MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Hedgefonds: Große Chancen und hohe Risiken

Sehr verwirrend: Bei der Anlageform Hedgefonds vermittelt der Name genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich darstellt. Der englische Begriff „hedge“ bedeutet „Hecke“ oder „Zaun“ und meint die Absicherung von Finanzprodukten beispielsweise gegen Währungsschwankungen.

Mit der Hedgefonds-Definition hat dies allerdings in der heutigen Zeit nicht mehr viel zu tun, oft ist das Gegenteil der Fall. Vielfach zeichnen sich Hedgefonds durch besonders riskante Anlagestrategien aus. Mit Optionsscheinen, Zertifikaten und Termingeschäften wird auf bestimmte Kursbewegungen spekuliert. Oder es werden Positionen verkauft, die nicht im eigenen Besitz sind.

Hedgefonds: Definition einer umstrittenen Investitionsmöglichkeit

Hedgefonds polarisieren. Konkret: Anleger, die die deutlichen Chancen der Anlageform erkennen und bereit sind hohe Risiken einzugehen, werden zu großen Fans dieser Finanzprodukte. Vor allem konservativ orientierte Investoren sehen Hedgefonds dagegen oft sehr kritisch.

Für viele Hedgefonds ist der niedrige Kapitaleinsatz Programm. Ihre Manager setzen möglichst wenig Eigenkapital ein und spekulieren in vielen Fällen auf Kredit. Das steigert den eigenen Gewinn im Erfolgsfall durch die Hebelwirkung um ein Vielfaches. Wenn die Spekulation allerdings negativ verläuft, ist der Hedgefonds aufgrund seiner dünnen Eigenkapitaldecke oft schnell zahlungsunfähig.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Hegefonds in Deutschland

Hegefonds in Deutschland waren bis zum Jahr 2004 vom öffentlichen Handel ausgeschlossen. Mit dem Investment-Modernisierungsgesetz, das damals in Kraft trat und von nun an den Vertrieb von „Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken“ unter besonderen Auflagen erlaubte, erfolgte eine gewisse Lockerung.

Bei Hedgefonds sind die Gestaltungsmöglichkeiten vor allem deshalb so groß, da diese vielfach über längere Zeiträume arbeiten können. In aller Regel ist vertraglich festgelegt, wie lange das Kapital – zwischen ein paar Monaten und einigen Jahren – gebunden ist.

Bei dieser Anlageform führten vor allem mögliche Gewinne, die auch während schwacher Börsenperioden anfallen können, zu steigender Beliebtheit geführt.

Größte Vorteile: Hedgefonds zeichnen sich durch geringe Wechselbeziehungen (Korrelationen) zu Aktienmärkten aus. Sie weisen ein hohes Gewinnpotenzial auf und eignen sich damit optimal zur Streuung (Diversifikation) des Portfolios.

Wie das legendäre Image der Hedgefonds entstand

Einer der bekanntesten Hedgefonds, der Quantum Fonds, wurde 1969 von Georg Soros gegründet. Dieses Finanzprodukt löste mit einer Devisenmarktspekulation gegen das britische Pfund 1992 eine Abwertung der Währung Großbritannien aus.

Der Quantum Funds wurde hierdurch auf der ganzen Welt bekannt, weil Großbritannien im Zuge dessen die festen Wechselkurse aufgab und schließlich aus dem Europäischen Währungssystem ausschied.

Die derzeit größten Hedgefonds sind der Bridgewater Associates mit einem Volumen von 165,6 Mrd. US-$, der AQR Capital Management mit 64,9 Mrd. US-$ und der Och-Ziff Capital Management mit 46,0 Mrd. US-$.

Hedgefonds werden in erster Linie für institutionelle Investoren aufgelegt. Aufgrund der nicht unerheblichen Risiken sind diese Finanzprodukte für weniger erfahrene Anleger eher nicht geeignet.

20. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.