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Hedging-Definition: Das versteht man unter einem Hedge

Hedging umfasst auch die Begriffe Hedge, hedgen und natürlich die Hedgefonds. Es handelt sich dabei um Anglizismen, also englische Begriffe, die ins Deutsche übernommen worden.

Im Grunde genommen geht es immer um eine Art Absicherungsgeschäft. Dessen Ziel ist es, eine Position auszugleichen. Das wird auch als glattstellen bezeichnet.

Ein Hedge ist derart aufgebaut, dass man gleichzeitig in beide Richtungen investiert ist. Vergleichen kann man das mit einem Sportfinale, bei dem es nur einen Sieger geben kann.

Zwischenzeitlich setzt man während des Spiels auf beide Teilnehmer, so dass der Ausgang den Investor nicht berührt, weil sich dadurch nichts in seinem Depot bzw. Wettergebnis ändert.

Hedging-Definition: Diverse Arten von Hedging

Hedging findet in den unterschiedlichsten Bereich in der Finanzwirtschaft Anwendung. So verwenden sie Unternehmen, die sich gegen bestimmte Kursschwankungen oder Risiken absichern müssen.

Das findet vor allem im Rohstoffsektor statt. Benötigt man für die Produktion einen bestimmten Rohstoff (wie beispielsweise Kupfer, Baumwolle oder auch Silber), kann man sich gegen einen Preisanstieg absichern. Konkret investiert man dabei in steigende Kurse.


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Falls die Kurse niedrig bleiben, kann man das Material zum gewünschten Preis kaufen. Sollten die Preise aber steigen, so nutzt man den Gewinn aus dem Investment, um die höheren Kosten für den Einkauf zu decken. Ähnlich läuft es bei Währungen ab.

Beim sogenannten Devisen-Hedging achtet man darauf, dass sich ein Währungspaar nicht nachteilig verändert. Für den Fall, dass eine Währung sich gegenüber einer anderen verschlechtert, sichert man sich hier genauso ab und trifft Vorsorge.

Dach-Hedge-Fonds sind Produkte, die breit gestreut in unterschiedliche Hedge-Fonds investieren. Hierzu zählen auch die für Privatanleger leicht erhältlichen Hedge-Fonds-ETFs.

Versicherung gegen Verluste

Beim Hedging geht es nicht in erster Linie um Gewinne, sondern darum, mögliche Verluste entweder zu eliminieren oder zu beschränken. Ein Hedge kann auch nur einen Teil des Investments absichern, so dass man einen gewissen Verlust in Kauf nimmt, während man zur selben Zeit das Risiko reduziert.

Dies kann man machen, wenn Kursverluste möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich sind. Um Vorkehrungen zu treffen, kann man einen kleinen Teil absichern bzw. hedgen. Mit der Hedging-Definition kann man flexibel arbeiten. So kann man jederzeit den Grad der Absicherung verändern.

Nimmt das allgemeine Risiko zu, erhöht man den Hedge und damit die Versicherung. Beruhigt sich die Situation, verkauft man wiederum einige Gegenpositionen.

Hedging ist laut Definition eine Form der Versicherung. Während man diese abgeschlossen hat, zahlt man eine bestimmte Gebühr dafür in Form von Brokerkosten. Natürlich verdient man auch in der Zwischenzeit weniger oder keine Rendite, wenn eine Position vollständig glattgestellt ist.

Allerdings steht hierbei eben die Sicherheit im Vordergrund. Wer Aktien besitzt und diese in einer bevorstehenden Krise gegen Kursverluste absichert, der verpasst unter Umständen die Profite, falls die Kurse trotzdem steigen sollten.

Fazit: Risiken als Investor abwägen

Hedging betrifft dementsprechend Absicherungsgeschäfte in allen Bereichen. Mit einem Hedge schließt man eine Versicherung gegen Kursverluste ab. Stellt man seine Position dabei komplett glatt, ist man von Preisschwankungen nicht mehr betroffen.

Man muss als Investor abwägen, wie viel Risiko und wie viel Sicherheit für das eigene Depot nötig sind. Natürlich ist immer die aktuelle Situation oder auch der saisonale Effekt entscheidend.

Selbst für langfristige Anlagen empfiehlt es sich, zwischenzeitlich einen Hedge als Option zu betrachten. Mit dem Wissen um Hedging kann man in besonders volatilen Marktphasen ruhig schlafen, weil diese Form der Versicherungsgebühr minimal ist – im Vergleich zu den möglichen Verlusten, die man ohne ein Hedging erleiden könnte.

4. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.