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Herdentrieb versus Faktenlage

Die Faktenlage sieht wie folgt aus: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland stieg von April bis Juni um 0,4% zum Vorquartal.

Damit gewinnt die größte Volkswirtschaft der Euro-Zone an Schwung. Zum Jahresauftakt hatte es noch ein Wachstum von 0,3% gegeben.

Wachstums-Impulse kamen zuletzt v. a. vom Außenhandel, da die Exporte mit 2,2% stärker stiegen als die Importe mit 0,8%.

Auch der private Konsum kurbelte die gesamte Wirtschaft an. Denn die Bürger steigerten ihre Ausgaben zum Vorquartal um 0,2%.

Das Ergebnis wäre sogar noch besser ausgefallen, wenn nicht eine Streik-Welle mit Arbeitskämpfen bei Unternehmen wie der Deutschen Bahn, der Deutschen Post oder der Lufthansa die Entwicklung belastet hätten.

Ausblick

Für die Zukunft sehe ich noch weiteres Potenzial.

Denn: Die niedrigen Rohstoff- und Energie-Preise und der schwache Euro werden sowohl die Exporte als auch den inländischen Konsum weiterhin antreiben.

Allein die günstigen Spritpreise werden im laufenden Jahr dazu führen, dass die privaten Haushalte 10 bis 15 Mrd. € mehr in der Tasche haben.

Dieses Bild bestätigten auch die heute veröffentlichten aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg zuletzt von 108 auf 108,3 Punkte.


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Die optimistischen Erwartungen für das Gesamtjahr bleiben nach wie vor bestehen – wenn auch in leicht eingetrübter Form.

Soweit die Faktenlage im Hinblick auf die deutsche Wirtschaft. Bis hierhin sieht es nicht einmal ansatzweise nach einer Krise aus.

Und wenn Sie jetzt auch noch berücksichtigen, dass die deutschen Unternehmen zuletzt so viele neue Mitarbeiter eingestellt haben wie seit 2001 nicht mehr, wird das Bild noch klarer:

Wenn die Herde Richtung Notausgang stürmt

Warum also der dramatische Kursverfall auch an deutschen Börsen? Eine wesentliche Erklärung dafür ist der sogenannte Herdentrieb.

Was an den Märkten passiert, wenn die Herde geschlossen Richtung Notausgang stürmt, konnten Sie in den vergangenen Tagen eindrucksvoll beobachten.

Betroffen von dem Phänomen des Herdentriebes sind aber keineswegs nur Privatanleger. Auch institutionelle Investoren wie z. B. Fondsmanager sind davor nicht gefeit. Und das Verhalten der Fondsmanager ist dabei nicht einmal völlig unlogisch.

Denn: Die Performance, also das Abschneiden, der Fondsmanager bemisst sich u. a. am jeweiligen Vergleichsindex.

Das bedeutet:

Wenn beispielsweise der DAX der Vergleichsindex ist und dieser abrauscht, bleibt dem Fondsmanager im Prinzip kaum etwas anderes übrig, als sich auf die Verkäuferseite zu stellen um dadurch Verlustrisiken zu begrenzen..

Doch was ist die Ursache für den Herdentrieb?

An dieser Stelle müssen Sie zunächst einmal wissen, dass es sich dabei um ein rein psychologisches Phänomen handelt, welches nicht rational begründbar ist.

Auslöser ist allgemein gesagt die menschliche Neigung mit dem Strom zu schwimmen. Herdenverhalten wird zumeist mit der Existenz sogenannter asymmetrischer Informationen erklärt:

Hegen Anleger die Meinung bzw. den Verdacht, dass wiederum andere Anleger über bessere Infos als sie selbst verfügen, so werden sie deren Marktverhalten (Kauf/Verkauf) als Folge dieser vermeintlich besseren Informationen deuten.

Die Folge

Man schließt sich dem Entschluss der anscheinend besser informierten Marktakteure an. Herdenverhalten ist somit ein klares Zeichen für fehlende Effizienz der Märkte.

Warren Buffett, der erfolgreichste Investor aller Zeiten, hat in Zeiten, in denen die Markteffizienz besonders schwach ausgeprägt war, seine besten Geschäfte gemacht.

Soll heißen: Wenn der Herdentrieb dazu führte, dass Aktien zu stark abverkauft wurden und somit fundamental attraktiv bewertet waren, hat er zugeschlagen und in Zeiten, in denen Aktien infolge von Markteuphorie fundamental sehr teuer wurden, hat er verkauft.

Damit kam er in den vergangenen 50 Jahren immerhin auf eine durchschnittliche jährliche Buchwertsteigerung seiner Beteiligungsgesellschaft von knapp 20%.

Fazit

Es lohnt sich langfristig gesehen, nicht der Herde zu folgen und stattdessen antizyklisch zu handeln, so wie es Buffett seit Jahrzehnten äußerst erfolgreich vormacht.

25. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.