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Hedgefonds: Trendfolge – die Strategie der Algorithmus-Experten

Gewinnen, wo die meisten anderen verlieren, so ließe sich die zentrale Maxime der Hedgefonds-Industrie umschreiben. Seit in den 1940er über den gezielten Kauf unterbewerteter und den Verkauf überbewerteter Aktien das „Eingrenzen“ von Risiken seinen Anfang nahm, haben sich unzählige Strategien herausgebildet.

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Am bekanntesten sind Strategien, die gezielt auf Kursverlierer setzen. Die damit zumeist verbundenen Leerverkäufe haben ganz wesentlich zum schlechten Ruf der Hedgefonds nicht erst seit der jüngsten Finanzkrise beigetragen.

Hedgefonds-Trendfolge als computergestützte Marktbeobachtung

Subtiler im Vorgehen aber für das Geschehen am Gesamtmarkt genauso kritisch gesehen sind die so genannten Trendfolger.

Als Trendfolger bezeichnet man die Strategien, bei denen Marktentwicklungen systematisch gesucht und mit Hilfe festgelegter Ein- bzw. Ausstiegssignale konsequent ausgenutzt werden. So etwas geht nur mit Mathematik.

Hedgefonds mit Trendfolger-Strategie nutzen häufig computergestützte Modelle auf Basis kompexer mathematischer Algorithmen. Sie dienen nicht nur dazu, Tendenzen am Markt zu erkennen. Über entsprechende Rechneranbindungen werden Kauf und Verkauf der in Frage kommenden Titel automatisch vorgenommen.


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Nur so ist es möglich, auch kleinste Bewegungen am Markt zu erkennen und zu nutzen. Allerdings sind es auch gerade diese computergesteuerten Transaktionen gewesen, die letztlich hinter kurzfristigen, vermeintlich unerklärlichen Kursstürzen an den Börsen stecken.

CTA-Hedgefonds – Trendfolge perfektioniert

Das Prinzip der Trendfolge funktioniert über alle Anlageklassen hinweg. Die entsprechenden Hedgefonds haben daher zumeist eine Vielzahl von Assets unter Beobachtung.

Zu den bekanntesten Trendfolge-Hedgefonds-Strategien zählen die so genannten CTAs (Commodity Trading Advidsors). Sie setzen konsequent auf derivative Finanzinstrumente, um von Markttrends zu profitieren.

Im Wesentlichen investieren diese Hedgefonds das Geld ihrer Kunden in Futures (bei CTAs spricht man daher auch von „Managed Futures“). Somit bestimmt der aktuelle Trend des Marktes die Wahl des Terminkontraktes nicht aber zwingend die Gewinnaussichten des Hedgefonds.

Mehr zum Thema: Depotabsicherung mit Futures – kein Angst vor fallenden Kursen

Die Schweizer Privatbank Vontobel hat errechnet, dass CTA-Hedgefonds zwischen Januar 2000 und Mai 2012 deutlich besser performt haben als klassische Anlageformen.

Regulierung von Hedgefonds: Trendfolge wird teurer

Die Future-basierten Trendfolger erwirtschafteten einen Mehrwert von über 6%, während Aktien auf 1,5%, Anleihen auf 5,6% und Rohstoffe auf 5% kamen. Dabei lag die Volatilität der Traditionellen fast 3-mal so hoch.

Fraglich ist jedoch, ob diese Relation auch in Zukunft zu halten ist. Hintergrund sind die verschärften Risikovorschriften, die EU-Kommission und Bundesregierung für Hedgefonds vorsehen.

Sie stellen unter anderem Investitionen in CFD-Swaps in Frage – Instrumente, die jenseits der Europäischen Union gern zur Renditesteigerung eingesetzt werden.

Zudem schlagen bei den ohnehin teureren, weil EU-regelkonformen Hedgefonds Trendfolger Gebühren überdurchschnittlich zu Buche. Das drückt Performance und Attraktivität.

So hatten es die Politiker in Europa nach der Finanzkrise gewollt. Auf absehbare Zeit ist daher nicht auszuschließen, dass Hedgefonds-Trendfolge eine Strategie sein wird, in die nur Profis investieren können.

22. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.