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Hedgefonds und Private Equity: Jekyll and Hyde am Kapitalmarkt

Lust auf ein bisschen Börsenpoesie? Zum Beispiel in dieser Art: Kapitalmärkte sind wie das tosende Meer; und die Anleger suchen nach dem besten Weg, die Wellen zu reiten.

Manche suchen das besten Boot, bevor das überhaupt ins Wasser gelassen wird, andere springen von einem Gefährt zum nächsten, um möglichst schnell und möglichst weit zu kommen.

In beiden Fällen geht es nur am Rande um das Boot als solches, auch wenn es diesem nutzen kann, die Wellenjunkies an Bord zu haben.

Hedgefonds und Private Equity sind in diesem Bild die „Wellensüchtigen“. Beiden geht es darum, sich vom Auf und Ab an den Märkten abzukoppeln.

Hedgefonds – die Opportunisten

Hedgefonds setzen dabei auf Assets, die bereits am Markt sind – oder um im Bild zu bleiben: Boote, die bereits auf hoher See sind. Hedgefondsmanager hängen sich mittels Finanzderivaten an deren Route. Oder auch mit Leerverkäufen wie eine Art „Blinder Passagier“.

Mit den unterschiedlichsten Strategien wird versucht, vom Kurs zu profitieren. Dabei ist es zumeist weniger wichtig, ob das Boot auf den Höhepunkt einer Welle zusteuert oder sich im Wellental befindet.


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Mehr dazu: Hedgefonds: Funktionsweise der Renditemaximierer

Die Dynamik der Welle trägt – und verspricht Gewinn. Gefährlich wird es, wenn die Welle bricht. Dann kann das Boot kentern – und die Hedgefonds-Strategie scheitern.

Private Equity – die Aufbaufinanzierer

Private Equity-Investoren schauen sich dagegen zunächst die „Bootsbauer“ an. Sie suchen nach Unternehmen, die noch gar nicht am Kapitalmarkt sind und dennoch Geld für die weitere Entwicklung brauchen.

Dieses Geld – Kapital aus Privathand – wird zur Verfügung gestellt. Und zwar in der Hoffnung, dass das Unternehmen in absehbarer Zeit mal „in See sticht“, sprich an den Kapitalmarkt gehen kann.

Es geht um so genanntes Beteiligungs- oder Wagniskapital, mit dem zukunftsweisende Wirtschaftsprojekte realisiert werden sollen.

Mehr dazu: Unternehmensfinanzierung und Kapitalmarkt im Wandel

Erreichen die Projekte Marktreife und die realisierenden Unternehmen den Kapitalmarkt,  erhoffen sich die Private Equity-Geber den Lohn für ihre Weitsicht: in Form der gewinnbringenden Veräußerung ihrer Unternehmensanteile.

Ob die schließlich am Markt „oben schwimmen“ überlassen diese Investoren dann zumeist anderen Wellenreitern.

Hedgefonds und Private Equity – ein Fazit

Hedgefonds und Private Equity ist gemeinsam, dass die Initiatoren mit beträchtlichen Summen an eigenem Geld agieren, dieses aber mit noch erheblich größeren Beträgen von anderen Anlegern aufstocken.

Dadurch erlangen sie erhebliche Schlagkraft an den Märkten. Und die dient nicht nur hehren Zielen.

So können Hedgefonds zwar die Erträge eines Depots stabilisieren, deren mitunter hochspekulative Anlagepolitik kann aber auch zu enormen Marktturbulenzen führen. So wurde insbesondere Hedgefonds die Mitverantwortung für die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise gegeben.

Private Equity kann zwar Start ups auf die Beine helfen. Aber etliche Branchenvertreter stehen auch im Ruf, sich nur an Unternehmen zu beteiligen, um diese dann zu zerlegen und lukrative Sparten gewinnbringend zu verkaufen; weniger lukrative Bereiche bleiben dabei auf der Strecke.

21. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.