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Hedgefonds: Leverage sorgt für hohe Wertschwankung

Generell ist der Begriff Leverage stark von Kapitalstrukturmaßnahmen geprägt.

Es geht dabei um eine Optimierung der Eigenkapitalrendite durch die Aufnahme von Fremdkapital.

Der Leverage-Effekt im Detail

Beispielsweise hat ein Investor 100.000 € zur Verfügung. Diese kann er so gewinnbringend anlegen, dass 8% Rendite möglich sind.

Durch Aufnahme eines Kredites in Höhe von 50.000 € ist es dem Investor nun möglich, 150.000 € zu investieren.

Wenn er für diesen Kredit weniger bezahlt – zum Beispiel 6% Zinsen – als er durch seine Investition am Markt erwirtschaftet, spricht man von einem (positiven) Leverage-Effekt.

Der Hebeleffekt besteht also in der Aufnahme von Fremdkapital zu günstigeren Konditionen als der daraus resultierenden Investitionsrendite.

Mehr zum Thema: Beispiele zur Verbesserung der Eigenkapitalrendite

Hedgefonds, Leverage und das Risiko

Doch wie können Hedgefonds diese Anlagestruktur verwenden?


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Eine der Haupteigenschaften, die Hedgefonds definiert und von anderen Anlageklassen unterscheidet, ist der Einsatz von Fremdkapital zur Ertragsverbesserung.

Im Prinzip kann ein Hedgefonds Leverage-Effekte auf zwei verschiedene, einander ergänzende Arten ausnutzen: indem er Fremdkapital aufnimmt oder indem er in Derivate investiert.

Mehr zum Thema: Derivate in Hedgefonds

Kreditgeber der Hedgefonds sind zum Beispiel Banken, die diese Kredite in der Regel durch Beleihung der vom Hedgefonds erworbenen Finanzinstrumente sichern.

Die durch den Kredit entstandene Hebelwirkung steigert aber nicht nur den möglichen Ertrag, sondern auch das Risiko.

Da ein positiver Leverage nur dann eintritt, wenn die Gesamtkapitalrendite über dem Fremdkapitalzins liegt, gilt es für den Fondsmanager stets die Entwicklung der Kapitalstruktur zu betrachten.

Liegt die Gesamtkapitalrendite unterhalb der Fremdkapitalkosten, ergibt sich eine negative Hebelwirkung des Fremdkapitals. Dies führt zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Eigenkapitalrendite.

Wie funktioniert die Kreditfinanzierung?

Eine Möglichkeit für Hedgefonds, ihr Portfolio zu hebeln, besteht in der Verleihung von Aktienpositionen an einen Geschäftspartner. Dieser zahlt den ungefähren Gegenwert der beliehenen Positionen an den Hedgefonds aus.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Aktienpositionen wieder zurückerworben.

Somit hat der Fonds kurzfristig mehr Kapital für Investitionen zur Verfügung, steht aber in der Verpflichtung, den beliehenen Aktienkorb später zurückzukaufen.

Kapitalismus pur: Bonuszahlungen bieten den Fondsmanagern Anreiz

Die Aufnahme von Fremdkapital zu einem Vielfachen des Eigenkapitals ist durchaus üblich. Von Fondsmanagern wird allerdings auch erwartet, dass sie sich an dem Fonds beteiligen und persönlich haften.

Dafür erhalten die Manager eine sehr hohe Gewinnbeteiligung, zum Beispiel 20% der Performance.

Für ein solch üppiges Gehalt sind die Manager oft motiviert, hohe Risiken einzugehen, um das Maximum an Ertrag zu erwirtschaften.

Hier sollten Anleger aufpassen, ob der Fonds wirklich eine nachhaltige und langfristige Anlagestrategie fährt oder ob der Fonds (-manager) vor allem auf schnelle Gewinne aus ist.

Viele Hedgefonds werden schon im ersten Jahr nach ihrer Emission wieder geschlossen. Investieren Sie daher – wenn überhaupt – in risikoärmere Hedgefonds, die schon länger am Markt existieren.

5. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.