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Hewlett-Packard Aufspaltung – was Anleger jetzt wissen müssen

Seit Anfang November ist es offiziell: Hewlett-Packard (HP) hat sich in zwei Unternehmen aufgespalten: HP Inc und Hewlett Packard Enterprise.

Im Zuge der Aufspaltung erhalten die Aktionäre von HP Inc eine Aktie von Hewlett Packard Enterprise. Die Kosten der Aufspaltung gibt der amerikanische PC- und Druckerhersteller mit über 2,0 Mrd. US-$ an.

Dennoch erhofft sich der US-Technologiekonzern von der Aufspaltung langfristig Synergieeffekte und Kosteneinsparungen, die den Aufwand der Aufspaltung übersteigen.

HP Inc: Geschäft mit PCs und Druckern

In der HP Inc ist das ehemalige Kerngeschäft von Hewlett-Packard (HP) gebündelt, sprich, das Geschäft mit Desktop und Laptop Computern. Auch das Geschäft mit Druckern, Druckerpatronen, Monitoren, Chromebooks, Tablets, Workstations und andere Peripherie-Geräte sind der Einheit HP Inc zusammengefasst. Die Einheit wird vom PC-Veteran Dion Weisler als CEO geleitet.


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Der Druckermarkt schrumpfte zuletzt, ist jedoch ein wichtiger Umsatzbringer der HP Inc. Etwa 40 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die HP über das Geschäft mit Druckern. Hier steht HP Inc im starken Wettbewerb mit anderen Drucker-Herstellern wie zum Beispiel Lexmark.

Ein Großteil des Geschäfts der HP Inc wird durch den PC-Verkauf (Desktops, Laptops) getragen. Hier erhofft sich HP Inc neue Impulse durch die Einführung seines Partner First ServiceOne Programms. Im PC-Markt steht HP Inc im harten Wettbewerb mit der chinesischen Lenovo Group, Dell, Acer und kleineren Anbietern aus Asien.

Hewlett Packard Enterprise: IT-Services, Cloud und Software

Im neu geformten Unternehmen Hewlett Packard Enterprise, welches von der ehemaligen HP-Chefin Meg Whitman geführt wird, ist das Geschäft mit IT-Services und Software untergebracht.

Auch Cloud Computing Services, Netzwerk-Produkte, Server- und Speicher-Hardware fallen künftig unter den Zuständigkeitsbereich von Whitman. Aus dem Geschäft mit Public Cloud Services hat sich Hewlett Packard Enterprise zuletzt zurückgezogen, ebenso aus einem Teil des Security-Geschäfts. Die Netzwerk-Sicherheitsfirma TippingPoint wurde an Trend Micro veräußert.

Insgesamt will sich Hewlett Packard Enterprise auf Private Cloud- und Softwareservices konzentrieren. Dabei sieht sich die neu geformte Hewlett Packard Enterprise zahlreichen Wettbewerbern gegenüber: sowohl die Amazon-Tochter Amazon Web Services (AWS), als auch EMC/Dell/VMware und IBM gelten Konkurrenten des neu geformten Unternehmens.

Was können Anleger von beiden Unternehmen erwarten?

Sowohl die HP Inc als auch Hewlett Packard Enterprise werden im nächsten Jahr nach Analystenschätzungen beide jeweils mehr als 50 Mrd. US-$ umsetzen.

Analysten erwarten, dass insbesondere Hewlett Packard Enterprise versuchen wird, durch mehrere kleinere Akquisitionen sein Produktportfolio weiter auszubauen. Als mögliche Übernahmekandidaten werden hier bereits Firmen wie Arista Networks, Nimble Storage, Citrix Systems und CommVault gehandelt.

HP Inc dürfte versuchen, seine Marktposition im PC-Markt zu stabilisieren und weiter auszubauen, nachdem das Unternehmen die marktführende Position im weltweiten PC-Markt an die chinesische Lenovo Group abgegeben hatte.

Fazit: Zwar erhalten die HP Inc als auch Hewlett Packard Enterprise durch die Aufspaltung mehr Freiraum, um ihre jeweiligen Strategien im Markt umzusetzen, doch beide Unternehmen sehen sich in ihren jeweiligen Marktbereichen einer starken Konkurrenz gegenüber.

Ob die Strategie von Hewlett-Packard aufgeht, bleibt fraglich, gelten beide Unternehmen als sehr Hardware-lastig. Damit sieht sich Hewlett-Packard in einer Sackgasse, denn der Trend geht zu Cloud-basierten Geschäftsmodellen und weg von teurer Hardware.

2. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands