutzen nicht selten auch Kursdifferenzen an unterschiedlichen Börsen, um Gewinne zu generieren – über sogenannte Arbitrage-Strategien. Dabei werden Papiere beispielsweise an der Börse in New York gekauft, um sie dann an der Frankfurter Börse wieder zu verkaufen.

Um die Eigenkapitalrenditen zu maximieren, ist auch die Aufnahme von Fremdkapital gängige Praxis. Aus der Breite möglicher Anlagestrategien resultiert auch, dass eine weitreichende Loslösung von den Fundamentaldaten die Funktionsweise vieler Hedgefonds prägt.

Damit gehen aber auch erhebliche Risiken einher. Zumal die Hedgefondsmanager nicht selten verschiedene Geschäfte miteinander koppeln.

Solche Strukturen erhöhen die Gewinnchancen unabhängig vom Geschehen am Aktienmarkt, bedeuten aber auch extreme Verluste, wenn sich der Hedgefondsmanager bei seinen Annahmen irrt – sich verspekuliert.

Dieses Risiko können meist nur kapitalkräftige Investoren tragen. Lange Zeit waren Hedgefonds deswegen nur institutionellen Anlegern vorbehalten. In Deutschland war ihr Vertrieb bis 2004 gar nicht zugelassen.

Erst seit kurzem können auch Privatanleger von der Funktionsweise der Hedgefonds profitieren – über sogenannte UCITS. Das sind Hedgefonds, die gesonderten Regeln unterliegen.

14. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.