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Hedging mit Futures: Wie man den Handel an Terminmärkten absichert

Ein Hedging stellt immer eine Form von Absicherung dar. Man reduziert insofern das Risiko bei einer Anlage, als dass man eine Gegenposition einnimmt. Dazu sind auch Privatinvestoren in der Lage. Wenn man in einem Basiswert investiert ist, so kauft man sich in die gegenteilige Entwicklung des Kurses ein. Besitzt man zum Beispiel Aktien, wettet man dann zum Ausgleich auf fallende Kurse.

Hedging mit Futures funktioniert ähnlich. Auch hier bildet man eine Sicherheit gegen Kursschwankungen. Das kann am Terminmarkt Wechselkurse von Währungen oder auch Zinsraten betreffen, aber natürlich auch Rohstoffe und andere Basiswerte.

Hedging bedeutet Prävention

Hedging mit Futures ist genauso eine Präventivmaßnahme wie jeder andere Hedge auch. Wenn man eine Kursbewegung erwartet, die gegen die eigentliche Investition laufen kann, so ist ein Hedge zu empfehlen. Man muss immer bereits zuvor ein Anlage getätigt haben, also investiert sein, bevor man ein Hedging betreiben kann.

Hat man auf fallende Kurse spekuliert und droht eine überraschende Erholung der Preise, so kann man mit einem Long Engagement Verluste reduzieren oder sogar komplett ausschalten. Um letzteres zu erreichen, müsste man seine Position glattstellen. Das bedeutet, die Summe beim Hedging mit Futures entspricht der Summe des ursprünglichen Investments. Damit ist man vor jeder Kursbewegung geschützt.

Doch diese Prävention gibt es nicht kostenlos. Am Terminmarkt kommen für den Kauf von Zertifikaten Transaktionskosten hinzu. Diese kann man als eigentliche Versicherungsgebühr gegen fallende Kurse ansehen.

Während das Hedging mit Futures aktiv ist, wird ein möglicher Gewinn geschmälert oder sogar unmöglich gemacht – für den Fall, dass man die Position glattgestellt hat. Deshalb ist ein Hedge auch immer nur für einen gewissen Zeitraum gedacht und wird danach wieder aufgelöst. Das geschieht, indem man die Hedging-Position wieder verkauft.

Preise sichern am Terminmarkt

Beim Hedging mit Futures kann man positive Kursbewegungen zu seinem Vorteil nutzen. Ist man long investiert und steigt der Preis aus saisonalen oder anderen Gründen an, kann man ihn mit der Absicherung fixieren.

Besitzt man beispielsweise ein Zertifikat, das man nicht vor Ablauf verkaufen kann, oder muss man Rohstoffe zu einem späteren Zeitpunkt einkaufen bzw. verkaufen, ist diese Methode empfehlenswert.

Hat also der Basiswert das persönliche Ziel erreicht oder überschritten, stellt man die Position glatt und ist bis Ende des Kontraktes abgesichert. Sollte der Kurs wieder fallen, gewinnt die neu aufgebaute Gegenposition im selben Maße an Wert, wie das ursprüngliche Investment an Wert verliert. Unter dem Strich ändert sich demnach nichts und man kann den Gewinn ins zeitliche Ziel mitnehmen.

Hedging mit Futures

Das Thema Hedging mit Futures funktioniert sowohl short als auch long. Einen Short Hedge – auch Sicherungsverkauf genannt – macht man, wenn man bereits long investiert ist. Das ist dann der Fall, wenn man Waren, Währungen, Rohstoffe oder ähnliche Vermögensgegenstände besitzt, die man vor Kursverlusten schützen möchte.

In der umgekehrten Situation macht man einen Long Hedge. Das wird vor allem dann benötigt, wenn man zukünftig etwas einkaufen muss. Mit dem Sicherungskauf schützt man sich in der Zwischenzeit vor steigenden Preisen und damit vor höheren Kosten beim Erwerb.

6. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.