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Hedgefonds: Historie der umstrittenen Investmentfonds

Der erste Hedgefonds wurde bereits im Jahre 1949 von Alfred Winslow Jones gegründet.

Seine damals gegründete Anlagegesellschaft gewährte ihm ein höheres Maß an Anlageflexibilität.

Jones hatte dadurch die Möglichkeit, in Hebelprodukte und Leeverkäufe zu investieren und konnte dennoch sein Anlageprodukt als Fonds kennzeichnen.

Hedgefonds-Historie: Die erste Strategie

Die Richtung, die der Aktienmarkt einschlug, war für Jones‘ erste Überlegung nicht entscheidend. Dadurch, dass Long- sowie auch Shortpositionen eingegangen wurden, konnte der Fonds in beide Richtungen verdienen.

Das Marktrisiko war dementsprechend neutralisiert worden, wodurch auch der Begriff des „Hedgings“ (Absichern) geprägt wurde. Zusätzlich konnte das Fondsvermögen beliehen werden um Hebelwirkungen zu erzielen.

Die ersten negativen Schlagzeilen bezüglich Hedgefonds entstanden dann jedoch bereits Ende der 1960er Jahre. Die Absicherung der Long-Positionen durch ebenfalls eingegangene Short-Positionen wurde als Idee von vielen Fondsmanagern nicht mehr umgesetzt.

Durch die anhaltenden Aufwärtstrend der Märkte sah man sich hier gezwungen, eine Long-Only-Strategie auf Kreditbasis einzugehen, um so noch erfolgreicher als andere Manager zu sein.


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In der längeren Abwärtsbewegung der Märkte zwischen 1969 und 1974 verpufften allerdings viele dieser Konzepte und die Vielfalt der Hedgefonds wurde eingegrenzt.

Berühmtheiten verhalfen der Hedgefonds-Szene zu neuem Glanz

Im Jahr 1992 wurde der von Starinvestor George Soros geleitete Quantum Fonds schlagartig berühmt.

Aufgrund von Währungsproblemen des Britischen Pfund, der infolgedessen abgewertet wurde, verdiente der Quantum Fonds innerhalb einer Woche 1 Milliarde US-$.

Durch einen Leerverkauf der Britischen Pfund und einen anschließend günstigeren Ausgleich dieses Geschäfts wurde Soros und sein Hedgefonds über Nacht bekannt.

Zudem wurde dabei ein Großteil des Kapitals in Derivate investiert, die aufgrund von Hebeleffekten einen großen Anteil an der überproportionalen Gewinnentwicklung haben.

Hedgefonds: Erneuter Absturz in der Branche

Für ein negatives Image sorgten in der Hedgefonds-Historie auch das Jahr 1998 und der Beinahe-Zusammenbruch von Long-Term Capital Management (LTCM).

War die Entwicklung des Fonds in den Anfangsjahren 1994-1996 noch mit ca. 34% Jahresrendite sehr erfreulich, so büßte der Fonds 1998 fast 90% seines Wertes ein.

Eine Kettenreaktion wurde ausgelöst – beginnend mit 30-fachem Fremdkapitaleinsatz des Fonds und der Währungskrise in Russland. Verlustreiche Positionen mussten vom Fonds geschlossen werden, um andere offene Positionen zu bedienen.

Besonders verspekuliert hatte man sich mit Swap-Geschäften am europäischen Anleihemarkt.

Anschließend kam es – bis zur Finanzkrise 2007 – zu einer ersten gemeinsamen Rettungsaktion unter der Leitung großer Bankhäuser sowie der Federal Reserve Bank, die mehr als 3,75 Mrd. US-$ investierten.

Die Historie von Hedgefonds: Entwicklung im neuen Jahrtausend

Anfang der 2000er Jahre gab es ebenfalls wieder erfreuliche Entwicklungen zu verzeichnen, welche dann in 2008 urplötzlich wieder zunichtegemacht wurden.

Das Jahr 2008 geht als schlechtes Jahr für Hedgefonds in die Geschichtsbücher ein.

Der Durchschnittsverlust der Hedgefonds betrug ca. 25% – nicht zuletzt lag dies am Konkurs der Investmentbank Lehman Brothers und am zwischenzeitlichen Leerverkaufsverbot.

Die Spekulationen der Hedgefonds lohnen sich zwar immer wieder. So konnte beispielsweise ein Hedgefonds mit Währungs- und Anleihespekulationen auf die Entwicklung Griechenlands über eine halbe Milliarde US-$ Gewinn einstreichen.

Doch die großen Risiken von Milliardenverlusten bleiben erhalten. Und das Wetten auf Abstürze von Währungen und Staatsanleihen bleibt moralisch zumindest fragwürdig.

3. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.